Panorama

Blutige Taten in New York Vier Obdachlose mit Metallstange erschlagen

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Die Polizei untersucht einen der Tatorte in Manhattan.

(Foto: REUTERS)

In einer Nacht werden in New York gleich vier Obdachlose auf brutalste Art erschlagen. Als die Polizei einen der Tatorte untersucht, fällt ihnen ein Mann auf, der einen blutverschmierten Gegenstand mit sich trägt. Dabei könnte es sich um die Tatwaffe handeln.

Ein Angreifer hat im New Yorker Stadtteil Manhattan vier schlafende Menschen erschlagen, die vermutlich obdachlos waren. Ein fünftes Opfer brachten Rettungskräfte schwer verletzt ins Krankenhaus, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Die Beamten nahmen demzufolge kurz nach der Attacke in der Gegend einen 24-Jährigen fest, der eine Metallstange bei sich trug. Die Stange habe vor Blut getrieft, berichtet die "New York Times".

Den Berichten zufolge gehen die Ermittler davon aus, dass der Angreifer ebenfalls obdachlos ist. Die Opfer wurden wenige Straßenblöcke voneinander entfernt im Viertel Chinatown gefunden. Ein Motiv für die Tat war zunächst nicht bekannt. Die "New York Times" berichtet außerdem, der Verdächtige habe sich selbst auf einem Video identifiziert, das ihn mit der Metallstange in Tatortnähe platzieren könnte. Bill de Blasio, der Bürgermeister der Stadt, erklärte er wolle "mehr Ressourcen darauf verwenden, ähnliche Tragödien in Zukunft zu vermeiden".

Obdachlosigkeit ist ein stetig wachsendes Problem in New York. Im Januar wurden 3588 auf der Straße, in U-Bahn-Stationen oder an anderen öffentlichen Plätzen lebende Menschen gezählt. Zusätzliche 62.000 Obdachlose sind in dem System der Obdachlosenheime registriert.

Quelle: n-tv.de, agr/dpa