Panorama

Wetterwoche im SchnellcheckZur Wochenmitte wird's etwas milder, dann wieder kälter

08.02.2026, 15:55 Uhr
imageVon Rainer Buchhop
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Ein-Silberreiher-fliegt-ueber-feuchte-Wiesen-und-Aecker-Laut-Deutschem-Wetterdienst-bleibt-das-Wetter-zum-Wochenstart-neblig-und-truebt-An-den-oestlichen-Mittelgebirgen-wird-vereinzelt-mit-Spruehregen-gerechnet
In den meisten Regionen wird es zum Wochenbeginn eher neblig und trüb. (Foto: picture alliance/dpa)

Das Wetter wird in der kommenden Woche wechselhaft: Erst meist trocken mit Dauerfrost nur im Nordosten, dann verbreitet mild mit Regen und teils sehr windig. Am Wochenende erwarten uns vermehrt in Schnee und Graupel übergehende Niederschläge.

Diverse Tiefdruckgebiete haben viel Feuchte nach Deutschland geführt und das Nordosteuropahoch "Daniel" abgedrängt. Von Skandinavien her weitet sich am Montag aber das neue Hoch "Emmeram" nach Osteuropa aus. Damit kommt im Nordosten Deutschlands zunächst der Dauerfrost zurück. Im Rest des Landes flaut der Wind vorübergehend ab, sodass sich in vielen Regionen teils dichter Nebel bildet und die Woche oft grau startet.

Zur Wochenmitte hin wird Hoch "Emmeram" zum Schwarzen Meer abgedrängt und von Westen her wird der Weg frei für Tiefdruckgebiete, die zuvor lange blockiert wurden und sich in den letzten Wochen von Portugal bis in den Mittelmeerraum sowie bei den Britischen Inseln austobten.

Auf der Vorderseite dieser Tiefdruckgebiete wird um die Wochenmitte zunächst milde Luft nach Deutschland geführt, die auch im Nordosten Milderung bringt. In der Übergangsphase kann dort aber noch kurz Schnee fallen.

Allzu lange bleibt es aber nicht mild. In der zweiten Wochenhälfte wird von Skandinavien kalte Luft nach Deutschland geführt. Die Niederschläge gehen am kommenden Wochenende zunehmend in Schnee und Graupel über - auch in den Karnevalshochburgen im Westen. Ausgerechnet zum Höhepunkt der närrischen Tage deutet sich also eine Wetterlage mit (spät-)winterlichen Schauern an.

Nacht zum Montag:

In der Nacht breitet sich Nebel aus oder es halten sich dichte Wolken. Vereinzelt kann daraus etwas Schneegriesel oder Nieselregen fallen und bei noch gefrorenen Böden besteht Glättegefahr. Meist bleibt es aber trocken. Die Sterne sind im Schwarzwald und den Alpen sowie gebietsweise im Westen zu sehen. In der Nordosthälfte sowie an den Alpen gibt es oft leichten Frost zwischen 0 und minus 4 Grad. Sonst liegen die Tiefstwerte meist bei plus 3 bis 0 Grad.

Montag:

Der Tag startet oft mit dichten Wolken und in der Mitte und im Süden mit teils dichtem Nebel, vor allem in Gewässernähe sowie in mittleren Höhenlagen der Mittelgebirge. Vorwiegend im Schwarzwald, in den Alpen, in Höhenlagen des Bayerischen Waldes sowie in einigen Gegenden im Westen (besonders von der Region Aachen bis ins Ruhrgebiet) ist es bereits sonnig.

Am Nachmittag ziehen im Westen hohe und später auch einige mittelhohe Wolken auf. Im Nordosten hält sich meist eine graue Wolkendecke, sonst lockert das Grau zum Teil etwas auf. In den Alpen strahlt den ganzen Tag lang die Sonne. In Vorpommern hält sich Dauerfrost. Dort liegen die Höchstwerte um minus 1 Grad. In der Mitte werden meist 2 bis 6 Grad und im Südwesten sowie in der Rhein-Ruhr-Region 9 oder 10 Grad erreicht.

