Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:33 Kreml: Russlands Wirtschaft will für Ukraine-Krieg spenden +++

27.03.2026, 00:04 Uhr

Der von Kremlchef Wladimir Putin befohlene Krieg gegen die Ukraine wird immer teurer - nun sollen sich nach offizieller Darstellung Großspender aus der Industrie angeboten haben. Es sei nicht wahr, dass Putin bei einer Sitzung des Unternehmer- und Industriellenverbandes um Geld gebeten habe, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Vielmehr sei die Initiative von einem Geschäftsmann ausgegangen. Der habe damit argumentiert, dass die meisten Unternehmer ihr Geld in den 1990er Jahren mit Hilfe des Staates gemacht hätten. "Und darum halten es viele jetzt für ihre Pflicht, solche Einlagen zu machen", sagt Peskow.

+++ 13:04 Ukraine: Rolle der USA bleibt entscheidend für ein Kriegsende +++

Den USA kommt nach Ansicht des ukrainischen Außenministers Andrij Sybiha weiter eine entscheidende Rolle bei einer Beendigung des Krieges mit Russland zu. Er habe darüber mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio am Rande des Treffens der G7-Außenminister in Frankreich gesprochen, schreibt Sybiha auf X. Druck auf Russland sei der Schlüssel, um die Führung in Moskau zur Beendigung des Krieges zu bewegen.

+++ 12:29 Lettland wirft Russland Desinformationskampagne vor +++

Das Verteidigungsministerium Lettlands wirft Russland eine großangelegte, koordinierte Desinformationskampagne gegen die baltischen Staaten vor. Dabei verbreite Moskau gezielt die Behauptung, Estland, Lettland und Litauen würden ukrainische Angriffe auf russisches Gebiet unterstützen. Nach Angaben aus Riga umfasst die Kampagne unter anderem Social-Media-Bots und richtet sich besonders an russischsprachige Zielgruppen. Ziel sei es, die Nato zu diskreditieren, die Gesellschaft zu spalten und die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen. Das Ministerium betont, dass die baltischen Staaten weder an Planung noch Durchführung ukrainischer Angriffe beteiligt seien, man die Ukraine jedoch weiterhin militärisch, finanziell und humanitär unterstütze.

+++ 11:55 Ukraine verkündet Rüstungskooperation mit Saudi-Arabien +++

Die Verteidigungsministerien der Ukraine und von Saudi-Arabien einigen sich nach ukrainischen Angaben auf eine Rüstungskooperation und unterzeichnen ein erstes Abkommen. "Es legt die Grundlage für weitere Verträge, technologische Zusammenarbeit und Investitionen und stärkt die internationale Rolle der Ukraine als Lieferant von Sicherheit", schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X. Selenskyj hatte demnach ein Treffen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Der ukrainische Staatschef verweist dabei auf das vorhandene ukrainische Wissen bei der Abwehr von Drohnen und ballistischen Raketen im Krieg mit Russland. Kiew sei bereit, dieses mit Riad zu teilen. "Und Saudi-Arabien hat das, woran die Ukraine interessiert ist", schreibt er ohne konkretere Angaben.

+++ 11:24 Moskau: USA wollen Kontrolle über Nord-Stream-Pipelines +++

Die USA streben Russland zufolge die Kontrolle über die Ostsee-Gaspipelines Nord Stream an. "Die Vereinigten Staaten sagen nun auch, dass sie die Nord-Stream-Pipelines übernehmen wollen", sagt der russische Außenminister Sergej Lawrow dem Sender France Televisions. Details nennt Lawrow nicht. Er wirft den USA vor, die globalen Energiemärkte dominieren zu wollen. Als Beispiele nennt er den Iran sowie Venezuela, wo die USA faktisch die Kontrolle über die weltgrößten Ölreserven übernommen hätten.

+++ 10:47 Unbekannte verüben Brandanschlag auf russisches Kulturzentrum in Prag +++

Unbekannte schleudern in Prag mehrere Brandflaschen auf das russische Kultur- und Wissenschaftszentrum. Nach den Tätern werde gefahndet, teilt die tschechische Polizei bei X mit. Zu Schaden gekommen ist nach ersten Informationen niemand. Das sogenannte Russische Haus liegt unweit der russischen Botschaft im Diplomatenviertel Dejvice. Es wird von einer russischen Regierungsagentur betrieben, die wegen der Verbreitung von Kreml-Propaganda auf der EU-Sanktionsliste steht. Dennoch werden weiter Sprachkurse angeboten, Übersetzerpreise verliehen und russische Filme gezeigt. Seit Jahren gibt es Forderungen nach der Schließung der Einrichtung, die seit 1971 in der tschechischen Hauptstadt besteht.

