Panorama

"Wie im Kriegsgebiet" Wildpinkler-Problem plagt die Briten

AP_20153414235591.jpg

Eine geschlossene Toilette in London. Viele Briten wissen sich offenbar auch auf anderem Wege zu erleichtern.

(Foto: AP)

In der Corona-Krise sind die öffentlichen Toiletten in Großbritannien geschlossen, immer mehr Menschen verrichten ihre Notdurft daher einfach in der Öffentlichkeit. Selbst vor dem Feriendomizil der Queen wird nicht haltgemacht. Manch einer sieht sich sogar genötigt, Haus und Garten zu bewachen.

Großbritannien hat mitten in der Corona-Krise ein zunehmendes Toilettenproblem. Immer mehr Briten beschweren sich über Gestank und unangenehme Hinterlassenschaften in Städten, Parks, Wäldern und an Stränden. Ob in London oder in der Nähe des schottischen Landsitzes der Queen: Ausflüge und Treffen von mehreren Menschen sind unter bestimmten Auflagen zwar wieder erlaubt, aber viele öffentliche Klos wegen der Pandemie noch verschlossen.

"Man muss sein Gebäude bewachen, als ob man in einem Kriegsgebiet ist", zitierte der Nachrichtensender Sky News einen Mann aus London, der in der Nähe einer Parkanlage wohnt. "Die Leute kommen einfach um die Ecke und pinkeln sogar auf die Treppe." In Bournemouth an der südenglischen Küste schilderten Anwohner der dpa, dass ihre Vorgärten als Toiletten genutzt werden.

Auch Königin Elizabeth II. dürfte über den Zustand rund um ihr schottisches Schloss Balmoral empört sein. Auf dem offiziellen Twitter-Account wurden mehrere Bilder unter anderem mit Klopapier neben Wegen und Denkmälern veröffentlicht. "Enttäuscht, dass heute so viele Tücher auf dem Anwesen weggeworfen wurden", hieß es darunter.

Normalerweise hält sich die Queen ab Spätsommer für einige Wochen dort auf. Während der Pandemie harrt sie aber mit ihrem Ehemann Prinz Philip auf Schloss Windsor in der Nähe der Hauptstadt aus.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa