Panorama

Blitzeis in vielen RegionenSturmtief "Elli" bringt noch mehr Schnee und gefährliche Glätte

07.01.2026, 17:36 Uhr
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Ein winterliches Sturmtief steuert auf Deutschland zu und sorgt für Schnee und Glätte. Nur wenige Teile Deutschlands bleiben vom Wetterchaos verschont. Wer kann, sollte auf Autofahrten verzichten. Die Deutsche Bahn rechnet ab Donnerstag mit Verspätungen und Zugausfällen.

Weite Teile Deutschlands liegen bereits unter Schnee und der Winter zeigt auch in den nächsten Tagen, was er kann: Deutschland steht eine turbulente Wetterlage bevor. Nach vielfach weiteren Niederschlägen am Donnerstag macht sich am Freitag ein Sturmtief laut Deutschem Wetterdienst und RTL/ntv Wetterteam auf direktem Weg nach Mitteleuropa und bringt Schnee und Glatteis mit sich.

Tief "Elli" räuscht vom Ärmelkanal heran. Es wird zwischen England und Frankreich für Orkanböen und in Deutschland teilweise für Sturmböen sorgen. "Elli" zieht in den Nordwesten Deutschlands und bringt an den Küsten eisig kalten Oststurm, während milde Luft in den Südwesten gepumpt wird und dort die Niederschläge in Regen übergehen. Von Hamburg bis Berlin werden Freitagabend 10 bis 20 cm, stellenweise auch über 30 cm Schnee liegen. Ähnliche Schneemengen seien in den Mittelgebirgen möglich.

An den Küsten weht eisiger Oststurm. Auf Helgoland und über der Nordsee drohen schwere Sturmböen um 100 km/h. Dabei kann der gebietsweise kräftige Wind die lockere Schneedecke verwehen und zu größeren Behinderungen auf Straßen und Wegen führen, warnt ntv-Meteorologe Rainer Buchhop.

Milder ist es dagegen im Süden und Westen. Dort bringt ein stürmischer Wind vorübergehend milde Atlantikluft, sodass die Niederschläge mitunter bis in höhere Lagen in Regen übergehen und zu Tauwetter führen. Es droht gefrierender Regen und Glatteis. Die Höchsttemperaturen liegen am Freitag zwischen minus 6 Grad an der Oder und bis plus 8 Grad am Oberrhein.

Am Samstag wird kältere Luft in die zuvor milden Regionen geführt und dort gehen die Niederschläge wieder zunehmend in Schnee über. Am Sonntag baut sich in der kalten Luft Hochdruckeinfluss auf und es bleibt frostig kalt bei maximal -9 bis 0 Grad. Von Teilen Bayerns über Thüringen und Nordhessen bis nach Ostwestfalen bis in Teile Niedersachsens kräftiger Schneefall mit entsprechenden Verkehrsbehinderungen.

Beeinträchtigungen bei Deutscher Bahn

Die Deutsche Bahn schränkt wegen des erwarteten Wintereinbruchs ab Donnerstagnachmittag den Fernverkehr im Norden und Nordosten Deutschlands ein. Das Angebot werde vorsorglich reduziert, teilte der Konzern mit. Grund ist die Prognose des Deutschen Wetterdienstes, der für die Regionen bei Dauerfrost heftigen Wind mit Schneefällen und Schneeverwehungen vorhersagt. Von den Einschränkungen betroffen sind demnach Fernverkehrsverbindungen unter anderem nach Kiel, Westerland auf Sylt, Rostock und auf die Ostseeinsel Rügen. Zudem werde die Höchstgeschwindigkeit der ICE-Züge auf den Schnellfahrstrecken Berlin-Wolfsburg, Hannover-Würzburg und Köln-Rhein/Main auf 200 Kilometer pro Stunde begrenzt. Dies sei notwendig, um Schäden durch Eisabwurf zu vermeiden. Die Fahrtzeit könne sich dadurch um bis zu 30 Minuten verlängern.

Fahrgäste, die bis einschließlich Mittwoch ein Ticket für eine Reise zwischen Donnerstag und Samstag gekauft haben, können dieses flexibel zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Alternativ könnten die Reisen auch auf Mittwoch vorgezogen werden. Auch im Regionalverkehr könne es in den kommenden Tagen zu Einschränkungen kommen. Die Bahn rief Reisende dazu auf, sich vor Fahrtantritt in der App DB Navigator oder auf der Internetseite bahn.de über die aktuelle Verkehrslage und ihre Verbindung zu informieren. Änderungen seien dort bereits abrufbar.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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