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Ciesek widerspricht Lauterbach Virologin: Asthmaspray Budesonid kein "Game-Changer"

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Die Covid-Studie zu Budesonid hat laut Ciesek "einige Schwächen".

(Foto: imago images/Jürgen Schwarz)

Während die Impfstoffe vor einem schweren Covid-Verlauf schützen sollen, wird dem Asthmaspray Budesonid nachgesagt, bereits im Frühstadium nach ein Coronainfektion zu wirken. Gesundheitsexperte Lauterbach spricht sogar von einem "Game Changer". Eine führende Virologin sieht das allerdings anders.

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek ist skeptisch, dass das Asthmaspray Budesonid beim Kampf gegen Covid-19 entscheidend sein wird. "Ich würde es nicht als "Game Changer" bezeichnen", sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update".

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte die in "The Lancet" veröffentlichte Studie der Universität Oxford einen möglichen "Game Changer" genannt. "Die Ergebnisse machen klinisch Sinn, weil die antientzündliche Wirkung in der Lunge den Verfall der Lungenfunktion verhindern kann", schrieb der Mediziner auf Twitter. Es gebe zudem kaum Nebenwirkungen.

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Die Studie habe aber "einige Schwächen", entgegnete Ciesek: Wenige Patienten, keine Kontrollgruppe - vor allem aber habe sich der Sauerstoffbedarf der Patienten nach Gabe des Sprays nicht verändert. "Dennoch macht es natürlich Hoffnung", sagte Ciesek. Es sei möglich, "dass es vielleicht Subgruppen gibt, die davon profitieren". Auf keinen Fall sollten sich Menschen jetzt auf eigene Faust Budesonid besorgen. "Man sollte es vor allem nicht prophylaktisch nehmen, bevor man sich überhaupt infiziert, das würde gar nichts bringen und wäre sogar kontraproduktiv."

Nicht allzu viel Hoffnung setzen würde Ciesek in UV-Strahlen und Vitamin D. Vitamin D3 zur Behandlung von Covid-19 wird in deutschen Kliniken nicht mehr in der Leitlinie empfohlen. UV-Licht mache zwar Erreger unschädlich - aber nur, wenn diese frei im Raum seien, nicht in menschlichen Zellen. "Es ist sicher nicht falsch, wenn sich jemand auf den Balkon in die Sonne setzt. Ich würde mir nur nicht viel davon erwarten", sagt Ciesek.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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