Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:01 Russische Jet-Drohne kracht in Wohngebäude in Kiew - Frau verletzt +++

27.09.2026, 00:01 Uhr

In Kiew ist eine russische Jet-Drohne in ein Wohngebäude eingeschlagen. Wie die Militärverwaltung der Stadt Kiew mitteilt, krachte die Drohne in ein Gebäude im Bezirk Darnyzkyj. Eine Frau wurde demnach verletzt. "Ersten Berichten zufolge hat eine Drohne im Bezirk Darnyzkyj ein neunstöckiges Wohngebäude getroffen. Informationen zu möglichen Opfern werden derzeit geklärt", heißt es. Nach dem Einschlag brach in dem Gebäude den Angaben nach ein Feuer aus, das rasch auf alle Wohnungen oberhalb der Einschlagstelle im dritten Stock übergriff. Einige Fenster des Gebäudes seien herausgesprengt worden.

+++ 19:18 Wadephul über Lawrow-Treffen: Ging um Drohnen-Vorfall in Leipzig und Getreideexporte +++

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die Hintergründe seines überraschenden Treffens mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow erläutert. Ein wichtiger Grund sei gewesen, dass Russland kürzlich am Leipziger Flughafen bewaffnete Drohnen eingesetzt habe. "Es ist zum Glück nichts Schlimmes geschehen", sagte der CDU-Politiker in der ARD. Hier sei aber eine Grenze überschritten worden. Er habe klarmachen wollen, dass sich Deutschland widersetzen und wehren werde. Außerdem hätten ihn Entwicklungs- und Schwellenländer aus dem sogenannten Globalen Süden gebeten, mit Russland zu reden. Sie bekämen keine Getreidelieferungen mehr aus Russland und auch nicht aus der Ukraine. Deswegen drohten im Globalen Süden nun Hungersnöte. Es brauche für das Schwarze Meer einen Waffenstillstand, damit die Exporte wieder möglich werden.

+++ 18:41 CDU-Außenpolitiker Kiesewetter sieht Wadephuls Treffen mit Lawrow "sehr kritisch" +++

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter kritisiert das Treffen von Bundesaußenminister Johann Wadephul von der CDU mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in New York scharf. "Ich sehe das Treffen sehr kritisch. Im Nachhinein wäre ein Telefonat klüger gewesen. Denn das Ergebnis bleibt das Gleiche", sagte Kiesewetter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Den Glauben, dass sich mit Russland verhandeln lasse, habe Lawrow "wie immer lächerlich gemacht". Bei dem Treffen sei weder für die Ukraine etwas erreicht worden noch für die Sicherheit Deutschlands, beanstandete Kiesewetter. Im Gegenteil erlebten die zwischen Deutschland und Russland liegenden Staaten den "alten Albtraum" einer Kommunikation zwischen Berlin und Moskau über ihre Köpfe und den der Ukraine hinweg. Das Treffen hinterlasse den Eindruck eines deutschen Sonderwegs. "Die deutsche Außenpolitik hat damit leider nichts erreicht außer falschen Hoffnungen und Verwirrung", sagte Kiesewetter.

+++ 18:04 Bericht: Polen bietet sich als Werkstandort für Patriot-Raketen an +++

Polen bietet sich einem Bericht zufolge als Standort an für ein Werk zur Herstellung von Abfang-Raketen für Patriot-Luftverteidigungssysteme - sofern die Ukraine die entsprechenden Fertigungslizenzen von der US-Regierung erhält. Das meldet das polnische Nachrichtenportal RMF24 unter Berufung auf eine Erklärung von Magdalena Sobkowiak-Czarnecka, Staatssekretärin im polnischen Verteidigungsministerium. Auf dem Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Polen befände sich die Anlage in einem relativ sicheren Territorium, so Sobkowiak-Czarnecka.

