Panorama

Vergewaltigung mit Wolfsmaske Verdächtiger war einschlägig vorbestraft

Der Tatverdächtige, der in München eine elfjährige Schülerin vergewaltigt haben soll, ist nach Angaben der Polizei einschlägig vorbestraft und unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs an Kindern verurteilt. Die Ermittler fassen den Mann mit der Wolfsmaske durch einen Treffer in der DNA-Datenbank.

Der Mann, der offenbar eine Schülerin in München missbraucht hat, ist nach Angaben der Polizei bereits unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs vorbestraft und lebte zum Tatzeitpunkt in einer therapeutischen Wohngruppe im Stadtteil Großhadern.

060092e79840f9ee06448423a85c6167.jpg

Vor allem die DNA-Spuren halfen der Polizei, den Verdächtigen zu finden (im Bild: Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins).

(Foto: dpa)

Es handele sich um einen 43-jährigen Deutschen, erklärte die Polizei München am Donnerstagnachmittag. Er sei sieben Mal "einschlägig" vorbestraft. Nach seiner letzten Verurteilung wurde eine Unterbringung von vier Jahren und elf Monaten in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Zum jetzigen Zeitpunkt wohnte er aber in einer Wohngruppe, weil zuletzt seine Auflagen gelockert worden waren.

Nach der öffentlichen Fahndung nach dem Mann mit der Wolfsmaske sei eine "Vielzahl an Hinweisen aus der Bevölkerung" eingegangen, berichtete Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Rund 100 Fahnder seien bei den Ermittlungen im Einsatz gewesen.

Polizeidatenbank meldet den Treffer

*Datenschutz

Entscheidend waren allerdings die DNA-Spuren. Laut Polizei gab es viele verwertbare DNA-Spuren an Körper und Kleidung des Opfers, die bei der Suche hilfreich waren. So ergab sich beim Abgleich der DNA-Fragmente in der Täter-Datenbank der Polizei ein Treffer. Mithilfe der Daten konnten die Ermittler den Tatverdächtigen identifizieren und schließlich ausfindig machen.

Die Staatsanwaltschaft kündigte an, Haftbefehl wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs in Tateinheit mit Vergewaltigung und Nötigung zu beantragen. Am Freitag soll der Mann dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Die Ermittler hätten den 43-Jährigen an seinem Arbeitsplatz festnehmen können, teilte die Polizei mit. Der Verdächtige versuchte zu fliehen, konnte allerdings durch die Beamten gestoppt werden. Der Beschuldigte machte zunächst keine Aussage. Die Ermittler vermuten, dass der Mann seinem elfjährigen Opfer schon in der S-Bahn auflauerte und ihm später in den Park folgte, wo er sich dann an ihm verging.

Quelle: n-tv.de, sgu

Mehr zum Thema