Panorama

Flugchaos am New Yorker AirportÜberschwemmung legt Terminal lahm

08.01.2018, 10:14 Uhr
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Der Winter sorgt am John-F.-Kennedy Flughafen in New York für Verspätungen und Flugfausfälle. (Foto: picture alliance / Julie Jacobso)

Eis, Wind und Schnee lassen den Osten der USA erstarren. Nach einem Wasserrohrbruch am JFK-Flughafen in New York muss gleich ein ganzes Terminal geräumt werden, weil sich das Wasser zentimeterhoch staut. Der Flubetrieb gerät ins Stocken.

Der Kälteeinbruch an der US-Ostküste sorgt im Flugverkehr für ein gewaltiges Chaos. Temperaturen bis in den zweistelligen Minusbereich sollen für einen Wasserrohrbruch im Terminal des JFK-Flughafens in New York verantwortlich sein. Die daraus resultierende Überschwemmung sorgte für zahlreiche Verspätungen - hunderte Flugreisende mussten das Terminal verlassen.

Im betroffenen Terminal 4 am JFK-Airport staute sich das Wasser am Sonntag bis zu 8 Zentimeter hoch. Beim Rohrbruch in der zentralen Sprinkleranlage schossen die Wasserfontänen aus der Decke, wie auf einigen Videos in sozialen Netzwerken zu sehen war. Zwischenzeitlich musste aus Sicherheitsgründen sogar der Strom im überschwemmten Bereich abgestellt werden. Durch den Ausfall des Terminals konnten zunächst keine internationalen Flüge landen. Abflüge ins Ausland waren nach Angaben der Flughafenbetreiber nicht betroffen.

In einem Statement der Flughafenbehörde Port Authority NY entschuldigten sich die Betreiber zudem für die Umstände. "Die Geschehnisse am JFK sind inakzeptabel und die Passagiere erwarten und verdienen etwas Besseres". Bei dem Rohrbruch gehe man von einem wetterbedingten Vorfall und habe eine Untersuchung eingeleitet, wie eine Wasserleitung innerhalb des Gebäudes nicht wettergeschützt war oder ob andere Ereignisse zum Bruch geführt hätten.

Eis und Schnee haben die Ostküste der USA bereits seit einer Woche fest im Griff. Bereits am Samstag mussten zwei Maschinen aus Frankfurt/Main beziehungsweise München auf dem Weg nach New York wieder umkehren, wie die Fluglinie mitteilte. Grund dafür sei die kurz zuvor erhaltene Mitteilung des Flughafens JFK gewesen, dass dort keine reguläre Abfertigung möglich sei. Ein dritter Flug aus Berlin-Tegel nach New York, der noch nicht gestartet war, wurde abgesagt.

Die Lufthansa teilte weiter mit, auch umliegende Flughäfen in den USA hätten vorsorglich klargemacht, dass sie wegen der außergewöhnlichen Wetterbedingungen mit Schnee und starkem Wind und der dadurch notwendigen Einschränkungen im Flugbetrieb nur planmäßige Flüge abfertigen könnten - es sei denn, es handele sich um einen Notfall. Dies sei jedoch bei keinem der beiden Lufthansa-Flüge zum John-F.-Kennedy-Flughafen der Fall gewesen. Deshalb sei auch eine Landung in der Nähe von New York keine Option gewesen.

Quelle: mba/dpa

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