Panorama

Glatteis-Opfer in NotaufnahmenWinterwetter sorgt für Hochbetrieb in Kliniken

08.01.2026, 01:51 Uhr
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Notaufnahme in Hamburg: Die Kliniken sind voll. (Foto: picture alliance / ABBfoto)

Unfälle und Stürze bei Eis und Schnee füllen die Notaufnahmen in den Kliniken. Zugleich dezimieren Atemwegserkrankungen dort das medizinische Personal. Derweil rollt eine neue Eiswalze auf Deutschland zu.

Unfälle durch Eis und Schnee sorgen für eine wachsende Belastung der Krankenhäuser. "Die aktuelle Wetterlage führt zu einem deutlichen Anstieg der Patientenzahlen in den Notaufnahmen", sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Gleichzeitig komme es vermehrt zu Atemwegserkrankungen, sowohl bei Patienten als auch bei Angestellten, was einen höheren Krankenstand zur Folge habe.

"All diese Faktoren zusammen führen zu einer spürbaren Mehrbelastung in den Kliniken", warnte der Verbandschef. Auch die Hausärzte melden eine steigende Zahl von Behandlungen aufgrund von Stürzen. "Aus ersten Regionen hören wir, dass mehr Menschen wegen Glätteunfällen in die Praxen kommen", sagte Verbandschef Markus Beier den RND-Zeitungen. Besonders häufig seien Verletzungen von Handgelenken und Hüften, aber auch Schultern und Kopf. Beier mahnte insbesondere ältere Patientinnen und Patienten zur Vorsicht.

"Der Winter ist noch lang"

Der Verband erwartet zudem mehr Atemwegserkrankungen. "Der Winter ist noch lang, und wir rechnen noch einmal mit einem deutlichen Anstieg der Infekte in den kommenden Wochen", sagte Beier. "Auch die Grippewelle, die in diesem Jahr früh gestartet ist, ist voraussichtlich noch nicht vorbei." Der Mediziner appellierte an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Beier beklagte allerdings, dass bereits seit Mitte Dezember in einigen Regionen Influenza-Impfstoffe knapp seien.

Eine Entspannung für die Kliniken ist derweil nicht zu erwarten: Weite Teile Deutschlands liegen unter Schnee, und der Winter zeigt wohl auch in den nächsten Tagen, was er kann: Deutschland steht eine turbulente Wetterlage bevor. Nach vielfach weiteren Niederschlägen am heutigen Donnerstag stehen die Nacht zum Freitag und der Freitag tagsüber im Fokus. Dann zieht ein Sturmtief auf direktem Weg nach Mitteleuropa und bringt Schnee und Glatteis mit sich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Quelle: ntv.de, mau/AFP

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