Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Vom "Kältemonster" und "Russenpeitsche"

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In Baden-Württemberg fiel richtig viel Schnee.

(Foto: dpa)

Das Wochenende schrieb vor allem im Süden Deutschlands eine durchaus schneereiche Geschichte. Angeführt wird die Neuschnee-Rangliste vom bayrischen Weißenhorn-Oberreichenbach. Dort fielen bis heute in der Früh 30 Zentimeter. Die nachfolgenden Orte liegen in Baden-Württemberg: Gammertingen (mit 23 Zentimeter), Burladingen-Hausen oder Biberach an der Riß (jeweils mit 22 Zentimetern) sowie Rottweil oder Ehingen-Kirchen (mit je 21 Zentimetern). 20 Zentimeter kamen in Villingen-Schwenningen beisammen. Jetzt werden die Schneefälle aber immer weniger beziehungsweise seltener. Denn von Nordosten setzt sich zur Mitte der neuen Wetterwoche trocken-kalte Festlandsluft durch, die dann auch der Sonne reichlich Platz am Himmel machen und weiterhin für frostige Nächte sorgen wird. Unter Aufklarungen und über Schnee auch gerne mal mit strengem Frost unter minus 10 Grad.

Auch das Fröstelgefühl, also die gefühlte Temperatur, erinnert uns in den kommenden Tagen daran, dass der Winter bei Weitem noch nicht vorbei ist. Und schließlich wird über Nordosteuropa und Skandinavien an einem denkwürdigen Monatsfinale gebastelt. Hier sammelt sich nämlich eine Blase von sehr kalter Winterluft. Und wenn diese ab dem nächsten Wochenende beziehungsweise zum Monatsende tatsächlich angezapft wird, dann dürfte sich der Dauerfrost übers Land legen und für Schlagzeilen aus der Kategorie "Russenpeitsche" oder "sibirisches Kältemonster" sorgen. Wir sind gespannt und schauen derweil auf die nächsten Tage.

Nacht zum Montag

Hoch "Enric" liegt über uns und sorgt zunächst einmal für trockenes, oft klares und dementsprechend kaltes Winterwetter. Am kältesten ist es überm Schnee im Süden mit minus 10 bis minus 6 Grad. Ansonsten ist es nicht ganz so kalt mit minus 5 bis minus 2 Grad. Dabei müssen wir streckenweise auch mit Reifglätte rechnen. Außerdem breiten sich später auch mal Dunst-, Nebel- oder Hochnebelfelder aus. Am ehesten vom Frost verschont bleiben übrigens die Küstenabschnitte, wo die Luft übers Wasser herangeweht wird.

Montag

Mehrheitlich trocken startet die neue Woche, auch wenn es die Sonne gegen die Mischung aus Nebel oder Hochnebel nicht immer leicht hat. Besonders im Norden sowie in Niederbayern ist es häufiger grau und stellenweise kann dort auch noch etwas Schnee oder Schneegriesel fallen. Außerdem ist es im bayrischen Dauernebel auch dauerfrostig mit minus 1 bis 0 Grad. Im großen Rest erreichen die Spitzentemperaturen zwischen 1 Grad am Alpenrand und bis zu 7 Grad am Niederrhein. 

Dienstag

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander sagt sibirische Kälte für die kommende Wetterwoche voraus.

Etwas Schnee könnte da und dort noch fallen. Einerseits an den Alpen. Andererseits sind auch im Westen sowie im Ostseeumfeld Schneeschauer nicht ganz auszuschließen. Meistens bleibt es aber trocken und von Nordosten kommt die kalte Festlandsluft mit mehr Sonnenanteilen zu uns. Jedoch lebt dabei auch der Nordostwind auf und sorgt zum Nachmittag und Abend für gefühlten Dauerfrost. Zuvor erreichen die gemessenen Werte minus 1 bis plus 6 Grad.

Mittwoch

An den Alpen und von der Ostseeküste her könnte noch etwas Schnee fallen. Vielerorts setzt sich aber nach kalter bis eisiger Nacht die Sonne ganz gut durch. Zunehmend unlustig ist allerdings der teils schneidende Nordostwind, der nicht nur die Kaltluftzufuhr verstärkt, sondern auch das Fröstelgefühl erhöht. Auf den höheren Bergen zum Teil mit Sturmböen und gefühlten Temperaturen unter minus 10 Grad. Und auch bei den gemessenen Temperaturen drückt uns der Winter seinen Stempel auf. Im Bergland meldet sich der Dauerfrost an. Ansonsten werden es häufig 1 bis 4 Grad. Lediglich im Rhein-Main-Gebiet noch bis zu 6 Grad.

Donnerstag             

Verbreitet trocken-kaltes und teilweise sonniges Winterwetter mit Tageshöchstwerten zwischen minus 3 Grad am Erzgebirge und bis zu plus 5 Grad am Oberrhein. Außerdem weht weiterhin ein mitunter strammer Ostwind. 

Freitag und am Wochenende

Fakt ist, der Frühling kommt auch am Wochenende nicht. Die einzige Frage, die sich stellt: Bleibt es nur kalt oder wird es sogar richtig eisig? Ein Teil des arktischen Kaltluftkörpers setzt sich nämlich derzeit in Bewegung und kommt uns zum Wochenende hin gefährlich nahe. Die Meinungen der Wettermodelle gehen aber auseinander, ob dieser uns voll trifft, nur den Osten streift oder sich gänzlich Richtung Südeuropa bewegt. Sollten wir wirklich voll getroffen werden, dann wäre dies natürlich nichts Neues. Das letzte Mal gab es das Anfang Februar 2012. Aber es ist halt auch nicht alltäglich. Dabei würde sich vermutlich selbst im Westen leichter Dauerfrost einstellen. Solche Wetterlagen haben zudem auch immer überraschende Schneeoptionen zu bieten. Außerdem kann die Erhaltungsdauer solcher Wetterlagen schon mal recht lang sein. Wenn es also ganz dumm läuft, dann haben wir Winter bis weit in den März hinein.

Quelle: n-tv.de

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