Stau auf der A44Windradflügel knickt ab - Autobahn wieder frei

Auf der A44 im Westen von NRW geht mehrere Stunden lang nichts mehr: Weil neben der Fahrbahn das Rotorblatt eines Windrads abgeknickt ist, sperren die Behörden die Strecke erst einmal komplett. Am Abend geben die Einsatzkräfte Entwarnung.
Die A44 zwischen dem Autobahndreieck Jackerath und dem Autobahnkreuz Holz im Westen von NRW ist aus Sicherheitsgründen voll gesperrt gewesen. Inzwischen ist die Sperrung aufgehoben worden. In der Zwischenzeit entstand ein langer Stau. Nach Polizei-Angaben könnte der Flügel eines Windrads abbrechen und herunterfallen. Er sei abgeknickt. Das Windrad sei nun gesichert worden, erklärte die Autobahn GmbH. Hinweise auf einen Sabotageakt gab es laut Polizei bisher nicht.
Der Einsatzleiter der Feuerwehr, Guido Garbe, sagte, der abgeknickte Flügel hänge herunter und stelle eine Gefahr dar. "Wir haben einen Bereich von 400 Metern, der abgesperrt ist." Dieser Gefahrenbereich sei so groß, weil man nicht wisse, was passiere, wenn das Flügelblatt herunterfalle. "Wo geht das hin? Da weiß man nicht genau, durch den Wind, wo genau wird das landen? In diesem Bereich liegt die BAB44, die ist zurzeit voll gesperrt, weil das natürlich eine Riesengefahr ist, wenn das Ding runterkommt und dann zufälligerweise auch auf die Autobahn geht." Garbe konnte nicht abschätzen, wie lange der Einsatz dauern wird.
Das Windrad steht auf einem Gelände des Energiekonzerns RWE am Rande der Autobahn. Ein Sprecher des Unternehmens sagte der "Bild"-Zeitung: "Wir können bestätigen, dass ein Rotorblatt an einer Windenergieanlage im Windpark Bedburg A44 am Tagebau Garzweiler beschädigt ist." RWE gab an, dass es sich bei der defekten Windturbine um eine neue Anlage handele, die noch nicht in Betrieb sei. Sie sei durch den Hersteller Nordex errichtet und von RWE noch nicht abgenommen worden.
Die Autobahn GmbH hatte zuvor mitgeteilt, das Windrad drohte umzustürzen. So dramatisch war die Lage glücklicherweise nicht.