Panorama

5000 Feuerwehrleute im Einsatz Waldbrände in Russland wüten weiter

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Insgesamt standen rund 725.000 Hektar Wald in Flammen. Das entspricht etwa der Hälfte der Fläche von Schleswig-Holstein.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Seit Wochen kämpfen Tausende Einsatzkräfte in Russland gegen schwere Waldbrände an. Hunderte Brände sind inzwischen gelöscht. Doch die Gefahr ist nicht gebannt, Behörden verhängen den Ausnahmezustand. Anwohner sollen Masken tragen und Fenster abdichten.

Beim Kampf gegen die schweren Waldbrände im Osten Russlands haben Feuerwehrleute Erfolge erzielt. In der besonders betroffenen sibirischen Region Jakutien sei eine weitere Ausbreitung zunächst verhindert worden, teilten die Behörden mit. Demnach ging die Zahl der Brände um 38 zurück.

Dennoch standen rund 725.000 Hektar Waldfläche in Flammen. Das entspricht etwa der Hälfte der Fläche von Schleswig-Holstein. Die Behörden in Jakutien verhängten den Ausnahmezustand. Wohnsiedlungen seien derzeit aber nicht gefährdet, hieß es. Die Behörden riefen die Bewohner wegen des Rauchs auf, im Freien Schutzmasken zu tragen sowie Türen und Fenster mit feuchten Tüchern abzudichten, damit kein giftiger Qualm in die Häuser zieht.

Feuer wüten auch in anderen Landesteilen Russlands. In der Nacht zum Samstag wurden nach Angaben der Forstschutzbehörde mehr als 300 Brände auf einer Fläche von 850.000 Hektar gelöscht. Landesweit seien mehr als 5000 Feuerwehrleute und 47 Löschflugzeuge im Einsatz.

Jedes Jahr stehen im flächenmäßig größten Land der Erde mit seinem für das Klima wichtigen Taiga-Waldgürtel riesige Baumbestände in Flammen. Während einige Regionen auf Regen warten, haben andere Gebiete Russlands mit zu viel Wasser zu kämpfen: In der Region Chabarowsk nahe der Grenze zu China wurden laut den Behörden mehr als 100 Menschen zweier Dörfer in Sicherheit gebracht, weil ein Fluss über die Ufer trat. Das Wasser gehe mittlerweile wieder zurück. Waldexperten von Greenpeace beklagen, dass sich die Situation mit den Bränden wegen des Klimawandels verschärft habe.

Quelle: ntv.de, can/dpa

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