Panorama

Temperaturrekord gemessen Wind pustet warme Wochenendluft fort

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Während im Norden die Pegelstände stiegen, war es in Oberbayern äußerst mild, fast frühlingshaft.

(Foto: dpa)

Stürmisch, nass und recht warm - so war das Wetter am Wochenende. In Oberbayern wurde sogar ein neuer Januar-Temperaturrekord für Deutschland gemessen. Die neue Woche startet wieder windig.

So warm wie am Wochenende war es im Januar noch nie in Deutschland. Metereologen maßen am Samstag in Bayern 20,5 Grad. So warm war es in Piding nahe der Grenze zu Österreich. Das war ein Grad mehr als beim bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2007, der ebenfalls in Piding festgestellt worden war.

Gleich mehrere lokale Rekorde purzelten in der Nacht von Freitag auf Samstag. An der Station Perl-Nennig im Saarland etwa lag der nächtliche Tiefstwert bei 11,4 Grad - der höchste, der dort jemals in einer Januarnacht erfasst wurde. "Damit dürfte der 10. Januar 2015 als wärmster Januartag in die Geschichte eingehen", teilte der Deutsche Wetterdienst mit.

Den Sturmtiefs über Deutschland geht allmählich zugleich die Puste aus. Der Montag startet windig, teils stürmisch, nicht mehr zu erwarten sind jedoch heftige Wetterkapriolen und orkanartige Böen wie am Wochenende. Sturmtief "Felix" zieht nach Osten ab. In seinem Rücken weht kalte Meeresluft ins Land.

"Hier wird alles wieder normal"

"Es kommt wieder böses Wetter. Irgendwann. Aber jetzt erst einmal nicht", sagte ein Sprecher der Polizei in Hamburg am Morgen. Aus Bremen hieß es: "Der Sturm hat nachgelassen. Hier wird alles wieder normal." Die Tiefs "Elon" und "Felix" hatten am Wochenende teils erhebliche Schäden angerichtet und vielerorts den Bahnverkehr lahmgelegt. Bei Unfällen gab es Tote und Verletzte.

Die Sturmfluten an der Nordseeküste gingen glimpflich aus. An der Südspitze der Insel Sylt entstanden in der Nacht zu Sonntag auf einer Länge von 500 Metern Abbrüche an Randdünen. Bayern meldete einige Überschwemmungen bei Tauwetter.

Das traditionelle Dresdner Neujahrsschwimmen wurde wegen des steigenden Elbepegels abgesagt. Die Temperaturen sollen den Prognosen zufolge in den nächsten Tagen stark schwanken.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa