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Feuerwerksunglück in Indien Verdächtige nach Feuer-Katastrophe in Haft

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Durch die Explosion eines Schuppens mit Feuerwerkskörpern brachen mehrere Gebäude im Umkreis zusammen.

(Foto: dpa)

Bei Feierlichkeiten zum Hindu-Neujahr kommt es in Südindien zu einem fatalen Unglück. Mehr als 100 Menschen werden getötet, als ein Schuppen mit Feuerwerkskörpern explodiert. Nun machen die Behörden die ersten Verantwortlichen ausfindig.

Das schwere Feuerwerksunglück mit mehr als 100 Toten im südindischen Bundesstaat Kerala hat erste Konsequenzen. Die Polizei nahm am späten Abend fünf Mitarbeiter des Feuerwerk-Veranstalters fest. Einer der Veranstalter ist flüchtig. Ein anderer wird noch im Krankenhaus behandelt, weil er selbst schwere Verletzungen bei dem Unglück erlitten hatte.

In der Nacht zum Sonntag hatte um den Puttigal-Tempel ein mehrstündiges Feuerwerk stattgefunden, um das hinduistische Neujahrsfest Vishu zu feiern. Gegen 3.30 Uhr fing ein Schuppen Feuer, in dem Feuerwerkskörper gelagert wurden. Die anschließende Explosion brachte auch ein angrenzendes Verwaltungsgebäude aus Beton zum Einsturz und beschädigte den Tempel.

Laut Polizeiangaben wurden mindestens 106 Menschen getötet und mehr als 350 verletzt. Den Behörden in Kerala zufolge fand das Feuerwerk ohne Genehmigung statt. Große Feuerwerke sind insbesondere in Südindien üblich und werden oft auch ohne Genehmigung abgebrannt. Dabei kommt es regelmäßig zu Unfällen.

Es hätte noch mehr Opfer geben können

Das Feuer brach aus, nachdem drei Viertel des Feuerwerks bereits abgebrannt waren. "Sonst hätte es noch viel, viel, viel mehr Opfer gegeben", sagte der Abgeordnete N.K. Premachandran zu NDTV. Die Zahl der Toten könnte zudem noch steigen, da viele Verletzte schwerste Verbrennungen erlitten. "Es wird auch viele Amputationen geben", sagte der Arzt D. Mohandas vom Krankenhaus Thiruvananthapuram.

Am Sonntagnachmittag hatte der indische Premierminister Narendra Modi die Unfallstelle und einige Überlebende im Krankenhaus besucht. Die indische Regierung werde der Staatsregierung in Kerala alle mögliche Hilfe zur Verfügung stellen, ließ er anschließend mitteilen.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa/AFP

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