Panorama

Länder schicken LöschflugzeugeWaldbrände: Behörden evakuieren in Südfrankreich 10.000 Menschen

06.07.2026, 15:02 Uhr
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In Südfrankreich sind mittlerweile rund 4600 Hektar Fläche verbrannt. (Foto: picture alliance/dpa/AFP)

In Südfrankreich brennen noch immer Wälder. 10.000 Menschen müssen deshalb ihre Häuser verlassen. Der dritten Tour-de-France-Etappe dürfen keine Zuschauer beiwohnen, da sämtliche Sicherheitskräfte gebraucht würden. Hilfe kommt zudem aus dem Ausland, allerdings bleibt es heiß und trocken.

Wegen eines weiter um sich greifenden Naturbrandes in Südfrankreich sind inzwischen 10.000 Menschen evakuiert worden. Betroffen sind 26 Ortschaften in einem Gebirgsmassiv westlich von Perpignan, wo die Flammen sich inzwischen durch 4600 Hektar Fläche gefressen haben, wie die Präfektur mitteilte. Der Brand wurde durch Wind, große Hitze und vor allem durch eine außergewöhnlich hohe Trockenheit angefacht. Ein Feuerwehrmann sowie ein Anwohner wurden schwer verletzt.

Hilfe bekommen die Feuerwehrleute von insgesamt vier Löschflugzeugen aus Schweden und Zypern. Die Flugzeuge sollen im Laufe des Tages in Südfrankreich ankommen, wie die EU-Kommission mitteilte. Frankreich hatte sie demnach über einen EU-Mechanismus angefordert.

Die Präfektur des Departements Pyrénées-Orientales rief die Menschen in der betroffenen Region dazu auf, die Straßen vollständig für die Feuerwehrkräfte freizuhalten und nicht in die Häuser zurückzukehren, um dort Besitz in Sicherheit zu bringen. Für Firmen, deren Beschäftigte nicht zur Arbeit kommen können, soll eine Kurzarbeitsregelung getroffen werden.

Behörden drohen Bußgeld an

Der ausufernde Brand führte auch zu einer Anpassung der dritten Etappe der Tour de France, die heute durch die betroffene Region führt und nun ohne Zuschauer und Werbekarawane unterwegs sein wird. Alle Sicherheitskräfte müssten sich auf die Bekämpfung des Brandes konzentrieren, erklärte die Präfektur. Wer sich nicht an die Einschränkungen halte, müsse mit einem Bußgeld rechnen.

"Mein wichtigstes Ziel heute ist, die Menschen zu unterstützen, die evakuiert wurden", sagte Präfekt Pierre Regnault de la Mothe. Daher solle "kein einziger Feuerwehrmann" zur Absicherung der Tour de France eingesetzt werden. Für die Feuerwehr habe der "erbitterte Kampf" gegen die Flammen Priorität, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Der staatliche Wetterdienst Météo France warnte für größere Teile Frankreichs vor einer hohen Brandgefahr. Für sieben Departements im Südosten wurde die höchste Warnstufe Rot verhängt, während in 41 weiteren Departements eine hohe Waldbrandgefahr besteht. Auch in anderen Regionen Frankreichs brachen bereits Wald- und Vegetationsbrände aus.

Auch Portugal hat nach Angaben aus Brüssel Hilfe im Kampf gegen Waldbrände angefordert. Spanien schickte demnach Feuerwehrleute und -fahrzeuge ins Nachbarland, hinzu kommen drei Löschflugzeuge aus Spanien und Italien.

Quelle: ntv.de, als/dpa/AFP/rts

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