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Unglück in ÖsterreichDeutscher stürzt in den Alpen 25 Meter in Felstrichter

23.03.2026, 19:12 Uhr
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Mit einem Hubschrauber wurde der Verletzte in eine Klinik geflogen. (Foto: Bergrettung Leogang)

Bei einer Tour in den österreichischen Alpen kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall. Ein Mann aus dem Landkreis Traunstein fällt in einen Felstrichter und stürzt mehrere Meter in die Tiefe. Der 66-Jährige hat Glück im Unglück.

Ein Skitourengeher aus Bayern hat in Österreich einen 25-Meter-Absturz in eine Doline fast unverletzt überstanden. Der 66-Jährige aus dem Landkreis Traunstein habe lediglich eine Schulterverletzung erlitten, teilte die Bergwacht mit. Der Mann dürfte bei seiner Skitourenabfahrt abseits der Pisten den Felstrichter übersehen haben. Daraufhin alarmierten seine drei Begleiter die Rettungskräfte.

"Wir haben ihn mittels Mannschaftsflaschenzug aus der Doline geborgen. Er hatte wirklich viel Glück", so ein Sprecher der Bergrettung Salzburg. Ein Hubschrauber transportierte den 66-Jährigen im Anschluss in eine Klinik. Der Unfall passierte am Sonntagnachmittag auf etwa 2000 Meter Seehöhe im Gebiet von Leogang im Bundesland Salzburg. An dem Einsatz waren Hubschrauber und 14 Einsatzkräfte von Bergrettung und Alpinpolizei beteiligt.

Eine Doline ist eine natürliche Vertiefung im Boden, die in Gebieten mit kalkhaltigem Gestein entsteht. Sie bildet sich, wenn Regenwasser das Gestein im Untergrund langsam auflöst oder dort Hohlräume auswäscht. Wenn die Erde darüber nachgibt oder eine Höhlendecke plötzlich einbricht, sackt der Boden ein und es entsteht eine Grube. In den Hochlagen der Leoganger Steinberge sind diese Krater oft mit Schnee gefüllt oder von einer glatten Schneedecke überdeckt, was sie im Winter zu einer unsichtbaren Gefahr machen kann. Die Leoganger Steinberge zählen zu den markantesten Kalkgebirgen der nördlichen Ostalpen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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