Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:38 Krim stoppt Kraftstoffverkauf an Privatleute und Unternehmen +++
Auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim haben Tankstellen laut Behördenangaben den Verkauf von Treibstoff an Privatpersonen und Unternehmen eingestellt. Der von Russland eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow teilt über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, dass der Stopp seit Sonntag 9 Uhr Ortszeit in Kraft sei. Kraftstoff werde nur noch an staatliche Behörden abgegeben, die den Betrieb und die Sicherheit der Halbinsel gewährleisteten, so Aksjonow weiter.
+++ 08:57 Trotz Drohnenalarm: Kinder feiern im Tierpark +++
Eine Drohne schlägt im Zoo ein, Tiere sterben, ein Elefant steht unter Schock. Doch schon am nächsten Tag kommen Familien wieder in den Park und zur Delfinshow. In den Ferien suchen viele Kinder in Charkiw für einen Moment Normalität - trotz Krieg und Luftalarm:
+++ 08:02 Selenskyj schickt Polen seinen entzogenen Orden zurück - und zeigt die Quittung +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach der Aberkennung seines polnischen Ordens Weißer Adler diesen nach Warschau zurückgeschickt. Ein Foto mit der Quittung und einem Postmitarbeiter veröffentlichte er auf X. Dazu heißt es von ihm: "Wir waren der Überzeugung, dass der 2023 verliehene Orden des Weißen Adlers für das ukrainische Volk und unsere Armee bestimmt war. So wurde es damals erklärt. Heute habe ich den Orden an den polnischen Präsidenten zurückgeschickt." Vorausgegangen waren Streitigkeiten über das ukrainische Gedenken an Nationalisten.
+++ 07:04 Ukraine soll Krim erneut massiv aus der Luft angreifen +++
Die Ukraine setzt anscheinend ihre Attacken auf die Krim fort. Laut dem Kanal Exilenova+ gab es am Morgen einen massiven Angriff mit Drohnen auf Kertsch, in der ganzen Stadt seien Explosionen zu hören. Im Hafen seien Treffer registriert worden. "Es scheint, als würde ein Korridor zur Krim-Brücke aufgerissen, um diese zu blockieren oder zu beschädigen." Bereits in den vergangenen Tagen hatte es diverse Angriffe auf kleinere Brücken in der Region gegeben.
+++ 06:10 Bizarr: Ukrainer gaben gefangengenommenen Urenkel von Leonid Breschnew McDonald's-Menü +++
Der russische Kanal Baza berichtete unter Berufung auf Angaben der Mutter von Anton Milajew, dass dieser in ukrainischer Gefangenschaft sei. Bei Milajew handelt es sich um den Urenkel vom ehemaligen Sowjet-Führer Leonid Breschnew. Mittlerweile hat die 34. Marinebrigade der Ukraine auf ihren Kanälen bestätigt, dass Milajew in ihrer Gefangenschaft ist. Die Einheit hatte bereits im Mai ein Video von der Gefangennahme mehrerer russischer Soldaten gepostet, in dem Milajew zu sehen ist. Bizarr: die Ukrainer statteten die russischen Soldaten damals mit Menüs von McDonald's aus. Sie sollen sich zuvor eine ukrainischen Drohne ergeben haben, über die ihnen per Lautsprecher Anweisungen gegeben wurden.
+++ 05:30 Mehrere Abgeordnete wollen schärfer gegen Russlands Schattenflotte vorgehen +++
Parlamentsabgeordnete aus Deutschland und Frankreich fordern mit einer gemeinsamen Initiative mehr konkrete Schritte gegen Schiffe der russischen Schattenflotte. Nötig seien verstärkte Kontrollen und die Festsetzung von Schiffen bei Verstößen gegen geltendes Recht, heißt es in einer Vorlage, die am Montag bei einer Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) beschlossen werden soll. Zudem werden zusätzliche diplomatische Bemühungen gegenüber den Flaggenstaaten von beteiligten Schiffen verlangt.
+++ 04:11 Tausende weitere Identitäten von gefallenen Soldaten aufgeklärt +++
Das unabhängige russische Medium Mediazona und die BBC haben in gemeinsamer Recherche die Identitäten von 227.680 in der Ukraine gefallenen russischen Soldaten aufgeklärt. Seit der letzten Aktualisierung Anfang Juni wurden die Namen von 2.661 russischen Soldaten zur Liste der Gefallenen hinzugefügt. Aufgrund der Methodik, die auf öffentlichen Quellen wie Nachrufen basiert, dürfte die tatsächliche Zahl der Todesopfer deutlich höher liegen.
