Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:15 Selenskyj erwartet keine neuen russischen Energieverträge mit EU +++

26.10.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet nicht damit, dass große europäische Länder ihre Energiepartnerschaft mit Russland wieder aufnehmen. In einem Interview im ukrainischen Fernsehen sagt er, er habe bislang keine entsprechenden Anfragen zur Aufhebung der Sanktionen gesehen. Sollte es dazu kommen, werde die Ukraine reagieren, betont Selenskyj. Zugleich seien einige europäische Länder weiterhin von russischen Öl- und Gaslieferungen abhängig. Die EU habe jedoch beschlossen, die Einfuhr von russischem Pipelinegas und Flüssigerdgas bis Ende 2027 schrittweise einzustellen, so Selenskyj.

+++ 05:39 Präsidentschaftswahl in Bulgarien: Zwei Kandidaten kommen in Stichwahl +++

Im EU- und Nato-Land Bulgarien fällt die Entscheidung über das künftige Staatsoberhaupt in einer Stichwahl. Wie aus einer Hochrechnung des bulgarischen Meinungsforschungsinstituts Mjara hervorgeht, erreichte keiner der Kandidaten schon im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit. Zudem lag die Wahlbeteiligung mit 22,2 Prozent weit unter den notwendigen mehr als 50 Prozent. Damit wird es am kommenden Sonntag eine Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten geben - der jetzigen Präsidentin Ilijana Jotowa und Ex-Interimsregierungschef Andrej Gjurow. Der Ukraine-Krieg tobt nur wenige Hundert Kilometer von Bulgarien entfernt. Vor der bulgarischen Schwarzmeerküste waren im Oktober vier Handelsschiffe mutmaßlich von Drohnen getroffen worden. Zudem wurden nahe der Hauptstadt Sofia Antennen des Satelliteninternetdienstes Starlink in Brand gesetzt, dessen Netz wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im russischen Angriffskrieg ist. Der Kriegsschauplatz in Bulgariens unmittelbarer Nähe verleiht der bevorstehenden Stichwahl eine wichtige außenpolitische Dimension.

+++ 04:44 Österreichs Bundeskanzler: Aus Washington kommen doppelte Botschaften +++

Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker wirft den USA widersprüchliche Signale gegenüber der Ukraine vor: "Einige aktuelle Verhaltensweisen der US-Regierung, wie der Kauf von Dieselkraftstoff aus Russland, wirken sehr kurzsichtig", sagt Stocker der "Welt". "Sie sind ein schwieriges Signal für die Ukraine und die EU. Gleichzeitig betont Washington immer wieder Interesse an Gesprächen über ein baldiges Ende des Krieges. Das sind – wie so oft – doppelte Botschaften aus Washington, die sich widersprechen", sagt der Christdemokrat dem Blatt. Nach den Zwischenwahlen für den US-Kongress im November sehe man hoffentlich etwas klarer.

+++ 03:24 Selenskyj: Mediendruck brachte uns Starlink zurück +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht davon aus, dass der Starlink-Service dank der medialen Aufmerksamkeit wieder auf die gewünschte Geschwindigkeit gebracht werden konnte. "Ich denke, genau das hat geholfen. Es ist nicht so, als wäre das die Hauptstrategie unserer Zusammenarbeit mit Partnern gewesen. Wir sind offen und direkt, und es hat funktioniert. Zumindest vorerst", sagt Selenskyj in einem Interview im ukrainischen Fernsehen. "Wir werden sehen, wie es weitergeht, denn wir erleben täglich neue Entwicklungen, und es könnten während der US-Wahlen verschiedene Herausforderungen auf uns zukommen. Dennoch ist dies im Moment eine positive Entwicklung, und wir brauchen sie dringend." 

+++ 02:08 Melania Trump zieht Ukraine-Reise in Erwägung +++

US-First Lady Melania Trump hat einen Besuch in der Ukraine nicht ausgeschlossen. Das berichtet die "New York Post". "Wir werden sehen", sagte Melania Trump auf die Frage, ob sie einen persönlichen Besuch in der Ukraine abstatten werde. US-Präsident Donald Trump äußerte sich zu dieser Möglichkeit und sagte: "Es könnte passieren." Das Weiße Haus hatte zuvor eine von Melania Trump vermittelte Waffenruhe für Oleschky angekündigt, die am kommenden Donnerstag beginnen soll. Die Feuerpause soll Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten ermöglichen.

