Panorama

Tote in mehreren Bundesstaaten USA erleben blutiges Pfingstwochenende

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2020 starben 19.300 Menschen in den USA durch Waffengewalt, Suizide nicht mit eingerechnet.

(Foto: imago/JOKER)

An diesem Wochenende sterben in den USA wieder mehrere Menschen durch Waffengewalt. In New Jersey werden zwei Menschen bei einer Party tot mit Schussverletzungen aufgefunden. In einem weiteren Fall ermittelt die Polizei in Ohio. Dort gibt es mehrere Tote in einer Bar.

Bei mehreren Bluttaten sind in den USA an diesem Wochenende mindestens neun Menschen durch Waffengewalt gestorben. So wurden bei einer Party im US-Bundesstaat New Jersey nach Angaben der Polizei mindestens zwei Menschen durch Schüsse getötet und zwölf weitere verletzt worden. Die Polizei des Bundesstaats teilte mit, die Beamten seien gegen Mitternacht alarmiert worden. Als sie an dem Wohnhaus in Fairfield im Bezirk Cumberland eintrafen, hätten sie eine 25 Jahre alte Frau und einen 30-jährigen Mann entdeckt, die an Schusswunden gestorben seien. Die Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden. Unklar blieben zunächst die Hintergründe. Die Polizei teilte lediglich mit, es habe keine Festnahmen gegeben. Ermittlungen hinsichtlich des Motivs und der Tat dauerten an.

Bei einem Vorfall mit Schusswaffen in einer Bar in Youngstown im US-Bundesstaat Ohio wurden in der Nacht zu Sonntag drei Menschen getötet und acht weitere verletzt, wie CNN unter Berufung auf die Polizei berichtete. Auch in diesem Fall waren Motiv und Hintergründe der Tat zunächst nicht bekannt.

Jugendliche bei Konzert erschossen

Der Sender WCSC berichtete unter Berufung auf die Polizei, bei einem Konzert in North Charleston im Bundesstaat South Carolina sei eine 14-Jährige erschossen worden, 13 weitere Menschen seien verletzt worden. Bei dem nicht angemeldeten Konzert sei zuvor ein Streit ausgebrochen. Hinweise auf den oder die Täter habe es zunächst nicht gegeben. Weitere Todesfälle hatte es am Pfingstwochende in Kalifornien gegeben, wo ein Sechsjähriger während eines Streits auf der Autobahn starb. Bei einem Streit in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota starben zwei Männer durch Schüsse.

Ein Grund für die zahlreichen Todesfälle durch Schusswaffen in den USA ist deren immense Verbreitung. 2020 starben 19.300 Menschen durch Waffengewalt, Suizide nicht mit eingerechnet. Zuletzt kündigte Präsident Biden an, mittels einer Verordnung zumindest Bausätze für Feuerwaffen strenger zu kontrollieren. Strengere Waffengesetze scheitern regelmäßig am Widerstand der Republikaner.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa

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