Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 14:45 Angriff auf russische Fabrik in Oblast Twer +++

07.02.2026, 00:01 Uhr

Ukrainische Drohnen haben eine russische Fabrik in der Oblast Twer angegriffen, die Treibstoffkomponenten für Marschflugkörper herstellen, sagte ein Insider des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) gegenüber "Kyiv Independent". Von der SBU-Spezialeinheit Alpha eingesetzte Drohnen griffen demnach die Anlage an und lösten einen Großbrand aus.

+++ 14:00 Ukrainischer Energieversorger meldet zehnten Angriff auf eigene Werke innerhalb von Monaten +++

Russische Luftangriffe beschädigen die Energieinfrastruktur der Ukraine abermals schwer. Eine Zahl verdeutlicht dies: So berichtete der größte private Energieversorger DTEK von erheblichen Schäden und meldete, es habe sich um den zehnten Angriff auf seine Werke seit Oktober 2025 gehandelt.

+++ 13:00 Angeschossener russischer General nach künstlichem Koma wieder bei Bewusstsein +++

Der russische General Wladimir Alexejew soll nach einem mutmaßlichen Mordanschlag auf seine Person wieder das Bewusstsein erlangt haben. Zuvor war er operiert und in ein künstliches Koma versetzt worden, wie die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung aus Quellen im Medizinbereich berichtet. Ärzte geben demnach vorsichtig Entwarnung. Es bestehe keine Lebensgefahr mehr für Alexejew. Der stellvertretende Chef des russischen Armeegeheimdienstes war in seiner Wohnung Berichten zuolge mehrfach angeschossen worden. Die Tageszeitung "Kommersant" berichtet indes unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass Verhöre zweier Verdächtiger anstünden. Russlands Außenminister Sergej Lawrow machte die Ukraine für die Schüsse auf den General verantwortlich. Eine Stellungnahme aus der Ukraine liegt noch nicht vor.

+++ 11:56 Selenskyj: Russland zieht Angriffe der Diplomatie vor +++

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Energiesektor des Landes mit mehr als 400 Drohnen und rund 40 Raketen angegriffen. Ziele seien das Stromnetz, Erzeugungsanlagen und Umspannwerke gewesen, teilt Selenskyj auf X mit. "Jeden Tag könnte Russland echte Diplomatie wählen, aber es entscheidet sich für neue Angriffe", erklärt er weiter. Dem Land müsse die Fähigkeit genommen werden, die Kälte als Druckmittel gegen die Ukraine einzusetzen.

+++ 11:19 Verdächtige nach Anschlag auf russischen General laut Bericht vor Verhör +++

Nach dem versuchten Anschlag auf den russischen Militärgeheimdienst-General Wladimir Alexejew sollen zwei Verdächtige in Kürze verhört werden. Nach der Befragung soll Anklage erhoben werden, berichtet die russische Zeitung "Kommersant" unter Berufung auf Ermittlerkreise. Eine offizielle Bestätigung für die Festnahme der Verdächtigen liegt bislang nicht vor.

+++ 10:36 Neue Ukraine-Russland-Gespräche für nächste Woche in den USA geplant +++

Die USA dringen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge auf eine Lösung zur Beendigung des Krieges noch vor dem Sommer. Die Regierung in Washington habe eine neue Gesprächsrunde zwischen der Ukraine und Russland in einer Woche in Miami vorgeschlagen, erklärt Selenskyj in einer Stellungnahme seines Büros an Journalisten. Die Ukraine habe dem zugestimmt. Erst kürzlich waren zweitägige, von den USA vermittelte Friedensgespräche in Abu Dhabi ohne einen großen Durchbruch zu Ende gegangen.