+++ 17:34 Flugbomben treffen Sumy: Zwei Frauen sterben bei Angriff auf Stadt im Nordosten +++

Russland nimmt im Krieg gegen die Ukraine weiter auch zivile Ziele ins Visier: In Sumy im Nordosten der Ukraine starben zwei Frauen beim Einschlag von Flugzeugbomben. Eine der Toten sei ein 16-jähriges Mädchen, berichten örtliche Medien auf Telegram. Weitere fünf Menschen seien verletzt worden. Erst am Vortag waren bei einem russischen Luftangriff auf Sumy zwei Menschen ums Leben gekommen.

+++ 16:54 SPD begrüßt Treffen von CDU-Außenminister Wadephul mit russischem Kollegen Lawrow +++

Die SPD trägt die überraschenden Gespräche von Bundesaußenminister Johann Wadephul von der CDU mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow mit. "Wir begrüßen das Treffen von Wadephul mit Lawrow am Rande der UN-Generalversammlung in New York", sagte der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetović. Es brauche neben der humanitären, finanziellen und militärischen Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine auch verstärkt diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges. Deswegen sei dies ein wichtiger Schritt. Der "Rheinischen Post" sagte Ahmetović zudem, weitere Vorstöße in diese Richtung müssten folgen, auch in Absprache mit Frankreich und Großbritannien im sogenannten E3-Format.

+++ 16:31 Seit Monaten abgeriegelt: Ukraine versorgt Frontstadt Oleschky aus der Luft +++

Ukrainische Truppen haben nach Behördenangaben mit Lastdrohnen vier Tonnen Lebensmittel in die seit Monaten abgeriegelte Stadt Oleschky auf russischem Besatzungsgebiet im Süden gebracht. Russland halte in der Stadt etwa 2.000 Menschen fest, darunter fast 50 Kinder, teilte der Gouverneur des ukrainischen Gebietes Cherson, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. "Sie sind gezwungen, ohne Nahrung, Strom und Wasser zu überleben." In einem Video zeigte er den angeblichen Abwurf der Lebensmittel. Hilfsorganisationen beklagen seit langem die humanitäre Lage in der Kleinstadt, die auf dem südlichen Ufer des Dnipro liegt. Die Gebietshauptstadt Cherson in ukrainischer Hand ist nur neun Kilometer entfernt, doch dazwischen verläuft die Front. Nach jahrelangem wechselseitigem Beschuss liegen rund um Oleschky Minen, ein Verlassen ist in alle Richtungen lebensgefährlich. Nach UN-Angaben sind seit Mai keine Lebensmittel mehr in den Ort gelangt.

+++ 15:58 "Operation Vivaldi" - so gelingt den Ukrainern der Vorstoß mit Kampfrobotern an der Front +++

Das ukrainische Militär revolutioniert mit der "Operation Vivaldi" gerade die Kriegsführung: Mit Drohnen, Störsendern und Kampfrobotern rücken die ukrainischen Streitkräfte so bis zu 19 Kilometer hinter die Front der Russen vor. Mit schweren Drohnen fliegen die Ukrainer Bodenroboter in das gegnerische Gebiet. Diese sprengen sich vor Ort und unterbinden so Nachschub und Kommunikation. Dann setzen die Ukrainer mit Artillerie, Drohnen und weiteren Robotern nach, bevor kleine Infanterietrupps nachrücken - und so Gebiete zurückerobern.

+++ 15:37 Selenskyj: Mehr als 10.000 russische Soldaten in dieser Woche "neutralisiert" +++

Ukrainische Einheiten haben laut Präsident Wolodymyr Selenskyj im Laufe dieser Woche 10.660 russische Militärangehörige neutralisiert. Dies gehe aus einem Lagebericht des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte, Mychajlo Drapatyj, hervor, wie der ukrainische Staatschef bei Telegram mitteilt. "Unsere Truppen haben in der Region Donezk im Rahmen der Operation 'Vivaldi' genauso wie der Verband der Luftsturmtruppen im Zuge einer weiteren Verteidigungsoperation wichtige Erfolge erzielt. Die Besatzer werden weiterhin ausgeschaltet und die gesteckten Ziele erreicht", schreibt Selenskyj. "Insgesamt haben unsere Einheiten in dieser Woche in allen Abschnitten der aktiven Kampfhandlungen an der Front 10.660 russische Soldaten neutralisiert – getötet oder verwundet." Er fügte hinzu, dass jeder russische Ausfall durch Videoaufnahmen belegt sei. Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlicht zudem täglich Informationen zu russischen Verlusten.

