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Polizei sucht ZeugenVerdacht auf Sabotage: Kabel an Bahnstrecke zerschnitten

25.08.2026, 11:50 Uhr
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Die Deutsche Bahn war durch eine Fehlermeldung auf den Fall aufmerksam geworden. (Foto: picture alliance/dpa)

In der Nähe von Stuttgart sollen Unbekannte in einen Betonschacht gelangt sein und Kabel durchtrennt haben. Die Folge: Störungen bei Bahnverkehr, Internet und Telefon. Der Staatsschutz ermittelt.

An der Bahnstrecke zwischen Backnang und dem Stadtteil Maubach im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis sollen Unbekannte mehrere Kabel durchtrennt und damit Datenausfälle und Einschränkungen im Zugverkehr verursacht haben. Sie verschafften sich nach Polizeiangaben Zugang zu einem Betonschacht unter einer Brücke und in der Nähe der Gleise und durchtrennten dort die Kabel.

Bauarbeiten schließt die Polizei als Ursache für den Schaden an der Strecke nordöstlich von Stuttgart eher aus. "Der erste Anschein hat nicht nach einem Bagger ausgesehen, dem das aus Versehen passiert ist", sagte ein Polizeisprecher in Aalen. "Sondern es schaut aus, als habe das jemand mutwillig durchschnitten."

Die Fachinspektion Staatsschutz der Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Sabotage. An dem Schacht unter einer Brücke seien von ihr wahrscheinlich Werkzeugspuren gesichert und DNA-Spuren gesucht worden, sagte der Polizeisprecher.

Die Deutsche Bahn war demnach am Sonntag durch eine Fehlermeldung auf den Fall aufmerksam geworden. Durch Datenausfälle waren der Zugverkehr sowie die Internet- und Telefonversorgung in der 38.000-Einwohner-Stadt Backnang beeinträchtigt, wie die Polizei mitteilte. Inzwischen fahren die Züge wieder weitgehend pünktlich an der betroffenen Stelle vorbei. Die Strecke im Rems-Murr-Kreis sei lediglich in der Nacht von Sonntag auf Montag von etwa Mitternacht bis 3.30 Uhr morgens gesperrt gewesen, um die beschädigten Kabel in dem Betonschacht zu reparieren.

Die Ermittler suchen nun Zeugen, die auf den Feld- und Wanderwegen in der Gegend verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Auch um Hinweise zu möglichen Arbeitern, die unter Umständen durch mitgeführtes Werkzeug aufgefallen seien, werde gebeten, hieß es.

Quelle: ntv.de, are/dpa

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