+++ 09:48 Luftraum im Südosten Polens nach Militäreinsatz wieder geöffnet +++

Der Luftraum im Südosten Polens ist nach einem Militäreinsatz wieder geöffnet. Die Flughäfen Rzeszow und Lublin hätten den Flugbetrieb wieder aufgenommen, teilt die polnische Flugsicherungsbehörde auf X mit. Zuvor war der Betrieb aus Sicherheitsgründen vorübergehend eingestellt worden. Hintergrund seien russische Angriffe auf die nahe gelegene Ukraine gewesen. Um der militärischen Luftfahrt freie Bahn zu verschaffen, sei der zivile Verkehr ausgesetzt worden, heißt es weiter. "Diese Maßnahmen sind präventiver Natur und dienen der Sicherung und dem Schutz des Luftraums, insbesondere in Gebieten, die an die bedrohten Regionen angrenzen", erklärt das operative Kommando der polnischen Streitkräfte auf X.

+++ 08:54 Schmyhal: "Großangriff auf ukrainische Energieanlagen" +++

Russland greift ukrainischen Angaben zufolge seit der Nacht massiv die Energieinfrastruktur des Landes an. "Russische Kriminelle haben einen weiteren Großangriff auf ukrainische Energieanlagen verübt", teilt der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal via Telegram mit. "Der Angriff geht weiter", fügt er hinzu. Die Regierung habe im ganzen Land Notabschaltungen der Stromversorgung veranlasst. Die Reparaturarbeiten sollen beginnen, sobald es die Sicherheitslage zulasse.

+++ 08:19 AfD bei Münchner Sicherheitskonferenz: Vorteil für Moskau? +++

Wegen der Teilnahme von AfD-Politikern an der bevorstehenden Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) fürchten SPD und Grüne um die Vertraulichkeit der Tagung. Angesichts der Einstufung der AfD als teils gesichert rechtsextrem teile sie die Sicherheitsbedenken bezüglich einer Teilnahme der Partei, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Bettina Lugk von der SPD. Sie hätte es daher "für angemessen befunden", auch in diesem Jahr keine AfD-Mitglieder einzuladen. Die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sara Nanni, befürchtet bei einer Teilnahme von AfD-Politikern insbesondere eine Weitergabe vertraulicher Informationen an Russland. "Die AfD redet sich und ihren Wählern ein, mit Russland könne man reden. Schon lange verzichten wir in den Ausschüssen darauf, Dinge zu besprechen, von denen wir nicht wollen, dass sie in Moskau landen", sagte Nanni.

+++ 07:33 Netzbetreiber: Stromausfälle in weiten Teilen der Ukraine nach "massiven" Angriffen +++

Ein großangelegter Angriff der russischen Streitkräfte auf die ukrainische Energieinfrastruktur hat nach Angaben des staatlichen Netzbetreibers in weiten Teilen der Ukraine Stromausfälle verursacht. Infolge der Schäden durch den "massiven Angriff" habe es am Samstagmorgen in den meisten Regionen Stromabschaltungen gegeben, erklärte der Netzbetreiber Ukrenergo im Onlinedienst Telegram. Die Angriffe hielten zunächst noch an. Laut "Kyiv Independent" war auch der Westen der Ukraine von Angriffen betroffen.

+++ 07:02 Flightradar24: Polens Luftraum im Südosten gesperrt - Militäreinsatz +++

Der Luftraum im Südosten Polens ist wegen eines Militäreinsatzes gesperrt. Grund seien "ungeplante militärische Aktivitäten", teilt der Flugbeobachtungsdienst Flightradar24 auf X mit. Der Flughafen Lublin sei wegen eines Einsatzes von Nato-Flugzeugen in dem Gebiet nicht erreichbar. Bereits im vergangenen Monat hatten die Flughäfen Rzeszow und Lublin den Betrieb zeitweise eingestellt.