+++ 10:13 Ukraine meldet Verletzte nach nächtlichen Angriffen +++

Bei nächtlichen russischen Angriffen aus der Luft werden in der Ukraine mehrere Menschen verletzt. In der vor dem Krieg zweitgrößten Stadt des Landes Charkiw schlägt nach Behördenangaben eine Rakete in einem Wohnblock ein. Acht Menschen seien verletzt, teilt der ukrainische Katastrophenschutz bei Telegram mit. Weitere Verletzte in der Stadt gibt es demnach bei Drohneneinschlägen. In der Industrieregion Dnipropetrowsk wurde zudem eine 17-Jährige bei Artillerie- und Drohnenangriffen verletzt.

+++ 09:41 Baltenstaaten: Nato muss Luftverteidigung stärken +++

Estland, Lettland und Litauen rufen die Nato nach den jüngsten Drohnenabstürzen im Baltikum zur Stärkung ihrer Flugabwehr auf. "Die Nato-Bemühungen zur Stärkung der Luftverteidigung, einschließlich der Drohnenabwehr, müssen beschleunigt werden. Die Verbündeten müssen dringend die für eine effektive Aufklärung und Abwehr erforderlichen Fähigkeiten ausbauen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Verteidigungsminister der drei EU- und Nato-Mitgliedsstaaten. In Estland, Lettland und Litauen war in dieser Woche jeweils eine fehlgeleitete ukrainische Drohne in den Luftraum eingedrungen und abgestürzt, mit denen Kiew Ziele im Nordwesten Russland angegriffen hatte.

+++ 09:10 Lawrow lobt US-Druck auf Ukraine +++

Russlands Außenminister Sergej Lawrow lobt die USA für ihren Druck auf Kiew in den Verhandlungen. Washington versuche, die Ukraine zu Vereinbarungen zu bewegen, die die Präsidenten beider Länder zuvor in Alaska getroffen hätten, sagt Lawrow. Zugleich wirft er der Ukraine und ihren westlichen Unterstützern vor, gegen internationale Abkommen zu verstoßen und die Krise selbst mit ausgelöst zu haben. Konkrete Abkommen nennt er nicht.

+++ 08:25 Kallas: Kriege in Iran und Ukraine eng miteinander verbunden +++

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sieht eine enge Verbindung zwischen dem Krieg in Nahost und dem Ukraine-Krieg. Wer wolle, dass der Nahost-Konflikt ende und Iran aufhöre, US-Streitkräfte anzugreifen, müsse auch den Druck auf Russland erhöhen – und die Ukraine stärker unterstützen, sagt sie am Rande des G7-Außenministertreffens bei Paris. Russland profitiert Berichten zufolge massiv vom gestiegenen Ölpreis infolge des gemeinsamen US-israelischen Angriffs auf Iran Ende Februar: Moskaus tägliche Öleinnahmen haben sich in den vergangenen drei Wochen auf durchschnittlich 270 Millionen Dollar verdoppelt. "Es ist sehr klar, auf welcher Seite Russland steht – und es ist nicht die Seite Amerikas", sagt Kallas.

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Kallas sendet eine klare Botschaft an Washington, das sich bislang weigert, Moskau härter anzugehen. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

+++ 07:51 Bericht: Russland versteigert Goldvorkommen in besetztem Luhansk +++

Russland versteigert offenbar Bodenschätze in besetzten ukrainischen Gebieten, darunter eine Goldlagerstätte in der Region Luhansk. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Auktionsdokumente. Demnach werden die Rechte an der Lagerstätte Bobrykivske für 9,7 Millionen Dollar an ein mit einem russischen Bergbaukonzern verbundenes Unternehmen verkauft. Die Vorkommen werden auf rund 1,64 Tonnen Gold geschätzt. Insgesamt bietet Moskau laut Bericht zahlreiche Vermögenswerte wie Minen, Steinbrüche und landwirtschaftliche Flächen in den besetzten Gebieten zur Auktion an.

