Ausgaben bei 300 Milliarden EuroZahl der Rentner steigt auf Rekordniveau

Die Kosten sind immens: Ende 2025 beziehen so viele Menschen in Deutschland eine Rente wie nie zuvor. Dabei geht fast jeder Dritte mit Abschlägen vorzeitig in den Ruhestand.
Die Zahl der Rentner in Deutschland hat einem Bericht zufolge einen neuen Rekordwert erreicht. "Insgesamt wurden Ende 2025 rund 19,1 Millionen Altersrenten gezahlt. Dies ist ein neuer Höchststand", heißt es nach Angaben der "Rheinischen Post" in einem Bericht der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Die Ausgaben für die Renten beliefen sich demnach auf rund 301 Milliarden Euro.
"Für einen Großteil der Haushalte in Deutschland ist die Rente die wichtigste Einkommensquelle im Alter", erklärte Rüdiger Herrmann, Vorsitzender der DRV-Vertreterversammlung. "Die Politik muss dies in ihren Entscheidungen berücksichtigen und dafür Sorge tragen, dass Rentenleistungen auch in Zukunft verlässlich bleiben", fügte er mit Blick auf die derzeitigen Reformdebatten hinzu.
Auch der Sozialverband VdK sprach sich klar gegen großflächige Kürzungen im Sozialbereich aus. Das Rasenmäherprinzip sei "überhaupt nicht zielführend", sagte die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, im ZDF-Morgenmagazin. "Das verängstigt viele Menschen", sagte Bentele und verwies unter anderem auf Sorgen von Rentnern.
Fast jeder Dritte geht den Angaben zufolge mit Abschlägen vorzeitig in den Ruhestand: "Rund 30 Prozent aller neu beginnenden Altersrenten waren 2025 mit Abschlägen behaftet. Im Durchschnitt wurden diese Renten rund 33 Monate vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Anspruch genommen", heißt es in dem Bericht.
Die Zukunft der Rente ist eines der Themen bei einem Treffen der Spitzen der Koalition mit Gewerkschaften und Arbeitgebern am Abend. Dabei sollen diese sich zu den Reformvorhaben der Regierung bei Steuern, Arbeit, Soziales und Bürokratieabbau äußern.