+++ 06:25 Ischinger: Waffenstillstand in der Ukraine würde Bedrohung der Nato verschärfen +++

Ein Waffenstillstand in der Ukraine verschärft die Gefahr eines russischen Angriffs auf östliche Nato-Länder, warnt der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), Wolfgang Ischinger. "Solange die Ukraine Europa verteidigt, ist die Gefahr nicht so groß. Dadurch sind Putins Armeen dort gebunden", sagt Ischinger dem "Tagesspiegel". "In dem Augenblick, in dem es einen Waffenstillstand in der Ukraine gibt, ändert sich die Lage. Dann kann Putin seine Aufrüstung in aller Ruhe fortsetzen, und die Bedrohungslage verschärft sich für die Nato-Länder an der Ostflanke."

+++ 05:42 Arbeitgeber gegen Freistellungspflicht bei Reservisten +++

Einer möglichen Verpflichtung, ihre Arbeitnehmer im Namen der Sicherheit für Reserveübungen der Bundeswehr abstellen zu müssen, stehen die deutschen Arbeitgeber skeptisch gegenüber. "Um eine verlässliche Teilnahme an Reserveübungen sicherzustellen, braucht es keinen Freistellungszwang", teilt die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) dem "Tagesspiegel" mit: "Auch auf Grundlage des Freiwilligkeitsprinzips kann eine hohe Freistellungsquote erreicht werden - vorausgesetzt, Unternehmen erhalten die Möglichkeit einer vorausschauenden Personalplanung und ihr berechtigtes Interesse an einem reibungslosen Betriebsablauf wird berücksichtigt." Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte im Herbst gemäß dem Koalitionsvertrag eine Strategie zur Stärkung der Reserve bis Ostern angekündigt.

+++ 04:47 Abgestürzte Drohne in Moldau gefunden +++

Eine nicht identifizierte Drohne ist auf moldauischem Gebiet gefunden worden, wie die Behörden mitteilen. Der Gegenstand wurde am Freitag im Dorf Sofia im Bezirk Drochia nahe der ukrainischen Grenze entdeckt. Daraufhin riegelte die Polizei das Gebiet ab und entsandte Sprengstoffexperten zur Untersuchung. Die moldauische Polizei teilt mit, dass dies der dritte Drohnenfund im Land seit Jahresbeginn sei. "Das Außenministerium der Republik Moldau verurteilt aufs Schärfste jeden Vorfall, der eine Verletzung des Luftraums des Landes und eine potenzielle Bedrohung für die Sicherheit seiner Bürger darstellen könnte", so das Außenministerium der Republik Moldau.

+++ 03:46 Trump deutet Bewegung im Ukraine-Krieg an +++

US-Präsident Donald Trump deutet eine mögliche Entwicklung im russischen Krieg gegen die Ukraine an. Es gebe "sehr, sehr gute Gespräche", sagt Trump vor Journalisten. "Etwas könnte passieren", fügt er hinzu, ohne dies jedoch zu präzisieren. Der republikanische Präsident hatte versprochen, den Krieg zu beenden, was er bislang jedoch nicht umgesetzt hat.

+++ 02:39 Selenskyj fordert nach Angriffen schnellere Reparaturen und bessere Luftabwehr +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert nach massiven russischen Luftangriffen schnellere Maßnahmen. Die Luftabwehr müsse gestärkt und Schäden am Stromnetz sowie an der Wärmeversorgung rascher behoben werden, sagt er in seiner abendlichen Videoansprache. Allein in Kiew seien nach einem Angriff am Dienstag mehr als 1100 Wohngebäude ohne Heizung. Selenskyj kündigt zudem personelle Konsequenzen in Gebieten mit unzureichender Luftabwehr an und wirft der Kiewer Stadtverwaltung Versäumnisse vor. (Siehe Eintrag um 20:16 Uhr)

+++ 01:43 Indien stoppt Import von russischem Öl für Handelserleichterungen mit den USA +++

