Panorama

Stausee bei Las Vegas Wieder Skelett im Lake Mead gefunden

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"Badewannenring" nennen manche die helle Fläche am Ufer des Lake Mead - dort zeigt sich, wie sehr der Pegel in den vergangenen Jahren abgesunken ist. Der See gibt dabei manches Geheimnis frei.

(Foto: picture alliance / newscom)

Schon wieder gibt der sinkende Pegel des Lake Mead bei Las Vegas Reste eines Skeletts frei. Nun soll versucht werden, die Todesursache zu klären. Bei einem früheren Fund lautete die Diagnose Mord.

Im Stausee Lake Mead nahe der US-Metropole Las Vegas sind zum vierten Mal seit Mai dieses Jahres menschliche Überreste zum Vorschein gekommen. Nach einem Notruf seien am Samstag Teile eines menschlichen Skeletts gefunden worden, teilte die Nationalparkverwaltung NPS mit. Sie wurden an einem Strand im Erholungsbereich des Sees entdeckt, dessen Wasserstand infolge der Dürre stark gesunken ist. Polizeitaucher hätten die Überreste geborgen. Der Gerichtsmediziner versuche nun, die Todesursache festzustellen. In der gleichen Gegend waren bereits am 25. Juli skelettierte Überreste eines Menschen entdeckt worden.

Lake Mead, an der Grenze der Bundesstaaten Nevada und Arizona gelegen, ist einer der wichtigsten Stauseen der USA und versorgt rund 40 Millionen Menschen mit Wasser. Er wurde in den 1930ern im Zuge des Hoover-Dammprojekts geschaffen. Angesichts der anhaltenden schweren Dürre im Westen des Landes sind die Pegelstände allerdings stark gefallen - auf den niedrigsten Stand seit 1937. Allein seit 1983 sei der Wasserstand um fast 52 Meter zurückgegangen, berichteten örtliche Medien. Derzeit sei der See nur zu rund 27 Prozent seiner maximalen Kapazität gefüllt, hieß es unter Berufung auf Satelliten-Aufnahmen der Weltraumbehörde NASA.

Die ersten menschlichen Überreste in dem Stausee waren am 1. Mai entdeckt worden: Die Leiche wies eine Schusswunde auf und war in einem Fass in dem See versenkt worden, vermutlich zwischen Mitte der 1970er und Anfang der 1980er Jahre. Es habe sich ohne Zweifel um einen Mord gehandelt, zitierte der Sender CNN einen Ermittler. Dass die Mafia im Spiel gewesen sein könnte, sei nach jetzigem Stand der Ermittlung reine Spekulation, betonte er. Weitere Überreste wurden am 7. Mai gefunden und einer 23 bis 37 Jahre alten Person zugeordnet. Bei den anderen Toten handele es sich vermutlich um Menschen, die vor Jahren in dem See ertrunken seien, sagte eine Sprecherin der Nationalparkverwaltung dem Sender.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa

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