Dienstag:

Die Nebelfelder lösen sich bis zum Mittag meist auf und vor allem im Südosten sowie nördlich der Mittelgebirge stellen sich freundliche Abschnitte ein. Im Norden können die Wolken zwar auflockern, aber dort gibt es mehr Wolken als Sonne. Im Südwesten zieht allerdings Regen herein. Am Nachmittag kann er sich auf Teile Nordrhein-Westfalens ausbreiten. Im Schwarzwald liegt die Schneefallgrenze bei 1000 Metern und in den Regionen, die in der Nacht zuvor nochmals auskühlen, kann es vorübergehend glatt werden - vor allem von Oberschwaben und der Ostalb bis in Teile Frankens und Hessens.

Die Höchstwerte liegen bei 0 Grad auf Rügen, 7 Grad in Leipzig und 11 Grad am Oberrhein und im Ruhrgebiet. Der Wind aus Süd bis Südost legt etwas zu und weht meist mäßig, auf manchen Bergen sind auch starke bis stürmische Böen mit dabei.

Mittwoch:

Von Südwesten her ziehen Schübe mit Regen herein. An den Westhängen des Schwarzwaldes ist ergiebiger Regen von über 50 Liter pro Quadratmeter möglich. Im Nordosten bleibt es länger trocken. Wenn die Niederschläge dort ankommen, könnten sie anfangs als Schnee fallen und gehen dann zunehmend in Schneeregen und Regen über. Auflockerungen sind, wenn es sie überhaupt gibt, meist nur von kurzer Dauer.

Trotzdem erreichen die Temperaturen vom Westen bis in den Süden 8 bis 13 Grad. Von Schleswig-Holstein bis zur Oder reicht es nur für 2 bis 4 Grad. In der Mitte und im Süden bläst teils frischer Wind mit starken bis stürmischen Böen.

Donnerstag:

In der Südhälfte bleibt es sehr windig und bei wechselnder bis starker Bewölkung sind weitere Regenfälle unterwegs. Im äußersten Norden und Nordosten kann sich Schnee dazumischen. In den Alpen liegt die Schneefallgrenze bei 1100 bis 1400 Metern. Die Spanne der Höchsttemperaturen reicht von 4 bis 12 Grad.

Freitag:

Der Wind dreht auf Nordwest bis West und die Temperaturen gehen zurück. Im Norden und in den Mittelgebirgen gehen die Niederschläge in Schneeregen oder Schnee über. In Schleswig-Holstein werden maximal 2 und nur in Südbaden oder im Südosten Bayerns noch knapp 10 Grad erreicht.

Samstag:

Zwischen den Schauern hat auch die Sonne mal eine Chance. Oftmals haben die Schauer aber spätwinterlichen Charakter und gehen als Schnee, Schneeregen oder mit Graupel vermischt nieder. In den Mittelgebirgen stellt sich zunehmend Dauerfrost ein und dort bildet sich eine Neuschneedecke. In den Niederungen gibt es maximal 1 bis 6 Grad.

Sonntag:

In der eingeflossenen kälteren Luft gibt es teils noch Schneeregen-, Schnee- oder Graupelschauer, teils stellen sich freundliche Abschnitte mit Sonnenschein ein. Die Höchstwerte liegen zwischen 0 und 5 Grad, am Rhein mit Sonnenschein auch 6 Grad. In den Mittelgebirgen geht es oft mit Dauerfrost weiter.

Ergiebiger Regen im Schwarzwald:

Den meisten Regen gibt es von Dienstag bis Freitag im Schwarzwald. Dort können in Staulagen bis zu 120 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. In einem durchschnittlichen Februar fallen auf dem Feldberg/Schwarzwald im gesamten Monat rund 140 Liter je Quadratmeter.

Quelle: ntv.de

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