Panorama

Sorge vor anstehender WMZahl der Masernfälle in Nord- und Südamerika steigt deutlich

24.04.2026, 18:01 Uhr
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Eine Krankenschwester verabreicht einer Frau in einem Impfzentrum eine Dosis des Masernimpfstoffs im Rahmen der Kampagne gegen den Ausbruch des Virus in Mexiko-Stadt. (Foto: picture alliance/dpa/eyepix via ZUMA Press Wire)

US-Gesundheitsminister Kennedy zweifelt immer wieder am Nutzen von Impfungen. Er kürzt vielen Kampagnen das Geld. Dabei werden die USA von einer Welle an Maserninfektionen erfasst. Die trifft auch viele andere Länder Nord- und Südamerikas, wie nun bekannt wird.

Die Masern sind auf dem amerikanischen Kontinent auf dem Vormarsch: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 14.700 Fälle der hoch ansteckenden Infektionskrankheit in 13 Ländern gemeldet, wie die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PHO) am Donnerstag (Ortzeit) berichtete. Das ist ein Anstieg um fast 32 Prozent im Vergleich zu 2024. Grund dafür sei vor allem die zurückgegangene Impfrate.

Die meisten Masern-Fälle wurden von den Behörden in Mexiko, Guatemala, den USA und Kanada registriert. Laut PHO-Direktor Jarbas Barbosa hat sich der Trend zuletzt noch beschleunigt. Demnach gab es seit Jahresbeginn in Nord-, Mittel- und Südamerika bereits mehr gemeldete Infektionen als im gesamten Vorjahr.

Allein die USA registrierten im vergangenen Jahr die Behörden in fast allen Bundesstaaten mindestens 2276 Fälle, was einen Anstieg von mehr als 800 Prozent im Vergleich zu 2024 darstellte. Zuletzt verzeichnete das nordamerikanische Land 1995 ähnlich viele Fälle. Infolgedessen war ein führender Beamter vom Kurs des US-Gesundheitsministeriums unter Robert Kennedy abgewichen und hatte zu dringenden Impfungen aufgerufen. Gesundheitsminister Robert Kennedy Jr., ein Impfskeptiker, hatte zuvor zahlreiche Impf-Kampagnen einstampfen lassen.

Auch die Zahl der Todesfälle nahm zuletzt deutlich zu. Dem Bericht zufolge wurden im vergangenen Jahr 32 Todesfälle auf dem amerikanischen Kontinent im Zusammenhang mit einer Maserninfektion registriert. Im ersten Quartal 2026 waren es bereits elf.

Als erster Kontinent überhaupt hatte der amerikanische Kontinent 2016 den Status der Masernfreiheit erreicht, die Einstufung später jedoch wieder verloren. "Das Wiederauftreten der Masern in Amerika ist ein erheblicher Rückschlag, der jedoch rückgängig gemacht werden kann", sagte Barbosa.

Die USA, Kanada und Mexiko sind gemeinsam Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft der Herren im Sommer. Millionen Besucher aus aller Welt werden zu dem Großereignis erwartet, die Gesundheitsbehörden der Gastgeberländer sind in erhöhter Bereitschaft.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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