+++ 07:17 US-Außenminister Rubio nimmt an G7-Treffen nahe Paris teil +++

Zum Treffen der Außenminister der sieben führenden westlichen Industrienationen (G7) in Frankreich stößt heute US-Außenminister Marco Rubio hinzu. Die europäischen Vertreter wollen Diplomaten zufolge ihre Sorge zum Ausdruck bringen, dass die US-Regierung die Ukraine zu einem für sie ungünstigen Friedensabkommen mit Russland drängen könnte. An den Gesprächen in der Nähe von Paris nehmen auch die Außenminister der Ukraine, Brasiliens, Indiens, Südkoreas und Saudi-Arabiens teil. 

+++ 06:45 Bericht: Neue Angriffe auf Ölterminals in russischen Hafenstädten +++

Ukrainische Drohnen greifen in der dritten Nacht in Folge Ölterminals im russischen Leningrader Gebiet an. Betroffen sind laut russischen Telegram-Kanälen erneut die Hafenstädte Ust-Luga und Primorsk an der Ostsee. Anwohner melden demnach Explosionen und Brände, unbestätigten Berichten zufolge wird in Ust-Luga ein Lagertank getroffen.

+++ 06:11 Kanada erweitert Sanktionsliste um 100 russische Schattenflottenschiffe +++

Kanada verhängt neue Sanktionen gegen Russlands sogenannte Schattenflotte und setzt weitere 100 Öltanker auf seine Sanktionsliste. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf Außenministerin Anita Anand. Die Maßnahmen zielen demnach darauf ab, Russlands Fähigkeit zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine zu schwächen, indem Schiffe ins Visier genommen werden, die trotz bestehender Beschränkungen Öl und Waren transportieren. Insgesamt hat Kanada damit nach eigenen Angaben mehr als 600 Schiffe sanktioniert.

+++ 05:20 Pistorius bestätigt Umleitung von Waffen in Nahen Osten nicht +++

Verteidigungsminister Pistorius äußert sich vorsichtig zu Berichten über eine Umleitung von US-Waffen aus der geplanten Ukraine-Hilfe in den Nahen Osten. Für die deutsche Beteiligung an dem sogenannten Purl-Programm könne er das nicht bestätigen, sagt der SPD-Politiker bei einem Besuch in einem australischen Werk des deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall nahe Brisbane. Über Purl finanzieren europäische Nato-Staaten und Kanada US-Rüstungsgüter für die Ukraine, weil die USA ihre finanzielle Unterstützung drastisch heruntergefahren haben. Die "Washington Post" hatte unter Berufung auf mehrere nicht genannte Quellen berichtet, das Pentagon prüfe, ob Waffen, die eigentlich für die Ukraine bestimmt sind, in den Nahen Osten umgeleitet werden sollten, da der Krieg mit dem Iran Munitionsbestände des US-Militärs aufzehre.

+++ 04:23 Selenskyj trifft saudischen Kronprinzen in Dschidda +++

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beraten nach Angaben der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur in Dschidda über die regionale Eskalation und den Krieg in der Ukraine. Weitere Einzelheitensind nicht bekannt. Selenskyj hatte Anfang des Monats nach einem Gespräch mit dem Kronprinzen das Angebot Kiews erneuert, bei der Abwehr iranischer Drohnen zu helfen.

+++ 03:10 US-Regierung bringt Fonds für Rückkehr verschleppter ukrainischer Kinder auf den Weg +++

Die US-Regierung richtet einen Fonds für die Rückkehr nach Russland verschleppter ukrainischer Kinder ein. Der Fonds in Höhe von 25 Millionen Dollar (21,7 Millionen Euro) werde für "die Identifizierung, Rückführung und Rehabilitation ukrainischer Kinder und Jugendlicher, die gewaltsam verlegt oder auf andere Weise von ihren Familien und Gemeinschaften ferngehalten wurden", genutzt werden, erklärt das US-Außenministerium. Der Fonds wird demnach zwei Arten von Programmen unterstützen: die Identifizierung und Nachverfolgung vertriebener Kinder sowie die Förderung ihrer Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

+++ 02:08 Bericht: Putin fragt bei Oligarchen nach Finanzhilfen +++

Der russische Präsident Wladimir Putin bittet einem Zeitungsbericht zufolge Oligarchen um Spenden für den Staatshaushalt. Damit sollen die Finanzen des Landes angesichts der hohen Kosten für den Krieg in der Ukraine stabilisiert werden, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Putin wolle weiterkämpfen, bis Russland die verbleibenden, noch nicht kontrollierten Gebiete in der ostukrainischen Donbass-Region eingenommen habe, heißt es in dem Bericht weiter. 

