Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:41 Trump: Großbritannien offen für Erschließung von Ölfeldern in der Nordsee +++

24.10.2026, 00:01 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben mit dem britischen Premierminister Andy Burnham über die Erschließung von Öl in der Nordsee gesprochen. "Sie erschließen das Nordseeöl", sagt Trump or Reportern im Weißen Haus. "Ich habe sie zwei Jahre lang dazu gedrängt... Andy bringt es auf die Reihe." Das Büro von Burnham teilt zudem mit, die beiden Politiker seien sich einig gewesen, dass die Genehmigung für das Gasfeld Jackdaw in der Nordsee "erhebliche Vorteile" für Großbritannien bringe. Burnham hat seinem Büro zufolge auch die Ölausbeutung vor den Falklandinseln, die Bedeutung des Starlink-Satellitennetzwerks für die Ukraine und die Unterstützung Großbritanniens für Saudi-Arabien angesprochen.

+++ 04:52 CDU-Außenpolitiker: "Trump steht aktuell auf der Seite Russlands" +++

US-Präsident Donald Trump hat sich im Ukraine-Krieg nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen auf die Seite des russischen Staatschefs Wladimir Putin gestellt. Trump wolle "den Konflikt mit einem Deal beenden, für den er zu weitgehenden Konzessionen bereit ist", sagt der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Der US-Präsident seit dafür bereit, "Druck auf die Ukraine auszuüben, die er als die schwächere und von ihm abhängigere Seite identifiziert hat. In der Konsequenz handelt er gegen die Interessen der Ukraine und der Europäer und steht damit aktuell auf der Seite Russlands - das muss man leider so sagen", sagt Röttgen. 

+++ 03:17 Zins in Russland bleibt hoch: Drohnenangriffe aus Ukraine treiben Inflation +++

Die russische Zentralbank hat den Leitzins erneut unverändert bei 14,0 Prozent belassen - nach einer Serie von Senkungen seit Juni 2025 die zweite Pause in Folge. Notenbankchefin Elwira Nabiullina begründete dies mit anhaltendem Preisdruck: Die Inflationsrate liegt laut Regierungsangaben bei 7,22 Prozent, für 2026 erhöhte die Notenbank ihre Prognose auf 7,1 bis 7,6 Prozent. Als ein Treiber gilt der Kraftstoffmangel infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf russische Raffinerien - Benzin hat sich seit Jahresbeginn um 21 Prozent, Diesel um 13,4 Prozent verteuert. Die Wiederherstellung der Produktionskapazitäten werde schrittweise erfolgen und könnte "über einen längeren Zeitraum" die Preise beeinflussen, so Nabiullina. Für 2027 rechnet die Notenbank mit einem durchschnittlichen Leitzins von 12,5 bis 13,5 Prozent. 

+++ 01:51 Kriegsdrohungen aus Moskau: Röttgen fordert schnellere Aufrüstung der Bundeswehr +++

Angesichts russischer Kriegsdrohungen auch gegen Deutschland hat der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen mehr Tempo bei der Aufrüstung der Bundeswehr gefordert. Damit Deutschland oder die Nato nicht von Russland angegriffen würden, "investieren wir massiv in unsere Verteidigungsfähigkeit und das Abschreckungspotenzial der Nato", sagt der Vizevorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Das Tempo dabei kann meines Erachtens noch weiter gesteigert werden. Das gilt sowohl für die Anstrengungen des zuständigen Ministeriums als auch für die Industrie, die enorme Gewinne verbucht und gleichzeitig nur schleppend ihre Produktionskapazitäten ausbaut." Zuletzt waren die Drohungen aus dem Kreml gegen Deutschland schärfer geworden. So hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow vom "Beginn eines echten Krieges" gesprochen, nachdem die Bundesregierung Russland für den versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich gemacht hatte. 

+++ 00:49 Russland lässt Supermarkt-Kette Metro Millionen an Kriegsfonds überweisen +++

Die Supermarktkette Metro in Russland, die seit September unter staatlicher Zwangsverwaltung steht, hat eine Milliarde Rubel - umgerechnet rund elf Millionen Euro - an einen russischen Kriegsfonds überwiesen. Das Geld soll dem Fonds "Volksfront - Alles für den Sieg" zugutekommen und zur Ausrüstung russischer Truppen mit Kommunikationstechnik, Aufklärungsgeräten und Drohnenabwehrsystemen verwendet werden. "Als Teil des russischen Wirtschaftssystems halten wir die Beteiligung an strategischen Initiativen des Staates für wichtig", erklärt Metro-Russland-Chef Johannes Tolay. 

+++ 23:29 Britischer Premier Burnham dringt bei Trump auf Starlink-Zugang für Ukraine +++

Der britische Premierminister Andy Burnham hat sich bei US-Präsident Donald Trump für einen uneingeschränkten Zugang der Ukraine zum Satellitensystem Starlink eingesetzt. In einem Telefonat am Freitag habe Burnham die Bedeutung eines "vollen Zugangs" zu dem System betont, damit sich die Ukraine weiterhin gegen den russischen Angriffskrieg verteidigen könne, teilt das Büro des Regierungschefs in der Londoner Downing Street mit. Burnham habe zugleich Trumps Bemühungen gewürdigt, den russischen Präsidenten Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu bringen, heißt es weiter. Zuvor hatte der US-Präsident zugesichert, sich bei Problemen mit dem für militärische Zwecke entwickelten Satellitendienst Starshield mit dessen Anbieter Elon Musk zu wenden. "Falls es ein Problem gibt, werde ich es beheben", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus. Er habe bislang nicht mit Musk gesprochen. Ihm sei mitgeteilt worden, der Zugang sei wiederhergestellt. Sollte dies nicht zutreffen, werde er mit Musk sprechen.

+++ 22:07 Kiew und Moskau bestätigen: Waffenruhe um Oleschky ab Dienstag +++

Russland und die Ukraine bestätigen nach einer entsprechenden US-Ankündigung eine lokal begrenzte Waffenruhe in der seit Monaten abgeriegelten Frontstadt Oleschky ab Dienstag. Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow sagt dem Verteidigungsministerium zufolge, im Rahmen einer humanitären Operation im Bereich von Oleschky würden die russischen Streitkräfte das Feuer in der Richtung Cherson dann einstellen. Auch Kiew stimmt einer Waffenruhe zu. Beide Seiten teilen mit, die Waffenruhe solle am Dienstag ab 2.00 Uhr MEZ gelten. Wie lange sie dauern soll, wird nicht mitgeteilt. 

+++ 21:28 Ukraine greift Rüstungsbetrieb in Orjol an +++

Bei einem Raketenangriff auf die russische Stadt Orjol ist nach Berichten russischer und ukrainischer Quellen das Werk "Proton" getroffen worden, das elektronische Komponenten für russische Waffensysteme herstellt – darunter Iskander-M-Raketen und Pantsir-S1-Luftabwehrsysteme. Anwohner berichteten von mindestens vier Explosionen, über der Stadt stieg eine große Rauchwolke auf. Der Telegram-Kanal Exilenova+ berichtet unter Berufung auf Videos, dass mindestens eine Produktionshalle vollständig zerstört wurde und Storm-Shadow-Marschflugkörper eingesetzt worden seien. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

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