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Ausbruch im Kongo WHO beruft Ebola-Krisenausschuss ein

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Um eine Ansteckung mit dem Ebola-Virus zu verhindern, desinfizieren sich die Helfer im kongolesischen Behandlungszentrum.

(Foto: Al-Hadji Kudra Maliro)

Das gefährliche Ebola-Virus breitet sich im Kongo immer weiter aus. Seit Juli sind bereits 130 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben. Die WHO schaltet in den Krisenmodus. Zudem könnte sich das Virus auf anderen Länder ausbreiten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo einen Krisenausschuss einberufen. Die Experten sollen entscheiden, ob angesichts der wachsenden Zahl von Fällen die Weltgesundheit bedroht ist, teilte die WHO am Montag mit. Es besteht die Gefahr, dass sich die Infektionskrankheit auf Uganda und Ruanda ausweitet. Der Ausschuss könnte Empfehlungen geben, mit welchen Mitteln die Verbreitung von Ebola eingedämmt werden könnte.

Nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums erkrankten in der vergangenen Woche 33 Menschen neu an Ebola, 24 von ihnen seien gestorben. Seit Juli gab es rund 200 Verdachtsfälle, 130 Menschen starben. Bei einem Ausbruch von Ebola in den westafrikanischen Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea kamen zwischen 2013 und 2016 mindestens 11.300 Menschen ums Leben.

Der Ebola-Ausbruch in der Provinz Nord-Kivu ist bereits die zehnte Epidemie im Kongo seit der Entdeckung der Krankheit dort in den 1970er-Jahren. Das zentralafrikanische Land hat daher Erfahrung in der Bekämpfung kleinerer Ausbrüche der nach einem kongolesischen Fluss benannten Krankheit.

Die neue Epidemie betrifft allerdings eine Großstadt und ein Gebiet mit problematischer Sicherheitslage. Die Weltgesundheitsorganisation warnte erst am Freitag, dass die feindselige Haltung von Teilen der Bevölkerung in Beni und anhaltende Rebellen-Angriffe in Nord-Kivu große Risiken für die Bekämpfung des Virus darstellten. Die Großstadt Beni entwickelt sich zusehends zum Zentrum der gegenwärtigen Epidemie.

Quelle: n-tv.de, lle/rts/dpa

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