Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:15 Ukrainische Kinder militarisiert: Sanktionen gegen 8 Personen +++
Kanada sanktioniert acht Personen, die beschuldigt werden, ukrainische Kinder aus russisch besetzten Gebieten zu entführen und sie ideologisch umzuerziehen. Das teilt die ukrainische Initiative "Bring Kids Back UA" dem Medium "Kyiv Independent" mit. Die Personen sollen dafür verantwortlich sein, dass ukrainische Kinder aufhören, "sich als Ukrainer zu identifizieren und letztendlich in der russischen Armee landen", sagt Maksymov, der Leiter der Initiative. Russland militarisiere in den besetzten Gebieten in großem Umfang ukrainische Kinder und Jugendliche, um "zukünftige Soldaten heranzuziehen" und sie in den Kampf gegen ihr eigenes Volk einzubinden.
+++ 04:16 Putin macht "westliche Globalisten" für AfD-Sieg verantwortlich +++
Kremlchef Wladimir Putin hat die von ihm so bezeichneten westlichen Globalisten für den Wahlerfolg der rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt und andere Entwicklungen in Europa verantwortlich gemacht. "Ich denke, dass alles, was derzeit in Europa passiert, im Grunde auf systemische Fehler des sogenannten Westens zurückzuführen ist - auf Fehler westlicher Globalisten in Politik, Sicherheit und Wirtschaft", sagte Putin während seines Aufenthalts in Indien. Zuletzt gab er westlichen Eliten die Schuld am Ukraine-Krieg. Sie hätten Russland unter Druck gesetzt und versucht, die Ukraine in die Nato zu bringen.
+++ 03:15 Über 30 Prozent: Geflüchtete Ukrainer erleben Diskriminierung in Polen +++
31 % der ukrainischen Flüchtlinge in Polen haben in den letzten zwölf Monaten aufgrund ihrer Nationalität oder ethnischen Zugehörigkeit Diskriminierung erfahren. Das berichtet die "Ukrainska Pravda" basierend auf den Werten einer Umfrage. 22 % erlebten Vorurteile, weil sie Ukrainisch sprachen. Sechs Prozent berichteten von Benachteiligung aufgrund ihrer Russischkenntnisse, fünf Prozent aufgrund ihres Alters und drei Prozent aufgrund ihres Geschlechts.
+++ 02:10 Russland nutzt KI Claude für Cyberangriffe gegen Europa und Ukraine +++
Russland hat in den letzten Monaten die KI Claude für Cyberangriffe gegen die Ukraine und Europa eingesetzt, berichtet Anthropic. "Die am häufigsten angegriffenen Personen waren Mitglieder der ukrainischen Regierung, des Militärs und des diplomatischen Personals. Der Akteur durchsuchte E-Mail-Dienste und Fernzugriffssysteme von mehr als zwei Dutzend ukrainischen Regierungsorganisationen", heißt es in dem Bericht."Ein gemeinsames Thema der Angriffe waren die Ukraine und die Anbieter militärischer Drohnentechnologie sowie deren Lieferketten." Russland ist mithilfe von KI in der Lage, Abwehrmaßnahmen gegen Cyberangriffe zu umgehen, was für Hacker sonst deutlich kostspieliger wäre.
+++ 01:10 Putin: Europäische Soldaten in Ukraine würde "Krieg gegen Russland" bedeuten +++
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Europäer vor einer Entsendung von Soldaten in die Ukraine gewarnt. "Derzeit sagen sie, dass sie erwägen, wie sie Soldaten auf ukrainisches Territorium schicken können", sagte Putin nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen bei einem Indien-Besuch mit Blick auf europäische Staats- und Regierungschefs. "Das bedeutet einen Krieg gegen Russland." Putin sagte zudem, Russland würde europäische Länder nicht "bedrohen" und habe auch nicht die Absicht, dies zu tun. "Warum würden wir? Niemand versteht, dass wir keinen Grund haben, in einen Konflikt mit Europa zu treten." Europäische Politiker würden den Bevölkerungen ihrer Länder mit einer "erfundenen Bedrohung aus Russland" Angst einflößen, sagte Putin.
+++ 00:10 Belarus: Lukaschenko überprüft Einsatzbereitschaft der Truppen +++
Der belarussische Machthaber Lukaschenko kündigte die Fortsetzung der Überprüfung der Einsatzbereitschaft der belarussischen Streitkräfte an, schreibt das "Kyiv Independent". Lukaschenko sagte laut der belarussischen Nachrichtenagentur BelTA: "Ich habe es bereits ganz klar gesagt: Die Armee muss reformiert werden, die Zeit ist reif. Die gesamte Armee. Wir werden jeden überprüfen. Bis hin zur Mobilmachung." Derzeit werden laut Lukaschenko eine Artilleriebrigade und Kommunikationseinheiten auf ihre Einsatzbereitschaft überprüft, nachdem bereits Panzer- und motorisierte Schützeneinheiten inspiziert worden waren. "Wir bereiten uns auf den Krieg vor, damit es keinen geben wird", sagte er. Er fügte hinzu, dass Lehren aus der "speziellen Militäroperation" bei den Tests gezogen werden. So bezeichnet Russland den Krieg gegen die Ukraine.
