Panorama

Dreifachmord von VillingendorfVerdächtiger schweigt zu Vorwürfen

20.09.2017, 15:23 Uhr
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Kriminaloberrat Rolf Straub, Leiter der Kriminalinspektion, verkündete die ersten Erkenntnisse der Ermittlungen. (Foto: dpa)

Die Polizei vernimmt den mutmaßlichen Täter des Dreifachmordes von Villingendorf, doch der sagt vorerst nichts zu den Beschuldigungen. Die Behörden gehen von einem "bewussten Tötungsplan" aus und werfen dem Mann Heimtücke vor.

Der mutmaßliche Todesschütze von Villingendorf hat sich Angaben von Ermittlern zufolge nach seiner Festnahme bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Der 40-jährige Kroate steht im Verdacht, am Donnerstag vergangener Woche seinen sechsjährigen Sohn und zwei Erwachsene getötet zu haben. Der Beschuldigte befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

Zwei Zeugen hatten die Ermittler über den gesuchten Mann informiert. Sie hatten ihn auf der Straße gesehen. Der öffentliche Fahndungsdruck habe zum Ergreifen des Verdächtigen geführt. Zuvor habe die Polizei Hinweise aus ganz Deutschland erhalten, auf denen der Täter offenbar klar zu erkennen war.

Bei seiner Festnahme hatte der mutmaßliche Täter mehrere Taschen bei sich getragen. In einer davon war eine Waffe versteckt, bei der es sich den Vermutungen der Ermittler zufolge um die Tatwaffe handelt. Sie wird zurzeit im kriminaltechnischen Institut des Landeskriminalamtes in Stuttgart in Augenschein genommen. Nach ersten Erkenntnissen stammt sie aus jugoslawischer Produktion.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem "bewussten Tötungsplan" aus, der die Opfer vorsätzlich mit einbezogen hat. Daher sei der Mord unter dem Merkmal der "Heimtücke" einzuordnen, worin Überraschung und Wehrlosigkeit der Opfer vorausgesetzt werden.

Quelle: mba/dpa

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