+++ 02:40 Mehrere Tote nach Bombenangriff auf Saporischschja +++
Bei einem russischen Bombenangriff auf Saporischschja sind mindestens fünf Menschen getötet und elf weitere verletzt worden, berichtet "Kyiv Independent". Nach vorläufigen Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow setzten russische Streitkräfte neun Gleitbomben gegen die Regionalhauptstadt ein. Die Leiche eines Opfers wurde aus den Trümmern eines zerstörten Wohnhauses geborgen.
+++ 01:03 Söder: "Ukrainer nicht mehr aus dem Bürgergeld mitfinanzieren" +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert in der "Bild am Sonntag" einen Rechtskreiswechsel für Flüchtlinge aus der Ukraine. Geflüchtete Ukrainer würden dann nicht mehr Gelder aus dem Bürgergeld-Topf erhalten. Zudem verlangte Söder ein Gesetz, um die Bezahlkarte für Asylbewerber bundesweit durchzusetzen: "Bei der Migration müssen Rückführung und die freiwillige Ausreise erhöht werden, um die Kosten massiv zu senken. Das kann besonders über die Bezahlkarte gehen." NGOs, welche Migranten helfen, eine solche Regelung zu umgehen, müssten laut dem CSU-Politiker mit einem Straftatbestand belegt werden.
+++ 00:01 Hofreiter wirft Regierung Versagen bei Schattenflotte vor +++
Die Bundesregierung hat keinen genauen Überblick, wie viele Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte seit 2022 Öl durch deutsche Gewässer transportiert haben. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Anton Hofreiter hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Hofreiter wirft der Bundesregierung deshalb Versagen vor. "Sie nimmt damit in Kauf, dass der Export von Öl durch die Ostsee der russischen Staatskasse weiterhin Einnahmen beschert und Russland ermöglicht, den Angriffskrieg gegen die Ukraine weiterzuführen", sagt der Vorsitzende des Bundestags-Europaausschusses dem RND. Hofreiter fordert, konsequent gegen diese Tanker vorzugehen. Das Verkehrsministerium erklärt dem Bericht zufolge hingegen, eine lückenlose statistische Erfassung von Schiffen oder Aktivitäten der Schattenflotte sei nicht möglich. Die Erkenntnisse der Behörden würden dennoch in gemeinsamen Lagebildern zusammengeführt, die Bundesregierung sehe deshalb keine wesentlichen Datenlücken.
+++ 22:30 Benzin-Engpässe treffen auch russische Region Twer +++
Die Benzin-Engpässe infolge des Ukraine-Kriegs treffen auch Tankstellen in der westrussischen Region Twer. Am Abend schreibt die Verwaltung der Oblast bei Telegram, derzeit werde an Tankstellen aller Ketten Benzin ausgegeben, wobei es an einzelnen Tankstellen zu vorübergehenden Versorgungsengpässen komme. Dies sei unter anderem auf die erhöhte Nachfrage seitens der Verbraucher zurückzuführen. Am Abend zuvor erklärte die Verwaltung, an den Tankstellen von "Surgutneftegas" und "Tatneft" gebe es Beschränkungen für Privatpersonen, während Firmenkunden uneingeschränkt tanken könnten.
+++ 21:32 Bericht: Briten testen experimentelle Waffensysteme für Ukraine +++
Einem Medienbericht zufolge führt Großbritannien erste Tests mit experimentellen Waffensystemen durch, die von verschiedenen Unternehmen entwickelt wurden. Die Waffen könnten später der Ukraine geliefert werden, schreibt die Zeitung "The Telegraph". Zuvor habe das Verteidigungsministerium in der Industrie zur Entwicklung dieser Systeme aufgerufen. Britische Offizielle hofften, dass das erste Waffensystem innerhalb eines Jahres ausgeliefert werden könne, heißt es indem Bericht. Die ersten Tests erfolgen demnach auf einem Testgelände auf den Hebriden, einer Inselgruppe vor Schottslands Nordwestküste. Es soll sich um Raketen handeln, die eine Reichweite von etwa 480 Kilometern haben und mit einem 250 Kilogramm schweren Sprengkopf bestückt werden können. Diese Waffen könnten somit von ukrainischem Gebiet aus theoretisch auch Moskau erreichen.
+++ 20:02 Selenskyj warnt vor russischem Großangriff +++
Den Menschen in der Ukraine könnte ein weiterer großer Großangriff russischen Militärs mit Drohnen und Raketen unmittelbar bevorstehen. An die Bewohner des angegriffenen Landes gerichtet, sagt Präsident Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft: Bitte nehmen Sie heute Nacht und in den kommenden Tagen die Luftangriffswarnungen besonders ernst: Die Russen haben einen neuen massiven Angriff vorbereitet. Bitte passen Sie gut auf sich auf."
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