+++ 23:39 Selenskyj stellt Dreiergespräche mit USA und Russland für November in Aussicht +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Dreiergespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA für November in Aussicht gestellt. "Wir sind bereit zu Gesprächen", sagt Selenskyj im ukrainischen Fernsehen. Gebietsfragen müssten auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs besprochen werden, andere Themen könnten technische Arbeitsgruppen behandeln. "All das kann also im November besprochen werden", sagt er. Der Kreml hatte am Freitag angekündigt, dass für die erste Novemberhälfte direkte Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Unterhändlern unter US-Vermittlung in Abu Dhabi geplant seien. Die Ankündigungen erfolgten vor dem Hintergrund neuer diplomatischer Bemühungen der US-Regierung. US-Sondergesandter Steve Witkoff hatte am Dienstag Selenskyj und europäische Vertreter in Oslo getroffen und war am Mittwoch mit Kremlchef Wladimir Putin in St. Petersburg zusammengekommen. Selenskyj bekräftigte zugleich seine Ablehnung mehrerer russischer Forderungen.

+++ 22:17 Vier Tote bei zwei Drohnenangriffen in der russischen Region Belgorod +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzstadt Belgorod sind drei Menschen ums Leben gekommen, 13 weitere wurden verletzt, wie die örtlichen Behörden mitteilen. Bei einem weiteren Drohnenangriff im Laufe des Tages in einem nahegelegenen Dorf starb zudem eine weitere Person, eine andere wurde verletzt. "Leider ist die Zahl der Todesopfer des Angriffs von letzter Nacht (in der Stadt Belgorod) gestiegen - ein weiterer verletzter Mann ist im Krankenhaus verstorben. Dies ist eine große Tragödie für alle Einwohner der Stadt", schrieb der Bürgermeister von Belgorod, Valentin Demidow, auf der staatlich unterstützten Nachrichten-App MAX.

+++ 21:52 Selenskyj: Ukraine beendet Attacken auf Ölraffinerien, wenn Russland Angriffe auf Energiesektor stoppt +++

Die Ukraine ist laut Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit, Angriffe auf die russischen Ölraffinerien einzustellen, sofern Russland darauf verzichtet, das ukrainische Stromnetz anzugreifen. Dies erklärte Selenskyj mit dem ukrainischen Medienunternehmen TSN-Tyzhden. "Wenn ihr wollt, dass wir aufhören, die russische Infrastruktur für Diesel- und Ölverarbeitung anzugreifen, dann ist das ganz einfach: Sie müssen aufhören, unser Stromnetz anzugreifen. Das ist nur fair. Ein Waffenstillstand im Energiebereich - so könnte es funktionieren", so der Präsident. Ihm zufolge hat er diesen Vorschlag bereits seinen internationalen Partnern unterbreitet.

+++ 21:28 Ukraine: Moskau dürfte nur Fluchtwege aus Oleschky in Richtung Russland freiräumen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht davon aus, dass die russischen Besatzungstruppen nur von den Straßen in Oleschky Minen räumen werden, die die Bewohnerinnen und Bewohner in Richtung Russland lenken werden. Das sagte der ukrainische Staatschef im Interview mit dem ukrainischen Medienunternehmen TSN-Tyzhden, wie "Ukrainska Pravda" meldet. "Zweifellos wird Russland alles daransetzen, die Straßen (in Oleschky) so zu entminen, dass die Menschen in Richtung Russland ziehen und dort auch bleiben", so Selenskyj. Der Präsident ist der Ansicht, dass die Russen nicht bereit sein werden, "die Menschen einfach ohne jegliche Bedingungen gehen zu lassen". Selenskyj erklärte zudem, dass ein Teil der Bevölkerung auf die eine oder andere Weise in ukrainisch kontrolliertes Gebiet evakuiert werden wird.

+++ 21:01 Selenskyj: US-Warnungen vor russischen Raketenangriffen wiederhergestellt +++

Nach jüngsten Problemen werden die US-Warnungen vor bevorstehenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge wieder in vollem Umfang übermittelt. Die Warnungen sind für die ukrainische Luftverteidigung entscheidend. Dem ukrainischen Fernsehsender TSN erklärt Selenskyj, das Satelliten-Internet Starshield von SpaceX funktioniere seit dem frühen Morgen wieder auch bei einem Tempo von bis zu 420 Kilometern pro Stunde. Die Verbindung war vor einigen Tagen eingeschränkt worden.

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