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Montag, 01. Januar 2018

Tatverdacht gegen 68-Jährigen: Zwölfjährige in Salzgitter angeschossen

Mit einer Schussverletzung kommt ein Mädchen in Salzgitter in der Silvesternacht ins Krankenhaus. In einer Notoperation entfernen die Ärzte eine Kugel aus ihrer Brust. Ein 68-jähriger Verdächtiger kommt vor den Haftrichter.

Ein zwölfjähriges Mädchen ist in der Silvesternacht in Salzgitter angeschossen und schwer verletzt worden. Das Kind schwebe aber nicht in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Sie ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts gegen inzwischen noch einen Verdächtigen. Der Tatverdacht gegen die anderen beiden Männer habe sich nicht erhärtet, hieß es am Montagabend von der Behörde. Polizeiliche Ermittlungen hätten ergeben, dass nur der Tatverdacht gegen einen 68-jährigen Mann aufrecht erhalten werden könne. Er solle am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

"Ob es ein Unfall war oder vorsätzlich, können wir im Moment nicht sagen", hatte Polizeisprecher Matthias Pintak zuvor bereits erklärt. "Wir stehen noch am Anfang der Ermittlungen." Das Mädchen wurde um Mitternacht auf dem Gehweg vor dem Haus ihrer Eltern von einer Kugel im Oberkörper getroffen. Ärzte mussten sie im Krankenhaus notoperieren und informierten die Polizei.

Noch in der Nacht befragten Ermittler Zeugen und nahmen daraufhin die drei Verdächtigen vorläufig fest. Nach einem Online-Bericht der "Salzgitter Zeitung" schossen in der Silvesternacht mehrere Männer mit Handfeuerwaffen in der Reihenhaussiedlung um sich.

Erinnerung an 2015

Die Straße rund um den Tatort war am Montag noch mit Flatterband abgesperrt. Kriminaltechniker in weißen Schutzanzügen suchten dort nach Spuren. Am Tatort stellten sie mehrere Patronenhülsen sicher. Auch in einer Hauswand befanden sich Einschusslöcher. Die Polizei vernahm Zeugen und Tatverdächtige.

Im bayerischen Unterschleichach hatte in der Silvesternacht 2015 ein Mann mit einem Kleinkaliber-Revolver um sich geschossen. Dabei traf er die elfjährige Janina tödlich, als sie mit Freunden auf der Straße feierte. Das Landgericht Bamberg verurteilte ihn später zu zwölfeinhalb Jahren Haft, weil er mit seinen Schüssen den Tod der Elfjährigen billigend in Kauf genommen hatte.

Quelle: n-tv.de