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Im Drogenrausch Kind missbraucht Vater muss für Baby-Tötung in Psychiatrie

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Der Prozess gegen den Vater fand vor dem Kieler Landgericht statt.

(Foto: picture alliance / Angelika Warm)

Unter dem Einfluss von Alkohol und halluzinogenen Pilzen missbraucht und tötet ein junger Vater seine eigene Tochter. Ein Gericht verurteilt den 19-Jährigen nun zu einer Jugendstrafe und Unterbringung in einer Psychiatrie. Das Tatmotiv des Angeklagten bleibt jedoch auch nach Prozessende unklar.

Weil er seine einen Monat alte Tochter im Alkohol- und Drogenrausch sexuell missbraucht und brutal getötet hat, ist ein 19-Jähriger aus Kiel zu einer achtjährigen Jugendstrafe samt Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus verurteilt worden. Das Landgericht der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt sprach ihn nach Angaben einer Sprecherin des Totschlags und mehrerer Sexualdelikte schuldig.

Im April vorigen Jahres war die Polizei zu der Adresse des Angeklagten gerufen worden, weil der 19-Jährige dort Krawall machte. In der Wohnung stießen die Beamten dann auf den Säugling. Obwohl sie sofort mit der Wiederbelebung begannen und diese kurz darauf von einem Notarzt fortgesetzt wurde, kam für das Kind jede Hilfe zu spät.

Wie sich im Prozess herausstellte, hatte sich der Mann unter dem Einfluss von Alkohol und halluzinogenen Pilzen an seiner Tochter vergangen und diese danach gegen eine Wand geschlagen. Die Tat ereignete sich in der Wohnung, in der er mit der Kindesmutter und deren Mutter lebte.

Nach Feststellungen des Gerichts liegt bei dem Angeklagten eine Persönlichkeitsstörung vor. Sein Motiv für die Tötung blieb letztlich unklar, vor Gericht schwieg er. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen Mordes gefordert. Direkt vor der Tat war er nach Feststellungen des Gerichts unbekleidet auf der Straße unterwegs, hatte Autos beschädigt und skurrile Anrufe bei der Polizei getätigt.

Quelle: n-tv.de, jpe/AFP

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