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Das Baby störte beim SchlafenVater soll Säugling ermordet haben

06.02.2018, 17:37 Uhr
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(Foto: picture alliance / Friso Gentsch)

Weil es seinen Tagesablauf störte, soll ein Vater sein nur wenige Wochen altes Kind gequält haben. Um die Misshandlungen zu vertuschen, soll er das Neugeborene schließlich erstickt haben. Die Mutter ist nicht eingeschritten. Nun sitzen beide in Untersuchungshaft.

Ein 29-jähriger Vater soll in Mönchengladbach sein Baby getötet haben, um vorangegangene schwere Misshandlungen zu vertuschen. Gegen den Mann wurde nach Angaben der Ermittler Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Da er sich nach der Geburt des Kindes in seinen Gewohnheiten eingeschränkt fühlte und nicht mehr bis mittags schlafen konnte, habe er angefangen, seinen Sohn zu quälen - vier Wochen nach der Geburt des Babys, sagte ein Ermittler.

Als der Zustand des Kindes auch durch innere Verletzungen immer schlechter geworden sei und die Mutter zum Arzt habe gehen wollen, habe der Vater in der Nacht zu vergangenen Donnerstag beschlossen, das Kind zu töten. Rechtsmediziner hatten bei der Obduktion den Erstickungstod des Jungen festgestellt.

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die 30-jährige Mutter von den Misshandlungen des Vaters wusste und sie trotzdem nicht verhinderte. Die Frau sitze wegen Verdachts auf Totschlag und der Misshandlung von Schutzbefohlenen durch Unterlassen in Untersuchungshaft. Zur Frage, ob Überforderung als Grund für die Tat infrage komme, sagten die Ermittler: "Überforderung als Grund ist uns zu einfach. Man kann immer Hilfe bekommen, wenn man sich überfordert fühlt."

Quelle: hny/dpa

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