Indien wird seine Importe von russischem Öl einstellen und erhält im Gegenzug einen besseren Zugang zum US-Markt. Beide Länder legten dazu die Eckpunkte für ein vorläufiges Handelsabkommen fest. "Die USA und Indien werden diesen Rahmen unverzüglich umsetzen und den Abschluss des vorläufigen Abkommens anstreben", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen am Montag angekündigt. Demnach senken die USA ihre Zölle auf indische Waren von 50 auf 18 Prozent. Stattdessen werde das Land Öl aus den USA und möglicherweise aus Venezuela kaufen, hatte Trump nach einem Telefonat mit dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi erklärt. Zudem unterzeichnete Trump eine Anordnung. Damit wurde ein Strafzoll von 25 Prozent auf alle Importe aus Indien aufgehoben, der wegen der russischen Ölimporte Indiens verhängt worden war. Ein endgültiges Handelsabkommen wird für März erwartet.

+++ 00:42 Insider: USA dringen auf raschen Ukraine-Deal vor US-Wahlkampf +++

Die USA und die Ukraine erörtern Insidern zufolge einen Zeitplan für ein Friedensabkommen mit Russland, der im Frühjahr Wahlen vorsehen könnte. Ziel sei eine Einigung im März, gefolgt von einem Referendum und Wahlen im Mai, sagen mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das US-Verhandlungsteam um den Sondergesandten Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner dränge zur Eile. Hintergrund sei die Sorge, dass sich der US-Präsident angesichts der im November anstehenden Kongresswahlen bald stärker auf innenpolitische Themen konzentrieren werde.

+++ 23:32 Armeechef: Haben drei Offensiven durchgeführt, um Moskaus Pläne zu durchkreuzen +++

"Im Jahr 2025 führten die ukrainischen Verteidigungskräfte drei Offensivoperationen durch, zwei davon auf dem Gebiet der Russischen Föderation: in der Region Belgorod und in der Region Kursk." Das sagt der ukrainische Armeechef Olexander Syrskyj laut der Nachrichtenagentur RBC Ukraine. Die dritte Operation habe in Richtung Dobropillia in der Region Donezk stattgefunden. Syrsky ist überzeugt, dass diese Operationen die russischen Pläne vereitelten, die Region Donezk vollständig einzunehmen und sogenannte Pufferzonen zu schaffen.

+++ 22:03 Analysten: Bei diesem Tempo bräuchten Russen zwei Jahre für Donezk-Eroberung +++

Schnelle, umfassende Fortschritte der russischen Truppen sind im Gebiet Donezk nach Einschätzung ukrainischer Analysten nicht zu erwarten. Bei der derzeitigen Geschwindigkeit ihres Vormarsches in der Region Donezk werde die russische Armee mindestens zwei Jahre brauchen, um die Region Donezk vollständig zu erobern, sagen Deepstate-Mitbegründer Ruslan Mykula und Roman Pogorily der Nachrichtenagentur Ukrinform zufolge bei einer Sondersitzung des Kiewer Sicherheitsforums. Der Militärblog Deepstate steht dem ukrainischen Militär nahe.

+++ 21:32 In Kupjansker Gegend über Tausend Bewohner vermutet, zu denen kein Kontakt besteht +++

Im Bezirk Kupjansk leben nach Einschätzung örtlicher Behörden noch über Tausend Einwohner, zu denen keinerlei Kontakt besteht. "Die einzigen, die ihnen bei der Evakuierung helfen können, sind unsere Verteidigungskräfte", sagt der Leiter der Militärverwaltung von Kupjansk, Andrij Besedin, gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrinform. Die Sicherheitslage sei dort äußerst schwierig, ständig gebe es Beschuss. Das Gebiet finde sich jedoch unter ukrainischer Kontrolle, sagt er. Laut dem Militärblog Deepstatemap ist ein kleiner Teil der Stadt Kupjansk von russischen Truppen besetzt. Ein Teil der Stadt wird als "Graue Zone" angegeben, die meisten umliegenden Orte jedoch als ukrainisch kontrolliert.

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