Panorama

Opfer noch immer gelähmt Vier Jahre Gefängnis für Ku'damm-Raser

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Die Wucht der Kollision war so stark, dass mehrere parkende Fahrzeuge auch durch herumfliegende Autoteile beschädigt wurden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weil er seine Beifahrerin beeindrucken will, rast ein Mann in Berlin mit bis zu 132 Kilometern pro Stunde über den Ku'damm - und verletzt bei einem Unfall im Sommer 2020 eine Mutter und ihre Tochter schwer. Nun wird der 29-Jährige für seine Tat verurteilt.

Nach einem Raserunfall auf dem Kurfürstendamm mit zwei schwer verletzten Frauen ist der Angeklagte zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sprach den 29-Jährigen unter anderem der schweren und der gefährlichen Körperverletzung sowie Unfallflucht schuldig.

Bei dem Unfall am Abend des 31. August 2020 wurden eine Mutter und ihre Tochter schwer verletzt. Die 17-jährige Tochter war im Prozess Nebenklägerin, ihre Mutter ist seit dem Unfall gelähmt. Der Angeklagte hatte umfassend gestanden. Er habe Gas gegeben, um seiner Beifahrerin zu imponieren, erklärte er zu Prozessbeginn vor einem Monat. Ihm sei bewusst gewesen, dass er durch maximale Beschleunigung andere Verkehrsteilnehmer gefährden könnte.

Der Angeklagte ließ während der Verhandlung über seinen Anwalt erklären, er sei damals mit einer Urlaubsbekanntschaft und einem Freund unterwegs gewesen. Das Auto habe er extra für den Besuch der Frau gemietet. "Mir ist bewusst, dass ich den beiden Geschädigten durch mein Verhalten großes Leid zugefügt habe", hieß es in der Erklärung weiter.

Er soll in einem Mietfahrzeug mit 530 PS den Ku'damm mit bis zu 132 Kilometern pro Stunde entlang gerast sein und den Wagen auch dann nicht abgebremst haben, als das Auto der Frauen die Straße queren wollte. Dessen Fahrerin wurde bei der Kollision lebensgefährlich verletzt.

Die Wucht der Kollision war so stark, dass mehrere parkende Fahrzeuge auch durch herumfliegende Autoteile beschädigt wurden, hieß es. Der Angeklagte soll zusammen mit den weiteren Insassen des Mietautos den Unfallort verlassen haben. Er wurde erst einen Monat später festgenommen.

Quelle: ntv.de, hek/dpa

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