Panorama

Absprache mit KultursenatorWohl kein Berliner Theaterbetrieb vor Ostern

14.01.2021, 18:05 Uhr
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Auch am DT in der Schumannstraße in Berlin ruht der Publikumsverkehr seit Wochen. (Foto: imago images/Jürgen Ritter)

Es sei nicht die Zeit, darüber zu reden, wann was geöffnet werde, sagt Berlins Kultursenator Lederer. Und angesichts der vielen offenen Fragen zu den Virusmutationen drängten sich möglicherweise bald neue Themen auf. Der Berliner Kulturbetrieb wird deswegen im ersten Quartal ruhen.

Die Berliner Bühnen bleiben angesichts der Pandemie voraussichtlich bis Ostern geschlossen. Kultursenator Klaus Lederer sagte, er habe mit Vertretern der Bühnen des Landes und der freien Szene konferiert. "Wir sind uns gestern eigentlich ziemlich einig gewesen, dass bis Ostern hier in Berlin keine Bühne aufgemacht wird. Dazu braucht man nicht viel Fantasie", sagte der Linke-Politiker im Abgeordnetenhaus.

Bundesweit sind Theater, Opern- und Konzerthäuser, aber auch viele andere Einrichtungen seit November wieder geschlossen. Die Einschränkungen sind vorerst bis Ende Januar befristet. An einigen Theatern wird eine längere Pause eingeplant. So sollen mehrere Häuser in Hessen erst wieder ab Ostern spielen, also ab Anfang April.

Berlins Kultursenator Lederer verwies auf die hohen Infektionszahlen. So sei erst Mitte nächster Woche klar, welche Auswirkungen die Feiertage auf das Infektionsgeschehen gehabt hätten. Die zweite, "weitaus dramatischere" offene Frage sei die nach den Auswirkungen der sich verbreitenden Virus-Mutation, sagte er. Wenn diese Variante eine erheblich höhere Infektionsintensität habe, müssten auch alle bisherigen Überlegungen im Hinblick auf die Kultur auf den Prüfstand gestellt werden.

"Derzeit ist nicht die Zeit, ernsthaft darüber zu reden, was machen wir jetzt auf", sagte Lederer. "Dann, wenn wieder was geht, dann muss Kultur dabei sein. Aber wann wieder was geht, darüber kann seriöserweise im Augenblick keiner eine ernsthafte Auskunft geben."

Quelle: jwu/dpa

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