Panorama

Zehn Matrosen vermisst US-Zerstörer kollidiert mit Tanker

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USS "John S. McCain"

(Foto: REUTERS)

Östlich der Straße von Malakka stößt ein 183-Meter-Tanker mit einem 154 Meter langen US-Zerstörer zusammen. Mehrere Matrosen werden verletzt, nach zehn wird noch gesucht. Präsident Trump meldet sich zu Wort.

Nach der Kollision eines Zerstörers der US-Marine mit einem Tankschiff östlich von Singapur werden zehn Seeleute vermisst. Fünf weitere wurden verletzt, vier von ihnen mit einem Marine-Hubschrauber nach Singapur ins Krankenhaus geflogen, wie das Flottenkommando mitteilte.

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Die Ursache des Unfalls und das genaue Ausmaß der Schäden sind bisher unklar. Die US-Marine leitete sofort Such- und Rettungsmaßnahmen ein. Singapurs Luftwaffe entsandte mehrere Helikopter zur Unterstützung. Bei dem Zerstörer handelt es sich um die "USS John S. McCain", die nach dem Vater und dem gleichnamigen Großvater des US-Senators John McCain benannt ist. Sie war am Montag um 05.24 Uhr Ortszeit mit dem Handelsschiff "Alnic MC" zusammengestoßen, das unter der Flagge Liberias fährt.

"In unseren Gedanken und Gebeten sind wir der Besatzung der USS John S McCain verbunden", schrieb US-Präsident Donald Trump bei Twitter. John McCain schrieb, er schließe die Seeleute in seine Gebete ein. Er bedankte sich zugleich für den Einsatz der Rettungskräfte. Vater und Großvater des republikanischen US-Senators waren Admirale.

Mit Lenkraketen bestückt

Nach ersten Erkenntnissen wurde der Zerstörer, der mit Lenkraketen bestückt ist, am linken hinteren Teil des Schiffes beschädigt. Laut US-Marine war zunächst kein Treibstoff oder Öl auf der Wasseroberfläche um das Schiff herum zu sehen. Demnach konnte das Schiff auch weiterhin selbstständig fahren. Mehrere Stunden nach dem Vorfall dockte das Schiff im Hafen von Singapur an.

Der Zerstörer war östlich der Straße von Malakka auf einer Routinefahrt zum Hafen von Singapur unterwegs, als es zur Kollision kam. Die 1992 vom Stapel gelaufene "USS John S. McCain" gehört zur siebten Flotte der US-Marine. Ihren Heimathafen hat sie in Yokosuka (Japan). Die Besatzung besteht normalerweise aus mehr als 230 Soldaten. Auf dem Öl- und Chemikalientanker "Alnic MC" habe es keine Verletzten gegeben, teilte die Hafenbehörde von Singapur mit. Der vordere Teil des Schiffsrumpfes sei sieben Meter über der Wasserlinie beschädigt worden. Das Schiff ist 183 Meter lang.

Erst vor zwei Monaten war das Kriegsschiff "USS Fitzgerald" vor Japan mit einem Containerschiff zusammengestoßen. Damals kamen sieben US-Seeleute ums Leben. Der Zerstörer wurde an der Steuerbordseite so schwer beschädigt, dass er nach amerikanischen Angaben beinahe gesunken wäre. Das fast vier Mal größere und voll beladene Containerschiff, das unter philippinischer Flagge fuhr, wurde hingegen nur leicht beschädigt. Drei führende Mitglieder der US-Schiffsbesatzung wurden nach dem Vorfall von ihren Aufgaben entbunden.

Quelle: ntv.de, mli/bad/dpa/AFP