+++ 01:21 Großbritannien stockt Hilfe für ukrainische Luftverteidigung auf +++

Großbritannien sagt der Ukraine weitere 100 Millionen Pfund (133,19 Millionen Dollar) zur Stärkung der Luftverteidigung zu. Damit steige die Gesamtunterstützung in den vergangenen zwei Monaten auf 600 Millionen Pfund, teilt die Regierung in London mit.

+++ 00:07 Trump enttäuscht von Deutschland: "Ukraine ist nicht unser Krieg" +++

US-Präsident Trump ist unzufrieden über ausbleibende Hilfe Deutschlands bei der Sicherung der Straße von Hormus - und stellt einen Zusammenhang mit den US-Hilfen in der Ukraine her. Er habe es als "unangemessen" empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: "Das ist nicht unser Krieg", sagt er während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Trump nennt keine Namen, schreibt die Äußerung aber der Spitze zu ("the head of Germany"). So oder so ähnlich hatten sich jüngst mehrere führende deutsche Politiker geäußert, unter anderem Bundeskanzler Merz und zuletzt Verteidigungsminister Pistorius. Trump fährt fort und wiederholt mehrfach: "Die Ukraine ist nicht unser Krieg". Die USA würden aber helfen, damit "all diese jungen Leute" nicht getötet würden. Die USA hatten sich 1994 im Budapester Memorandum zu Sicherheitsgarantien gegenüber der Ukraine verpflichtet, die dafür ihre Atomwaffen abgab.

+++ 23:30 Russische Wirtschaft klagt bei Putin über Internet-Sperren +++

Der russische Industriellenverband beschwert sich bei Präsident Putin über die zunehmenden staatlichen Internetsperren. "Die Einschränkungen des mobilen Internets macht der Wirtschaft wie den Bürgern das Leben schwer", sagte Verbandschef Alexander Schochin bei der Jahrestagung der Organisation in Moskau im Beisein des Kremlchefs. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Man sei sich bewusst, dass dies mit Fragen der Sicherheit zusammenhänge. "Doch wegen der hohen Verbreitung mobiler Technologien in unserem Alltag hoffen wir, dass eine systematische und ausgewogene Lösung gefunden wird, auch wenn wir wissen, dass dies keine leichte Aufgabe ist", sagte Schochin. Putin ging nach Medienberichten in seiner Rede nicht auf die Kritik ein.

+++ 22:00 Russische Abgeordnete treffen erstmals seit Jahren wieder US-Kongressmitglieder +++

Erstmals seit Jahren haben US-Kongressmitglieder Abgeordnete aus Russland empfangen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums und eine republikanische Abgeordnete bestätigten heute Angaben aus Moskau zu der Reise. Die US-Abgeordnete Anna Paulina Luna, die Präsident Donald Trump nahesteht, veröffentlichte ein Foto des Treffens. Nach ihren Angaben war es die erste solche Begegnung seit fast 25 Jahren. Das Treffen fand im Friedensinstitut in Washington statt, das die US-Regierung kürzlich nach Trump benannt hatte. "Als Vertreter der zwei größten Atomsupermächte der Welt schulden wir unseren Bürgern einen offenen Dialog, Ideen und offene Kommunikationskanäle", erklärte Luna, eine Republikanerin aus dem Bundesstaat Florida. Beide Seiten wollten den Friedens-Dialog fortsetzen. Russlands Wirtschaftsbeauftragter Kirill Dmitrijew nannte das Treffen "historisch". Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte die Hoffnung, "dass diese ersten vorsichtigen Schritte einen Beitrag zur weiteren Wiederbelebung unserer bilateralen Beziehungen leisten werden". Russlands Präsident Wladimir Putin habe die "wichtigsten Vorgaben" der Reise festgelegt und werde nach den Treffen in den USA "ausführlich informiert", fügte Peskow hinzu.