+++ 23:05 Menschen sterben bei "Doppelattacke" gegen Tankstellen in Kiew +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Tankstelle in Kiew sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet worden. Neun weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X. Die Rettungskräfte veröffentlichten Aufnahmen einer ausgebrannten Tankstelle, aus der Rauch aufstieg. Eine Rettungskraft sei bei einer "Doppelattacke" verletzt worden sei, also einem neuen Angriff auf denselben Ort kurz nach einem ersten Einschlag. Russland eskaliere die Lage gezielt. Der ukrainische Ölkonzern Ukrnafta erklärte, zwei seiner Tankstellen seien am Freitagmorgen gleichzeitig getroffen worden. In der ukrainischen Hauptstadt wächst die Sorge, dass Russland eine neue Offensive gegen dortige Tankstellen gestartet hat. Die russischen Streitkräfte wenden diese Taktik bereits in Gebieten näher an der Front an.
+++ 22:35 Russische Streitkräfte sollen ukrainische Kriegsgefangene erschossen haben +++
Russische Soldaten haben zwei gefangenen ukrainische Nationalgardisten in der Nähe in der Region Donezk erschossen, berichtet "Ukrinform". Es wurden Voruntersuchungen zu möglichen Kriegsverbrechen eingeleitet, teilt die regionale Staatsanwaltschaft auf Telegram mit. Die zwei Soldaten der Nationalgarde der Ukraine haben sich in einem Waldstreifen in der Nähe von Dobropillja befunden. Nach Angaben der Ermittler wurden sie bei einem Kampfeinsatz von russischen Besatzungstruppen gefangen genommen. Anschließend sollen die russischen Streitkräfte sie mit automatischen Waffen erschossen haben.
+++ 22:05 Selenskyj appelliert eindringlich an Trump: "Strenge" Sanktionen verhängen +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert US-Präsident Trump auf, ab sofort "strenge" Sanktionen gegen Russland zu verhängen, um der russischen Waffenproduktion zu schaden. Es müssten umgehend "Maßnahmen zur Begrenzung der Produktion von ballistischen Raketen und damit verbundenen Waffen" ergriffen werden, betont Selenskyj auf einem internationalen Forum in Kiew. "Ich verstehe manchmal nicht, warum Entscheidungen nicht schnell getroffen werden können", sagt der Präsident. Die US-Regierung müsse entschlossene Entscheidungen treffen - "die persönlichen Entscheidungen von Präsident Trump", fügt er hinzu. Selenskyj geht davon aus, dass er Trump Ende des Monats in New York treffen wird. Angesichts des bevorstehenden Winters fürchtet die Ukraine massive Schäden durch russische Angriffe auf ihre Energieinfrastruktur wie im vergangenen Winter. Um ballistische Raketen abfangen zu können, benötigt die Ukraine insbesondere US-Patriot-Flugabwehrraketen.
+++ 21:13 Britische Schätzung: 500.000 russische Soldaten getötet +++
Eine britische Militärgeheimdienst-Einschätzung geht davon aus, dass ungefähr eine halbe Million russische Soldaten seit Beginn der großangelegten Invasion der Ukraine im Februar 2022 getötet wurden. Das sagt der britische Generalstabschef Richard Knighton vor Reportern, wie Sky News berichtet. "Das bedeutet, dass eine halbe Million Familien ihren Vater, ihren Sohn, ihren Bruder oder Ehemann nie wieder sehen werden", wird er zitiert. Demnach sollen auf russischer Seite insgesamt 1,5 Millionen Soldaten getötet oder verwundet worden sein. Der überwiegende Teil dieser Verluste sei seit Januar 2023 erfolgt – und das, obwohl Russland in dieser Zeit lediglich zwei Prozent des ukrainischen Territoriums erobert habe, so der Militär. Diese Zahlen würden die sinnlose Verschwendung von Menschenleben für so geringe Fortschritten deutlich veranschaulichen, glaubt er. Offizielle Zahlen zu den Verlusten der Kriegsparteien gibt es nicht. Der russischsprachige Dienst der BBC berichtete im März, dass der Tod von mehr als 206.000 russischen Soldaten durch öffentlich zugängliche Daten bestätigt sei. Die tatsächlichen Zahlen dürften jedoch deutlich höher sein, hieß es. Im Januar ging die Denkfabrik CSIS in Washington von 325.000 getöteten russischen Soldaten seit Februar 2022 aus. Für die Ukraine wurden die Verluste auf 500.000 bis 600.000 Soldaten beziffert, darunter 100.000 bis 140.000 Tote.
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