+++ 15:02 Drohte ein Fronteinsatz? Mann flüchtet filmreif aus Rekrutierungszentrum in Odessa +++

Ein Mann ist in der Hafenstadt Odessa aus einem Rekrutierungszentrum des ukrainischen Militärs geflohen - über einen Zaun mit Stacheldraht. Eine Überwachungskamera hat die filmreife Flucht gefilmt, wie der Mann erst den hohen Zaun hochklettert und schließlich auch den Stacheldraht überwindet. Auf der anderen Seite springt er in einen weißen Van, der daraufhin davonfährt. Ob der Mann sich so dem Fronteinsatz entziehen wollte, ist unklar.

+++ 14:34 Litauen warnt vor Schwierigkeiten bei Evakuierung im Angriffsfall +++

Vertreter des Zivilschutzes aus litauischen Gemeinden an den Grenzen zu Belarus und zur russischen Exklave Kaliningrad haben vor möglichen Problemen bei der Evakuierung von Einwohnerinnen und Einwohnern im Falle eines russischen Angriffs gewarnt. Wie der litauische öffentlich-rechtliche Rundfunksender LRT berichtet, könnte sich die Evakuierung im Gebiet der "Dieveniškės-Schleife" an der Grenze zu Belarus besonders schwierig gestalten. Pavel Goj, ein für den Katastrophenschutz zuständiger Beamter in der Region, erklärte demnach, dass die vorhandenen Transportkapazitäten nicht ausreichen, um alle Menschen in der betroffenen Region innerhalb von 24 Stunden zu evakuieren.

+++ 13:52 Selenskyj: Mehr als 2200 russische Drohnenangriffe in einer Woche +++

Russland hat die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der vergangenen Woche mit mehr als 2200 Kampfdrohnen großer Reichweite angegriffen. Auch mehr als 1640 Gleitbomben und 38 ballistische Raketen und Marschflugkörper seien eingesetzt worden, schreibt Selenskyj in sozialen Netzwerken. Allein in der Nacht auf Sonntag seien drei Menschen in Saporischschja und ein Mann in Kiew getötet worden. Besonders heftige Angriffe trafen die Hafenstadt Odessa. In Kiew sei ein Datenzentrum zweimal beschossen worden.

+++ 13:04 "'Operation' Vivaldi läutet völlig neue Kriegführung ein" +++

Die ukrainische Armee führt im Donbass die mehrstufige "Operation Vivaldi" durch. Sicherheitsexperte Frank Umbach erläutert, was die Offensive einzigartig macht und ordnet ein, wie die russische Armee darauf reagiert.

+++ 12:25 Russland: Haben Ziele in Kiew, Odessa und Mykolajiw angegriffen +++

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht Ziele in der Ukraine mit Drohnen angegriffen. Die Attacken hätten sich gegen Logistikzentren, Hafen- und Verkehrsinfrastruktur sowie Kommunikationszentralen und Schiffe mit Verbindung zum ukrainischen Militär gerichtet, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Getroffen worden seien unter anderem ein Datenzentrum in Kiew, Logistik-Knotenpunkte in den Regionen Kiew und Odessa sowie zwei Drohnenlager in Mykolajiw.

