Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:07 IAEA: Stromversorgung des AKW Saporischschja gefährdet +++

04.10.2026, 00:01 Uhr

Das Kernkraftwerk Saporischschja war in den vergangenen Wochen mehrfach Ziel von Drohnenangriffen, die zu Stromausfällen führten und die nukleare Sicherheit des Kraftwerks weiter gefährdeten, teilt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in einem Beitrag auf X mit. Demnach wurde die IAEA darüber informiert, dass Ende September zudem bei Angriffen auf das nahegelegene Wärmekraftwerk Saporischschja Transformatoren beschädigt wurden, die für die externe Stromversorgung des AKW in Saporischschja von entscheidender Bedeutung sind. Das Kernkraftwerk, das sich derzeit unter russischer militärischer Kontrolle befindet, ist während des vierjährigen Krieges wiederholt von externen Stromausfällen betroffen. Um die notwendigen Reparaturen zu ermöglichen, verhandelt IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi mit beiden Seiten über einen neuen lokalen Waffenstillstand, der möglichst bald in Kraft treten soll. Es wäre der achte derartige, von der IAEA vermittelte Waffenstillstand, der dazu beitragen soll, die externe Stromversorgung für das Atomkraftwerk sicherzustellen.

+++ 06:30 ISW: Russen rücken im Südosten von Sumy weiter vor +++

Die russischen Streitkräfte sind kürzlich in der Region Sumy vorgerückt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Russen sollen demnach Gebiete um die Siedlung Novodmytrivka im Südosten der Stadt Sumy erobert haben. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 06:14 Merz reist zu Solidaritätsbesuch nach Kiew +++

Bundeskanzler Friedrich Merz ist zu einem Solidaritätsbesuch in der Ukraine eingetroffen, um dem Land weitere konkrete Hilfe für den Abwehrkampf gegen Russland zuzusagen – vor allem Abfangdrohnen und weitreichende Waffen. "Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns", sagt der CDU-Chef bei seiner Ankunft mit einem Sonderzug in Kiew. Er wird von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und zehn Unternehmern aus den Bereichen Rüstung und Energie begleitet. Nach Angaben aus Regierungskreisen will Merz den ukrainischen Streitkräften in Kiew die baldige Auslieferung Tausender Abfangdrohnen zusichern, mit denen die besonders schnellen und daher auch besonders gefährlichen russischen Kampfdrohnen mit Düsenantrieb bekämpft werden können.

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Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Bundeskanzler Friedrich Merz steigen am frühen Morgen am Hauptbahnhof der ukrainischen Hauptstadt Kiew aus dem Sonderzug. (Foto: picture alliance/dpa)
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Bundeskanzler Friedrich Merz wird von Andrij Sybiha, Außenminister der Ukraine, am Kiewer Bahnhof begrüßt. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 05:49 Ukraine: Großbrand in Kiewer Industriegebäude nach russischem Drohnenangriff +++

Nach russischen Drohnenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist ein Industriegebäude in Brand geraten. Das teilt die Militärverwaltung der Stadt Kiew auf ihrem Telegram-Kanal mit. Herabfallende Trümmerteile über dem Stadtteil Desnianskyi hätten das Feuer ausgelöst. Über Opfer gab es zunächst keine Informationen.

+++ 03:48 Pro-russische Partei verliert Wahl in Lettland deutlich +++

Die pro-europäische Partei des lettischen Ministerpräsidenten Andris Kulbergs hat die Parlamentswahl nach Teilergebnissen überraschend deutlich gewonnen. Die Vereinte Liste kam nach Auszählung von 72 Prozent der Stimmen auf 36,5 Prozent. Weit abgeschlagen folgte die populistische, pro-russische Partei "Lettland Zuerst" mit 13,0 Prozent. Die Wahl in dem an Russland grenzenden Nato-Staat stand im Schatten des Krieges in der Ukraine und der Sorge vor einer russischen Aggression. Die große russischsprachige Minderheit ist in ihrer Haltung zum Krieg gespalten. Kulbergs war erst im Mai an die Macht gekommen, nachdem die vorherige Koalition am Streit über den Umgang mit verirrten Militärdrohnen zerbrochen war.

+++ 00:04 Russland soll immer mehr Iskander-Raketenwerfer verlieren +++

Der kürzlich zurückgetretene Leiter des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation, Andrij Kowalenko, schreibt auf Telegram, Russland verliere infolge erfolgreicher Operationen der Spezialkräfte im Grenzgebiet immer mehr Iskander-Raketenwerfer. Ballistische Raketen wie die Iskander sind für die Ukraine eines der größten Probleme, weil sie nur über wenige Mittel verfügt, um diese zu eliminieren.

+++ 22:23 Ukrainische Armee: Russland warf am Samstag 166 Fliegerbomben ab und setzte 5600 Kamikaze-Drohnen ein +++

Der Generalstab der ukrainischen Armee beziffert allein für diesen Samstag die Zahl der russischen Luftangriffe mit 45. Russland habe binnen eines Tages 166 gelenkte Fliegerbomben abgeworfen und rund 5600 Kamikaze-Drohnen eingesetzt. Angriffe gab es demnach im Raum Lyman, Kupjansk, Kramatorsk und Kostiantnywka. Die Angriffe seien abgewehrt worden, zwei Gefechte bei Lyman dauerten am Abend noch an.

+++ 21:44: Russische Drohnen verfolgen Fahrzeuge und töten zwei Zivilisten +++

Bei einem Angriff russischer Drohnen in der ostukrainischen Region Charkiw sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Drohnen hätten zwei Privatautos verfolgt und getroffen, teilten die regionalen Behörden mit. Ein Beifahrer in einem der Autos sei schwer verletzt worden. Nach Angaben der Behörden sei im Tagesverlauf eine Reihe von Fahrzeugen von russischen Drohnen angegriffen und zerstört worden. Dabei sei jedoch niemand zu Schaden gekommen. Bereits am Vortag waren bei einem russischen Luftangriff auf Charkiw nach offiziellen Angaben zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 32 Menschen seien durch Gleitbomben verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Synjehubow auf Telegram mit. Das russische Militär hat die Angriffe gegen ukrainische Städte in den vergangenen Wochen verstärkt. Vor allem die großen Ballungszentren wie Kiew, Charkiw oder Odessa stehen im Visier der russischen Luftwaffe und werden mit Kampfdrohnen oder ballistischen Raketen angegriffen.

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