Panorama

Mehr Impfstoff für EU ab April Von der Leyen verspricht "doppelt so viel"

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Deutschland könnte pro Monat bald 20 Millionen Vakzin-Dosen erhalten - und müsste das Impftempo deutlich anziehen.

(Foto: picture alliance / Pressebildagentur ULMER)

Ab dem zweiten Quartal sollen in der EU mehr Impfstoff-Dosen als bislang zur Verfügung stehen. Kommissionschefin von der Leyen erwartet etwa 100 Millionen pro Monat - das Doppelte der Menge, die für März erwartet wird. Deutschland müsste dafür seine Impfkapazitäten deutlich ausbauen.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen rechnet mit einer deutlichen Beschleunigung der EU-weiten Corona-Impfkampagne ab April. Die Impfstoff-Liefermengen könnten sich ab April "nach den Plänen der Hersteller nochmal verdoppeln, auch weil weitere Impfstoffe vor der Zulassung stehen", sagte sie im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Pro Monat erwarte sie im zweiten Quartal die Lieferung von rund 100 Millionen Impfstoff-Dosen.

Dies würde eine massive Aufstockung der bisher bereitgestellten Impfstoff-Mengen bedeuten. Von der Leyen sagte den Zeitungen, im Januar seien rund 20 Millionen Impfstoff-Dosen in die EU geliefert worden, im Februar seien es bereits rund 30 Millionen gewesen. Für März erwarte die EU rund 50 Millionen Dosen.

Bei einer Lieferung von 100 Millionen Impfstoff-Dosen pro Monat in die EU müssten in Deutschland den Zeitungen zufolge etwa 20 Millionen Dosen ausgeliefert und verimpft werden. Dafür müssten die hiesigen Impfkapazitäten deutlich hochgefahren werden: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden mit Stand am vergangenen Freitag seit dem 28. Dezember insgesamt nur rund 7,3 Millionen Impfungen in Deutschland verabreicht.

Von der Leyen machte in dem Interview auch Hoffnung auf ein sicheres Reisen im Sommer. Wichtig sei aber, "dass jetzt alle ihre Hausaufgaben machen", sagte sie mit Blick auf die Regierungen der Mitgliedstaaten. Die CDU-Politikerin verwies unter anderem auf die fehlende Verknüpfung vieler verschiedener Corona-Apps in Europa. "Es gibt sogar zwei Staaten, die ganz andere Systeme fahren, und deshalb keine Daten austauschen können", kritisierte sie.

Die EU plant bis zum Sommer einen europaweit gültigen Impfpass, durch den Urlaubsreisen ermöglicht werden sollen. Beim EU-Gipfel im Februar hatte die EU-Kommission zugesichert, innerhalb von drei Monaten den Rechtsrahmen sowie die digitale Verknüpfung für den Impfausweis sicherzustellen. "Dass in drei Monaten eine digitale Verbindung stehen kann, das hat die Kommission schon bei der Covid-Kontaktverfolgungs-App bewiesen", zeigte sich von der Leyen zuversichtlich.

Quelle: ntv.de, chf/AFP

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