+++ 21:30 Selenskyj warnt vor Unterfinanzierung der Armee +++

Wegen der Blockade des EU-Kredits in Milliardenhöhe warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einem drohenden Geldmangel für die Armee. "Die Produktion von Drohnen - weitreichenden Drohnen, Abfangdrohnen sowie Luftabwehrsystemen - wird unterfinanziert sein, da wir aus diesen Mitteln sowohl den Kauf europäischer Luftabwehrsysteme als auch amerikanischer PAC-3-Raketen finanzieren", sagte Selenskyj in einem Interview der französischen Zeitung "Le Monde". Das sei ein Risiko für die europäische Sicherheit. Er hoffe darauf, dass die Europäer eine Lösung finden. Selenskyj kritisierte zudem die Aussetzung eines Teils der US-Sanktionen gegen russische Erdöllieferungen wegen des Iran-Krieges. Aus den Einnahmen könne Russland seinen Angriffskrieg weiter finanzieren. "Geld bedeutet Drohnen. Geld bedeutet Menschen", erklärte der Staatschef. Wenn Moskau dagegen kein Geld für die Anwerbung von Soldaten hätte, werde die russische Armee schwächer. Daher müsse der Druck auf Russland aufrechterhalten werden, mahnte er.

+++ 21:00 Russische Behörden: Hartes Eingreifen im Falle von Protesten gegen Internetblockaden +++

Angesichts wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung über die häufigen Abschaltungen des Internets in Russland haben die Behörden mit Festnahmen bei möglichen Protesten dagegen gedroht. Das russische Innenministerium warnte vor der Teilnahme an "nicht genehmigten öffentlichen Veranstaltungen" und verwies auf eine Zunahme von Aufrufen zu Kundgebungen. Alle Versuche, solche Veranstaltungen abzuhalten, würden "unverzüglich unterbunden", hieß es in einer Erklärung. Ihre Organisatoren und Teilnehmer würden "festgenommen". Russische Regionen schalten seit Monaten mobile Internetdienste ab. Damit sollen den Angaben zufolge ukrainische Angriffe mit Drohnen vereitelt werden, die sich mit lokalen Netzanbietern verbinden. Die Behörden in Moskau hatten am Mittwoch offiziell die dreiwöchigen Beschränkungen des mobilen Internetzugangs in der russischen Hauptstadt aufgehoben. Die Verbindung war am Tag darauf jedoch in vielen Teilen der Stadt immer noch unzureichend. Der Kreml hatte die Maßnahme als "notwendig" für die Sicherheit bezeichnet.

+++ 20:30 Trump-Regierung: Ukraine-Krieg ist "nicht unser Krieg" +++

In Reaktion auf die Weigerung der europäischen Nato-Staaten, sich aktiv am US-israelischen Krieg gegen den Iran zu beteiligen, hat US-Außenminister Marco Rubio die Europäer mit einem Vergleich zum Ukraine-Krieg kritisiert. "Die USA werden ständig gebeten, in Kriegen zu helfen, und das haben wir auch getan", sagte Rubio. "Aber als wir Hilfe brauchten, haben wir von den Nato-Staaten keine positiven Rückmeldungen bekommen." Einige Staats- und Regierungschefs hätten gesagt, der Iran-Krieg sei nicht Europas Krieg. "Nun, die Ukraine ist nicht unser Krieg, und doch haben wir mehr zu diesem Kampf beigetragen als alle anderen." Zuvor hatte sich bereits US-Präsident Donald Trump ähnlich geäußert und dabei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für dessen Äußerungen zum Iran-Krieg kritisiert.

+++ 19:45 Kallas: Russen "fordern etwas, das ihnen nie gehört hat" +++

Die Europäische Union befürchtet, dass die Ukraine von den Vereinigten Staaten dazu gedrängt wird, in Verhandlungen mit Russland Gebiete abzutreten. "Natürlich machen wir uns darüber Sorgen", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas vor Journalisten. "Wir beobachten schon seit einem Jahr, dass Russland versucht, jene Gebiete, die es in zwölf Jahren nicht erobern konnte, am Verhandlungstisch zu bekommen." Es sei "typisch für die russische Verhandlungstaktik, dass sie etwas fordern, das ihnen nie gehört hat". Ende vergangener Woche hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky gesagt, in den Verhandlungen über eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg forderten die USA im Einklang mit Russland von seinem Land die Aufgabe der gesamten Donbass-Region. "Sowohl die Amerikaner als auch die Russen sagen: Wenn Ihr wollt, dass der Krieg morgen endet, dann geht aus dem Donbass raus", so Selenskyj.

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