Panorama

Höhe des Schadens noch unklarUnbekannte brechen Bankschließfächer bei Bremen auf

13.02.2026, 23:37 Uhr
00:00 / 03:00
Einsatzkraefte-der-Polizei-arbeiten-an-einer-Bank-Wieder-sind-im-Keller-einer-Bankfiliale-etliche-Schliessfaecher-aufgebrochen-worden-diesmal-in-Stuhr-nahe-Bremen-Zur-Beute-koennten-derzeit-noch-keine-Angaben-gemacht-werden-teilte-die-Polizei-in-Diepholz-mit-Eine-Spur-von-den-Taetern-gibt-es-bislang-nicht-Die-Einbrecher-seien-in-der-Mittagspause-ueber-einen-Lichtschacht-in-den-Keller-eingedrungen-und-haetten-mehrere-Tueren-aufgebrochen
Die Spurensicherung im Einsatz in Stuhr. (Foto: picture alliance/dpa/Kai Moorschlatt)

Sie kamen in der Mittagspause: Einbrecher haben die Schließzeit einer Volksbank in Niedersachsen genutzt, um in den Keller einzusteigen und sich an den Schließfächern zu schaffen zu machen. Von ihnen und der Beute fehlt jede Spur.

Erneut sind im Keller einer Bankfiliale Schließfächer aufgebrochen worden - diesmal in Stuhr bei Bremen. "Zur Beute können derzeit noch keine Angaben gemacht werden", teilte die Polizei in Diepholz am Abend mit. Bisher gebe es keine Spur von den Tätern.

Die Einbrecher drangen laut Polizei am Freitag in der Mittagspause der Bank über einen Lichtschacht in den Keller ein. Dort hätten sie mehrere Türen aufgebrochen, um zu den Schließfächern zu gelangen. Wie viele Schließfächer es in der betroffenen Volksbank-Filiale gibt und wie viele davon aufgebrochen wurden, konnte die Polizei am Abend noch nicht sagen.

Mitarbeiter klagten über Übelkeit

Aufgefallen war der Einbruch, weil Mitarbeiter der Bankfiliale plötzlich über Unwohlsein und Übelkeit geklagt hatten. Der Grund dafür sei eine unbekannte Flüssigkeit gewesen, die die Täter im Keller versprüht hätten, sagte ein Polizeisprecher. Sie habe sich unter anderem auf Türklinken befunden. Worum es sich dabei handelte und wozu die Einbrecher die Flüssigkeit genutzt hätten, sei noch unklar. Kollegen hätten sofort den Rettungsdienst alarmiert, als die Übelkeitsfälle auftraten, hieß es weiter. Sämtliche Mitarbeiter seien aus dem Haus geholt worden. Der Grund für das Unwohlsein habe sich dann erst später gezeigt, erläuterte der Polizeisprecher.

Die Gemeindefeuerwehr rückte aus und sperrte den Bereich um die betroffene Filiale weiträumig ab. Auch ein ABC-Zug sei im Einsatz gewesen, berichtete die "Kreiszeitung" in Syke. "Die Feuerwehr stellte bei der Überprüfung der Räumlichkeiten unter Atemschutz keine erhöhten Messwerte fest", hieß es von der Polizei. Zwei Mitarbeiter der Bank seien vom Rettungsdienst versorgt worden, sie seien aber nicht verletzt gewesen.

Die Bankfiliale liegt an einer belebten Straße in der Nähe des Rathauses der Kleinstadt Stuhr. Die Polizei prüft jetzt, ob es im und um das Gebäude eine Kameraüberwachung gibt. Unklar ist bislang, wie viele Täter am Werk waren und wie sie geflüchtet sind.

Zu der Bank sagte der Polizeisprecher, es handele sich um eine eher kleine Filiale. Zum Zeitpunkt des Einbruchs sei die Bank wegen Mittagspause geschlossen gewesen, bevor sie am Nachmittag wieder geöffnet habe. "Soviel Zeit können die Täter nicht gehabt haben", sagte der Polizeisprecher.

Ende Dezember waren im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen Einbrecher durch ein Bohrloch in den Tresorraum der dortigen Sparkasse gelangt. Sie brachen mehr als 3000 Schließfächer auf und flohen mit Gold, Bargeld und anderen Wertsachen in Millionenhöhe.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

NiedersachsenKriminalitätBanken