Panorama

Evakuierung beendet Zwei Fliegerbomben in Dortmund entschärft

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Die Sprengmeister sind in Dortmund fertig, die Containerwand war als Schutzwall gedacht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ungemütliches Wochenende in Dortmund: Tausende Menschen mussten ihre Wohnungen räumen, zwei Krankenhäuser wurden evakuiert, der Hauptbahnhof gesperrt. Doch nun meldet die Stadt Vollzug: Zwei Fliegerbomben sind entschärft, langsam kehrt die Normalität zurück.

In Dortmund sind zwei gefundenen Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft worden. Das teilte die Stadt über Twitter mit. Das Evakuierungsgebiet ist inzwischen wieder freigegeben, die Anwohner wurden mit Bussen aus der Notunterkunft zurück zu ihrem Wohnviertel gebracht. An zwei weiteren Verdachtspunkten waren keine Blindgänger entdeckt worden. Die Fliegerbomben lagen in einem dicht besiedelten Wohngebiet. Deshalb mussten rund 14.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Der Zugverkehr wurde für die Zeit der Entschärfung eingestellt.

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Der Dortmunder Hauptbahnhof war seit etwa 12 Uhr gesperrt. Züge des Fernverkehrs wurden deshalb umgeleitet und hielten nicht mehr in Dortmund. Auch der Halt im Bochumer Hauptbahnhof musste entfallen, erklärte die Deutsche Bahn. Nach Möglichkeit würden Ersatzhalte in Wanne-Eickel oder Hamm (Westf) eingerichtet. Reisende müssten bis zum späten Abend mit Beeinträchtigungen rechnen.

Patienten aus Kliniken in Sicherheit gebracht

Die Fliegerbomben lagen in der Nähe von zwei Krankenhäusern. Bereits am Samstag wurden Patienten aus diesen beiden Einrichtungen in Sicherheit gebracht. Einige wurden in andere Krankenhäuser verlegt, andere bleiben während der Aktion im Inneren der Klinikgebäude.

Einige Intensivpatienten, die schlecht transportfähig sind, würden nicht in Ausweichquartiere gebracht, bestätigte ein Sprecher der Stadt Dortmund dem WDR. "Für diese Patienten wurden gemeinsam mit einem Sprengstoff-Gutachter sichere Räumlichkeiten innerhalb der Kliniken identifiziert", hieß es.

Ausgelöst wurde die Aktion durch gezielte Sondierungen. Bei der Vorbereitung von anstehenden Bauprojekten hatten Experten den Untergrund nach Überresten aus dem Krieg abgesucht. Dabei waren sie an vier Stellen im Stadtgebiet auf "Anomalien" gestoßen, die auf mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg hindeuten.

Quelle: ntv.de, mmo/hul/mau/dpa