Panorama

STIKO soll Auffrischung prüfen Holetschek bringt zweiten Booster für alle ins Gespräch

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Trotz geringer Nachfrage sollen in Bayern zumindest bis Ende des Jahres alle Impfzentren geöffnet bleiben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bislang empfiehlt die STIKO nur älteren Menschen ab 70 Jahren oder Beschäftigten im Gesundheitswesen eine zweite Auffrischungsimpfung. Mit Blick auf den Herbst fordert Bayerns Gesundheitsminister Holetschek, diese Entscheidung noch einmal zu prüfen.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die Ständige Impfkommission (STIKO) aufgefordert, mit Blick auf den Herbst eine zweite Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus für alle zu prüfen. Holetschek erklärte in München, es müssten rechtzeitig die Vorbereitungen für eine neue Pandemiewelle im Herbst getroffen werden. "Deshalb bereitet sich Bayern auch darauf vor, im Herbst allen Bürgerinnen und Bürgern eine zweite Auffrischungsimpfung anzubieten." Noch fehle aber ein Signal der STIKO für ein solches Vorgehen.

Die zweite Auffrischungsimpfung wird derzeit nur bestimmten Gruppen empfohlen, wie etwa älteren Menschen ab 70 Jahren oder Beschäftigten im Gesundheitswesen. Wie der bayerische Gesundheitsminister weiter erklärte, sollen die Impfzentren in Bayern trotz der derzeit geringen Nachfrage auf jeden Fall bis zum Jahresende bestehen bleiben.

Derweil zeigen neue Studiendaten: Der nach einer Auffrischimpfung mit dem Biontech/Pfizer-Vakzin zunächst hohe Schutz gegen Klinikeinweisungen und Besuche in der Notaufnahme bei Omikron verringert sich bereits nach einigen Monaten. Das geht aus einer im Fachblatt "The Lancet Respiratory Medicine" veröffentlichten Untersuchung aus Südkalifornien hervor.

"Covid-19-Auffrischimpfungen mit Pfizer/Biontech verbessern den Schutz gegen Omikron signifikant, obwohl dieser Schutz nach drei Monaten gegen Besuche in der Notaufnahme und sogar gegen Krankenhausaufenthalte nachzulassen scheint", resümierte die Hauptautorin der Studie, die Epidemiologin Sara Y. Tartof vom Gesundheitskonsortium Kaiser Permanente, laut Mitteilung. Eine gewisse Wirksamkeit bliebe jedoch auch dann noch erhalten. Für die Studie analysierten die Forscher 11.123 Krankenhauseinweisungen und Besuche in der Notaufnahme, die nicht zu einer Krankenhauseinweisung wegen einer akuten Atemwegsinfektion führten.

(Dieser Artikel wurde am Montag, 25. April 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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