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Rettungssanitäter leisten einem Anwohner Erste Hilfe, der bei einem russischen Drohnenangriff am Stadtrand von Odessa verletzt wurde. (Foto: via REUTERS)

+++ 11:37 Menschenrechtler fürchten um das Leben des inhaftierten russischen Historikers Dmitrijew +++

Russische Menschenrechtler fürchten um das Leben des zu 15 Jahren Lagerhaft verurteilten Historikers Juri Dmitrijew. Der 70-Jährige sei als Notfallpatient aus seinem Straflager in der Teilrepublik Mordwinien in ein Gefängnisspital verlegt worden, berichtet die Bürgerrechtsorganisation Zaprava. Es gebe den Verdacht auf einen Schlaganfall. Auch die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Organisation Memorial verbreitet diese Information. Einem Anwalt sei der Zugang zu Dmitrijew verweigert worden, teilt Zaprava mit. Ihm sei in dem Gefängniskrankenhaus von Baraschewo lediglich mitgeteilt worden, dass Dmitrijew am Leben sei. Die Bürgerrechtler fordern, ihn in ein besser ausgestattetes städtisches Krankenhaus zu verlegen. In Mordwinien, 500 Kilometer südöstlich von Moskau, unterhält Russland viele Straflager.

+++ 11:00 Angst vor der Front treibt viele Russen aus ihrem Land +++

Mehrere Zehntausend Euro zahlt der Kreml neu rekrutierten Soldaten für das erste Jahr an der Front - das aber überleben die meisten Eingezogenen nicht. Während Moskau zwar eine weitere Mobilmachung weiter dementiert, wächst dennoch die Fluchtbewegung junger Männer aus Russland wieder an.

+++ 10:30 Russlands Krieg kommt näher - große Nachfrage nach Krisentraining der polnischen Armee +++

In Polen wächst die Sorge vor einer Ausbreitung des russischen Kriegs gegen die Ukraine. Die polnische Armee bietet ein Krisentraining für die Bevölkerung an - die Nachfrage ist groß. Die Kurse mit dem Titel "In Bereitschaft" werden landesweit angeboten. "Wir alle wissen nicht, was im Laufe des Herbstes noch auf uns zukommen könnte", sagt der deutsche Botschafter in Warschau, Miguel Berger. In der polnischen Gesellschaft sei die Vorbereitung auf eine mögliche Krisensituation ein großes Thema. "Auch bei der Belegschaft der Botschaft gibt es ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis." Deshalb habe man sich für das Training entschieden. In Deutschlands Nachbarland vergeht mittlerweile kaum ein Tag ohne beunruhigende Vorfälle. Bereits mehrfach haben russische Drohnen auf dem Gebiet der Ukraine Ziele in der Nähe des polnisch-ukrainischen Grenzübergangs Dorohusk-Jahodyn attackiert. Regierungschef Donald Tusk sagte kürzlich, er rechne mit verdeckten Drohnenangriffen und Raketenschlägen gegen sein Land.

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Zwei Soldaten der polnischen Territorialstreitkräfte zeigen im Garten der deutschen Botschaft in Warschau, wie man verdrecktes Wasser reinigt. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 09:45 Ukrainische Luftwaffe: Russland greift in der Nacht mit 170 Drohnen an +++

Die russische Armee hat die Ukraine in der Nacht mit 170 Drohnen angegriffen. Das meldet die Seite Ukrainska Pravda unter Berufung auf die ukrainische Luftwaffe. Die Flugabwehr habe 147 davon abgeschossen oder zum Absturz gebracht. 

+++ 08:55 Lawrow spottet über Treffen mit Wadephul +++

Erstmals seit Jahren sind die Außenminister Deutschlands und Russlands wieder zu Gesprächen zusammengekommen. Es geht um den Ukrainekrieg und den Anschlagsversuch in Leipzig. Im Anschluss spricht Sergej Lawrow spöttisch über den Nutzen des Treffens.

+++ 08:23 Behörden melden einen Toten nach Drohnenangriff auf Kiew +++

Bei dem russischen Drohnenangriff auf Kiew in der Nacht ist offenbar ein Mann getötet worden. Wie Ukrinform mit Verweis auf den ukrainischen Katastrophenschutz berichtet, wurde ein Gebäude getroffen und ein Feuer brach aus. Bei den Löscharbeiten fanden Rettungskräfte demnach die Leiche des Mannes (siehe Eintrag um 06:43 Uhr).

