Panorama

Kurz nach Bidens Verordnungen Weitere Blutbäder durch Schusswaffen in USA

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Bei dem Angriff in Texas wurde eine Person getötet, mehrere überlebten schwer verletzt.

(Foto: AP)

In Texas schießt ein Arbeiter in einer Möbelfabrik um sich, in South Carolina bringt ein ehemaliger Football-Profi fünf Menschen um, bevor er sich selbst richtet. Gerade erst hat Joe Biden sein Maßnahmenpaket zur Eindämmung von Schusswaffengewalt vorgestellt.

Kurz nachdem US-Präsident Joe Biden Maßnahmen gegen Schusswaffengewalt präsentiert hat, kam es zu einem erneuten schweren Vorfall dieser Art. In einer Möbelfabrik im Bundesstaat Texas erschoss ein Angreifer am Donnerstag einen Menschen und verletzte mehrere weitere. Zudem teilten Ermittler im Bundesstaat South Carolina mit, dass dort am Mittwoch ein früherer Profifootballer fünf Menschen erschossen habe.

Biden hatte die Schusswaffengewalt als "Seuche" und "Schandfleck" für das Land verurteilt. Der Präsident stellte mehrere Verordnungen zur Eindämmung der Schusswaffengewalt vor. So sollen striktere Regeln für sogenannte Geisterwaffen erlassen werden, die von den Nutzern selber zusammengebaut werden können und keine Seriennummern haben. Neue Vorgaben sollen auch für aufgerüstete Pistolen gelten. Biden rief zugleich den Kongress auf, per Gesetz weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Der Präsident verlangt unter anderem ein Verkaufsverbot für Sturmgewehre sowie umfassendere Hintergrundchecks für Waffenkäufer.

Ob sich dafür im Kongress eine Mehrheit findet, ist allerdings höchst ungewiss. Bidens Demokraten verfügen dort über nur knappe Mehrheiten. Die mächtige Waffenlobby NRA hat im Kongress viele Verbündete, vor allem in den Reihen der oppositionellen Republikaner. In früheren Jahren waren immer wieder Initiativen zur Verschärfung des laxen US-Waffenrechts am Widerstand der Republikaner gescheitert.

Ex-Profisportler erschießt fünf Menschen

Kurz nach Bidens Ansprache im Rosengarten des Weißen Hauses feuerte ein Schütze in einem Werk zur Herstellung von Schränken in der osttexanischen Stadt Bryan um sich. Am Tatort fand die Polizei nach eigenen Angaben ein Todesopfer, mehrere Verletzte wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Der Täter wurde gefasst.

Seine Motive waren zunächst unklar. Der Schütze war den Behörden zufolge ein Angestellter der Fabrik. Er wurde nach kurzer Flucht festgenommen. Wie der örtliche Polizeichef Eric Buske mitteilte, schoss der Täter auf einen Polizisten. Dessen Verletzungen seien schwer, doch sein Zustand sei "stabil", erklärte das texanische Ministerium für öffentliche Sicherheit.

Am Tag zuvor hatte in der Stadt Rock Hill in South Carolina der frühere Profifootballer Phillip Adams fünf Menschen erschossen und anschließend Suizid begangen. Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei den Todesopfern um einen 70-jährigen Arzt, dessen 69-jährige Frau, deren beide Enkelkinder im Alter von fünf und neun Jahren sowie einen 38-jährigen Techniker für Kesselanlagen, der außerhalb des Hauses des Arztes und seiner Familie arbeitete.

Der 32-jährige Adams kehrte nach der Tat den Angaben zufolge in das Haus seiner Eltern zurück, wo er sich während einer Konfrontation mit der Polizei das Leben nahm. Die Motive auch dieses Blutbads waren zunächst unklar, wie der örtliche Polizeichef Kevin Tolson sagte.

Adams' Vater sagte einem Lokalsender, er glaube, dass er die Football-Karriere seinen Sohn "verkorkst" habe. Adams' Profi-Laufbahn in den Jahren 2010 bis 2015 war von Verletzungen geprägt, darunter Gehirnerschütterungen.

In den vergangenen Wochen hatte es bereits in den US-Bundesstaaten Kalifornien, Colorado und Georgia eine Reihe besonders schwerer Schusswaffenangriffe mit jeweils mehreren Toten gegeben. In Orange in Kalifornien erschoss vor einigen Tagen ein Mann in einem Bürogebäude vier Menschen, darunter ein neunjähriges Kind. In Colorado hatte Ende März ein Mann in einem Supermarkt zehn Menschen erschossen. Zuvor hatte ein Täter bei Schusswaffenangriffen auf drei Massagestudios in Georgia acht Menschen getötet, unter ihnen sechs Frauen asiatischer Herkunft.

Quelle: ntv.de, ino/AFP

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