Panorama

Flugzeug kollidiert mit Heli Vier Deutsche sterben bei Crash auf Mallorca

Als ein Hubschrauber und ein Kleinflugzeug über Mallorca zusammenstoßen, überlebt keiner der Insassen. Der Helikopter gehört einem hessischen Unternehmen. Auch vier Menschen aus Deutschland sind unter den Opfern.

Bei der Kollision eines Hubschraubers mit einem Ultraleichtflugzeug über der spanischen Ferieninsel Mallorca sind auch vier Deutsche ums Leben gekommen. Das bestätigte das Auswärtige Amt am Morgen. n-tv Informationen zufolge handelt es sich bei den Opfern um eine Familie aus München, die beiden Kinder waren neun und elf Jahre alt. Das Bayerische Landeskriminalamt bestätigte dies und teilte unter Berufung auf das Ministerium mit, dass das verunglückte Ehepaar 43 und 31 Jahre alt war.

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Insgesamt sieben Menschen starben bei der Kollision.

(Foto: picture alliance/dpa)

Insgesamt starben bei dem Unglück sieben Menschen, wie die Regierung der Balearen mitgeteilt hatte. Der Pilot des Hubschraubers, in dem sich die vier Deutschen befanden, war Berichten zufolge Italiener. In dem Flugzeug saßen laut Balearen-Regierung zwei Menschen - vermutlich Spanier. Das Unglück hatte sich am frühen Sonntagnachmittag aus zunächst unbekannter Ursache nahe der Stadt Inca im Inneren der Mittelmeerinsel ereignet. Beide Fluggeräte gingen in Flammen auf. Überlebende gab es nicht.

"Unfallursache noch völlig unklar"

Die deutsche Firma Rotorflug Helicopters bestätigte den tödlichen Absturz einer ihrer Hubschrauber. "Die Unfallursache ist noch völlig unklar", teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in Friedrichsdorf bei Frankfurt/Main mit. "Das Luftfahrt-Bundesamt sowie das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung wurden bereits durch die Rotorflug informiert. Die Behörden nehmen die Ermittlungen auf." Rotorflug bietet laut Webseite Rundflüge über Mallorca an - auf drei Routen von 15 bis 30 Minuten für 87 bis 167 Euro.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf Twitter: "Meine Solidarität und mein Beileid für die Familien der Opfer dieses tragischen Unfalls." Balearen-Präsidentin Francina Armengol erklärte: "Wir sind besorgt und entsetzt über den Unfall. Unsere Gedanken sind bei den Opfern." Sie rief in der Region eine dreitägige Trauer aus.

"Schrecklicher Knall"

Wrackteile des Helikopters lagen in der Nähe einer alten Landstraße. Das Kleinflugzeug stürzte auf das Gelände einer Finca, wie Sebastià Oriol, Dezernent für Sicherheit der Gemeinde Inca, dem Lokalsender IB3 sagte. Nahe liegende Häuser seien nicht getroffen worden, schrieb die Zeitung "Ultima Hora".

Unter den Bewohnern der Region herrsche Bestürzung, berichtete das "Diario de Mallorca". Ein Mann berichtete von einem "schrecklichen Knall". Augenzeugen seien mit eigenem Gerät zur Unglücksstelle gelaufen und hätten begonnen, die Flammen zu löschen, bevor die Rettungsdienste eintrafen. Zur Unfallstelle geeilte Ärzteteams hätten aber nichts mehr für die Verunglückten tun können.

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Quelle: n-tv.de, bad/mau/dpa/jpe

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