+++ 07:33 Auto in Saporischschja getroffen - zwei Tote +++

Bei einem russischen Angriff in der Region Saporischschja sind offenbar ein Mann und eine Frau getötet worden. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf die Militärverwaltung. Demnach wurde ein Auto getroffen, das in Brand geriet. 

+++ 06:43 Ukraine meldet russischen Drohnenangriff auf Kiew +++

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht offenbar erneut mit Drohnen angegriffen. Wie die "Kyiv Independent" mit Verweis auf Behördenangaben berichtet, traf im Stadtteil Shevchenkivskyi eine Drohne ein unbewohntes Wohnhaus. Im Bezirk Solomianskyi wurde demnach ein Wohnhaus durch eine Druckwelle beschädigt, die Fenster zerbrachen. Eine Frau sei bei dem Angriff verletzt worden. 

+++ 05:16 "Ukraine-Tag" in Köln mit ukrainischer ESC-Gewinnerin +++

Seit mehreren Jahren wird in Köln der "Ukraine-Tag" gefeiert, um Kunst und Kultur des angegriffenen Landes zu würdigen und ein Zeichen der Solidarität zu senden. Am heutigen Sonntag tritt unter anderem die ukrainische Sängerin Jamala am Kölner Schokoladenmuseum auf. Sie hatte 2016 in Stockholm den Sieg beim Eurovision Song Contest für die Ukraine geholt. Ihr Lied "1944" ist eine Anspielung auf das Jahr 1944, in dem Stalin die Krimtataren nach Zentralasien deportieren ließ.

+++ 03:52 Europäische Union schickt Millionensumme für Winterhilfe in die Ukraine +++

Die Europäische Union stellt insgesamt 710 Millionen Euro für Menschen bereit, die weltweit von Konflikten, Naturkatastrophen und anderen Krisen betroffen sind, erklärt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der UN-Generalversammlung in New York. 52 Millionen Euro gehen an die Ukraine - unter anderem zur Vorbereitung auf den Winter.

+++ 02:36 Ukrainisches Militär setzt vermehrt auf Bodenroboter +++

Die Ukraine setzt im Krieg gegen Russland nach eigenen Angaben immer stärker auf Hightech-Waffen. Drohnen sollen mit Sprengstoff beladene Bodenroboter mehr als zehn Kilometer tief in russisch kontrolliertes Gebiet abgesetzt haben. Nach Angaben des 3. Armeekorps der Ukraine kommt diese neue Taktik bisher in der sogenannten "Operation Vivaldi" zum Einsatz.

+++ 01:18 Wohnhaus und Produktionshalle in Odessa bei Angriff getroffen +++

Bei russischen Attacken in Odessa sind private Wohnhäuser, eine Produktionshalle sowie Lagerräume getroffen worden, teilt der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram mit. Zuvor hatte das russische Militär einen Baumarkt in der ukrainischen Hafenstadt angegriffen.

+++ 00:27 Russische Angriffe treffen Odessa +++

Eine Serie russischer Angriffe hat die ukrainische Hafenstadt Odessa getroffen und dort für Opfer und Schäden gesorgt. Mindestens zwei Menschen seien bei den Attacken verletzt worden, berichten örtlichen Medien. An mehreren Orten seien Brände ausgebrochen - über der Stadt bilden sich dichte Rauchwolken. 

+++ 23:41 Wadephul: Moskau zeigt "bedauerlicherweise" keine Verhandlungsbereitschaft +++

"Mit Freunden muss man nicht verhandeln, mit Gegnern muss man verhandeln", sagt Außenminister Johann Wadephul in den ARD-"Tagesthemen" nach dem Lawrow-Treffen. Das Gespräch in New York sei sinnvoll gewesen. Es habe zwar kein positives Ergebnis gebracht. "Aber allen, die immer wieder sagen, Deutschland muss verhandeln, Deutschland muss mal mit Russland reden, denen erwidere ich jetzt: Das tun wir." Russland zeige derzeit "bedauerlicherweise" keine Bereitschaft in eine konstruktive Verhandlungsposition zu gehen, erklärt Wadephul.

