Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 04:34 Selenskyj legt USA neuen Friedensplan für die Ukraine vor +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben den USA Vorschläge für einen Plan zur Beendigung des Krieges mit Russland übergeben. "Wir haben unsere Vorschläge der amerikanischen Seite übermittelt", sagt Selenskyj in einer Videoansprache. Die USA könnten helfen, die Verteidigung der Ukraine zu stärfen, vor allem bei der Flugabwehr. Zudem könnten sie Druck auf Moskau ausüben, damit dessen Pläne auf ein Ende des Krieges anstatt auf eine Verlängerung abzielten. Details zu den Vorschlägen nennt Selenskyj nicht.
+++ 02:46 Explosionen erschüttern russische Hafenstadt Noworossijsk +++
Drohnentrümmer treffen in der Nacht die russische Hafenstadt Noworossijsk. Laut russischen Staatsmedien beschädigen sie sechs Wohnhäuser und ein Geschäftsgebäude. Es soll offenbar mehrere Opfer geben - Details zur genauen Anzahl und Schwere der Verletzungen sind derzeit unbekannt. Die Stadt am Schwarzen Meer beheimatet einen Hafen und einen wichtigen Marinestützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte.
+++ 01:01 Drohnen nahe rumänischer Gasplattform zerstört +++
Rumänische Militärtaucher haben zwei Gerbera-Drohnen zerstört, die in der Nähe eines Offshore-Gasprojekts im Schwarzen Meer trieben, sagt der rumänische Verteidigungsminister Radu Miruta. Nach dem Fund kontaktierten die rumänischen Behörden die Ukraine. "Wir haben unsere ukrainischen Partner kontaktiert, die bestätigten, dass die Systeme nicht ihnen gehören", so Miruta. Woher die Drohnen stammen, ist nicht unabhängig bestätigt. Die Spuren führen nach Russland: Die Mehrzweckdrohne wird dort hergestellt und im Ukraine-Krieg eingesetzt. Die Drohne basiert auf der iranischen Shahed-136-Drohne.
+++ 00:10 Seit Kriegsausbruch in Ukraine auch mehr Drohnen in Deutschland +++
Die Bundeswehr hat in den vergangenen Jahren eine Zunahme von Drohnensichtungen verzeichnet. "Seit Beginn der völkerrechtswidrigen russischen Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022 hat das Meldeaufkommen auch zu Drohnensichtungen mit Bezug zur Bundeswehr deutlich zugenommen und sich verstetigt", sagt ein Sprecher des Operativen Führungskommandos dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
+++ 22:10 UN: Großteil der ukrainischen Kriegsgefangenen wird in russischer Haft misshandelt oder gefoltert +++
Nach Angaben der Beigeordneten Generalsekretärin für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen, Claudia Fuentes Julio, berichteten mehr als 95 Prozent früherer ukrainischer Kriegsgefangener, die vom Büro des Hochkommissars für Menschenrechte befragt wurden, von Folterungen oder Misshandlungen in russischer Haft. Das Büro hat laut Julio auch Hinrichtungen von 129 ukrainischen Kriegsgefangenen zu Beginn ihrer Inhaftierung sowie den Tod von 48 ukrainischen Kriegsgefangenen durch Folterungen, Misshandlungen, Verweigerung der medizinischen Hilfe oder andere menschenunwürdige Haftbedingungen dokumentiert. Mehr als die Hälfte der befragten Ex-Gefangenen habe von sexueller Gewalt berichtet, hieß es. Unter den dokumentierten Foltermethoden nannte Julio brutale Prügel mit Schlagstöcken und schweren Gürteln, Elektroschocks sowie Scheinhinrichtungen.
+++ 21:30 Selenskyj: Putins Plan mit "vorgetäuschter" Wahl ist nicht besonders kompliziert +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Kremlchef Wladimir Putin erneut vor, eine groß angelegte Mobilisierung zu planen. Die massenhafte Rekrutierung von Soldaten werde für den Herbst vorbereitet, gleich nach der "vorgetäuschten" Parlamentswahl im September, sagt Selenskyj in einer abendlichen Videobotschaft und beruft sich auf Geheimdienstinformationen und russische Dokumente. Bis zum Jahresende gehe es um mehrere Hunderttausend Russen und noch einmal ungefähr so viele für das nächste Jahr, behauptet er. Putins Plan sei nicht besonders kompliziert: Er wolle den Anschein erwecken, dass die Russen den Krieg gegen sein Land angeblich unterstützen. Erst am Vortag war mit der liberalen Oppositionspartei Jabloko die einzige Partei von der Wahl ausgeschlossen worden, die den russischen Angriffskrieg offen ablehnt. Selenskyjs Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Auch in der Vergangenheit hatte Kiew Moskau mehrfach vorgehalten, eine weitere Mobilisierung vorzubereiten, ohne dass es dazu kam. Die Frage, ob es in diesem Herbst zu einer neuen Mobilisierungswelle kommt, wird aber auch von Beobachtern viel diskutiert. Bei der großen Mobilisierungswelle im Herbst 2022 waren rund 300.000 Männer eingezogen worden.
+++ 20:55 Kiew übergibt Washington Vorschläge für Kriegsende +++
Die Ukraine hat US-Unterhändlern nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Vorschläge zur Beendigung des mehr als vierjährigen Krieges mit Russland übergeben. "Wir haben der amerikanischen Seite unsere Vorschläge übermittelt", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Die USA könnten helfen, die ukrainische Verteidigung vor allem durch Flugabwehr zu stärken und Druck auf Russland auszuüben. Ziel sei es, dass sich Moskau auf ein Ende des Krieges vorbereite, anstatt ihn in die Länge zu ziehen.
+++ 20:15 Ukrainischer Katastrophenschutz erhält Ausrüstungspaket in Millionenhöhe aus Deutschland +++
Deutschland stellt dem Staatlichen Rettungsdienst der Ukraine (SESU) ein Hilfspaket im Wert von 5,7 Millionen Euro bereit. Wie "European Pravda" unter Berufung auf die deutsche Botschaft in der Ukraine berichtet, umfasst das neue deutsche Hilfspaket die Robotersysteme "Alpha Robotics Wolf R1", "LUF 60", "LUF-CRV" und "Magirus AirCore TAF60" zur Brandbekämpfung und zur Durchführung von Einsätzen unter gefährlichen Bedingungen. Berlin übergab zusätzlich unter anderem Löschfahrzeuge, einen schweren Bergungstraktor, Busse und Kleinbusse für den Personentransport sowie persönliche Schutzausrüstung für Rettungskräfte. Das Paket sei Teil der umfassenden Unterstützung Deutschlands für den SESU, die seit 2015 geleistet werde, hieß es.
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