+++ 22:13 Wadephul über Treffen mit Lawrow: Habe Russland gewarnt, so weiterzumachen +++

Außenminister Johann Wadephul sieht nach dem Gespräch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow weiterhin Uneinigkeit bei den Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. "Es war ein intensives Gespräch. Natürlich sind wir über wesentliche Punkte nicht einig geworden", sagte der CDU-Politiker dem ZDF. Er habe Lawrow "angeboten zu deeskalieren, insbesondere auch mit Blick auf die Situation in der Ukraine, aber das hat noch keine offenen Ohren gefunden", fügte Wadephul hinzu. Ihm sei wichtig gewesen, klarzumachen, dass Deutschland "derartige Dinge wie den Drohnenangriff in Leipzig nicht akzeptiert. Dass das eine Eskalation ist, die nicht akzeptabel ist", sagte Wadephul. Er habe Russland gewarnt, so weiterzumachen. "Wir können uns verteidigen, wir können uns wehren, das werden wir auch tun." Die Bundesregierung macht Russland für den Vorfall mit einer nicht explodierten Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich. Moskau weist jede Verantwortung dafür zurück.

+++ 21:29 Selenskyj: Ukraine fängt 55 Prozent der russischen Jet-Drohnen ab +++

Die ukrainische Flugabwehr fängt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj derzeit 55 Prozent der von Russland abgefeuerten düsengetriebenen Drohnen ab. Dies erklärt er in seiner abendlichen Ansprache vor dem Hintergrund anhaltender russischer Drohnenangriffe auf die Hauptstadt Kiew und andere ukrainische Städte.

+++ 21:03 "Hätte anrufen können" - Lawrow fand Wadephul-Treffen überflüssig +++

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht keinerlei Fortschritte durch das Gespräch mit Bundesaußenminister Johann Wadephul. "Wenn man Berlins tägliche öffentliche Äußerungen betrachtet, habe ich nichts anderes gehört", sagte Lawrow auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur in New York. Er habe dem deutschen Außenminister gesagt: "Sie hätten mich einfach anrufen und mir sagen können 'Lesen Sie meine Erklärung'." Erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben sich die Außenminister Deutschlands und Russlands getroffen. Die Unterredung fand in New York am Rande der UN-Vollversammlung statt. Wadephul habe Russland zur Deeskalation aufgefordert, hieß es aus deutschen Delegationskreisen. Deutschland habe das Treffen am Vortag in "letzter Minute" angefragt, sagte Lawrow. Nach Ansicht des russischen Ministers entstand im Gespräch mit dem deutschen Außenminister "der Eindruck, dass eine solche unterschwellige Botschaft mitschwang: Ich bin zu Ihnen gekommen, ich habe mich zu Ihnen herabgelassen". Er habe dabei den Eindruck gewonnen, Wadephul habe von Russland im Gegenzug für das Gespräch Zugeständnisse in der Ukraine und bei der Schifffahrt im Schwarzen Meer erwartet.

+++ 20:36 Selenskyj: "Putin sucht nach Vorwänden, um Krieg zu führen" +++

Die Ukraine kann nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Kremlchef Wladimir Putin keine Bereitschaft zu einem baldigen Kriegsende erkennen. "Offensichtlich bereiten sich die Russen nicht darauf vor, den Krieg zu beenden - zumindest derzeit nicht", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Putin hat ständig irgendeinen Vorwand parat, um sich nicht zu treffen, um kein Dreiertreffen abzuhalten, um nicht zu sprechen, um diese Morde nicht zu beenden und nicht zu stoppen." An dieser Haltung habe sich seit Jahren nichts geändert. "Er sucht nach Vorwänden, um Krieg zu führen", sagte Selenskyj. "Es klingt immer gleich, und unser jüngstes Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zeigt dies." In Russland müsse der Wille entstehen, "Geld nicht für den Tod, sondern für etwas anderes auszugeben, damit dort der Wunsch entsteht, diesen Krieg zu beenden". Und daran arbeite Kiew gemeinsam mit seinen weltweiten Partnern.

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