Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:45 ISW: Ukrainer erobern Gebiet in Charkiw zurück +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben kürzlich Gebiete in verschiedenen Frontregionen zurückerobert. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Ukrainer haben demnach unter anderem ein Gebiet südlich der Kleinstadt Wowtschansk in der Region Charkiw eingenommen, das zuvor von den Russen besetzt war. Gleichzeitig halten die ukrainischen Streitkräfte trotz massiver russischer Angriffe ihre Stellung im Süden der Stadt Kostjantyniwka in der Region Donezk. Sie ist der südliche Anker des ukrainischen "Festungsgürtels" im Donbass. Zusammen mit Städten Druschkiwka, Kramatorsk und Slowjansk bildet Kostjantyniwka eine ausgebaute Verteidigungslinie, die den ukrainisch gehaltenen Rest des Donbass schützen und russische Vorstöße nach Norden bremsen soll. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.
+++ 08:27 Bericht: Russland meldet Angriff auf ukrainische Hafenstadt Wylkowe +++
Russland hat über Nacht Angriffe auf Ziele in der gesamten Ukraine durchgeführt. Das berichtet SkyNews unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums. Das Ministerium gab demnach auf Telegram bekannt, dass es den Hafen von Wylkowe in der Region Odessa, ein Waggondepot in der Region Poltawa und ein Frachtschiff im Schwarzen Meer getroffen habe.
+++ 07:51 Bericht: Deutscher kämpfte in Freiwilligen-Legion in der Ukraine +++
Der "Spiegel" hat nach eigenen Angaben die Identität des Deutschen verifizieren können, der vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB in einem Video am Mittwoch vorgeführt wurde. Der russische Geheimdienst beschuldigt Michael F. des "Söldnertums", weil er aufseiten der Ukraine gekämpft habe. Mamuka Mamulashvili, Kommandeur der Georgischen Legion in der Ukraine, soll dem "Spiegel" bestätigt haben, dass F. für seine Fremdenlegion 2017 bis 2018 gekämpft hat: "Er war mein Soldat". Mamulashvili teilt zudem ein Foto des Passes des Deutschen, den er bei Vertragsunterzeichnung bei der Legion 2017 vorgelegt hatte, dazu weitere Bilder mit dem "Spiegel". F. sei der erste Deutsche in seiner Freiwilligen-Einheit gewesen. Etwa ein Jahr lang habe er mit seinen Truppen in der Region Luhansk gekämpft, in der Infanterie, so Mamulashvili laut dem Bericht. Damit widerspricht der Damit widerspricht er den Angaben, die F. in dem FSB-Video vortragen musste. Unklar ist bisher, wo und wie der Deutsche in russische Gefangenschaft geraten ist. F. drohen nun bis zu 15 Jahren Haft.
+++ 07:16 Polnische Sicherheitsbehörde ruft im Südosten Luftalarm aus +++
Das nationalen Krisenmanagementzentrum Polens, Rządowe Centrum Bezpieczeństwa (RCB), warnt die Bevölkerung in den Woiwodschaften Lublin und Karpatenvorland im Südosten Polens vor einem russischen Luftangriff auf das Gebiet der Ukraine. Das teilt das RCB unter anderem auf der Plattform X mit. Die polnischen Regionen grenzen an die Ukraine. Nach RCB-Angaben wird die Lage beobachtet, wobei die polnische Luftwaffe im Einsatz sei.
+++ 06:35 Weber: Ukraine-Krieg nähert sich "Kulminationspunkt" +++
Der Sicherheitsexperte Joachim Weber sieht keine Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende in der Ukraine. Trump wolle den Konflikt nur loswerden, um sich auf Iran und China zu konzentrieren. Das sei "das eigentliche Ziel". Die signalisierte Gesprächsbereitschaft von Trump und Putin sei hingegen lediglich "Theater".
+++ 05:53 Hodges: Trumps Friedensbehauptung ist "lächerlich" +++
Der frühere Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges, hat Donald Trumps Hoffnung auf einen baldigen Frieden in der Ukraine eine klare Absage erteilt. "Nein, Frieden ist nicht in Sicht. Es ist lächerlich, dass Trump so etwas behauptet", sagt er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Wie kann irgendjemand glauben, dass der Frieden näher ist als je zuvor? Die russische Seite hat kein einziges Zugeständnis gemacht. Trump hat sie nicht einmal dazu aufgefordert", kritisiert Hodges. Trump habe nur Druck auf die Ukraine ausgeübt. Der ehemalige US-General warnt davor, dass Moskau eine Strategie mit dem in Aussicht gestellten November-Treffen verfolge: "Die Russen versuchen, die Offenheit des US-amerikanischen Präsidenten für Geschäfte mit dem Kreml auszunutzen und ihn auf ihre Seite gegen die Ukraine zu ziehen", sagt er. "Dass kein anderes europäisches Land zu den Verhandlungen eingeladen wurde, zeugt davon, dass Russland Europa in den Verhandlungen kein Mitspracherecht einräumt." Dagegen müssten die europäischen Regierungschefs lautstark protestieren.
+++ 04:40 Deutschland erteilt deutlich weniger Langzeit-Visa für russische Staatsangehörige +++
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist die Zahl der von Deutschland erteilten Langzeit-Visa für russische Staatsangehörige um rund zwei Drittel zurückgegangen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Linken hervor, die den Funke-Zeitungen vorliegt. Demnach haben die deutschen Behörden 2022 noch rund 13.000 Einreisegenehmigungen für Aufenthalte, die länger als 90 Tage dauern, erteilt. Ende 2026 werden es voraussichtlich etwa 4500 sein. Besonders stark sank die Zahl der Langzeit-Visa für Russen, die in Deutschland arbeiten oder zu ihren Familienangehörigen ziehen wollen. Ihre Zahl brach demnach von rund 4.550 im Jahr 2022 um mehr als 90 Prozent ein. Bei den Visa für russische Studenten rechnet die Bundesregierung mit einem Rückgang von rund 40 Prozent.
+++ 02:40 Selenskyj: Nichts Persönliches zwischen Trump und mir +++
Die jüngsten Spannungen zwischen der Ukraine und den USA haben laut Präsident Selenskyj nichts mit seinem Verhältnis zu US-Präsident Trump zu tun. "Es ist nichts Persönliches zwischen mir und Präsident Trump, und natürlich bin ich gegen jede Aufhebung von Sanktionen", sagt er in einem Interview des US-Senders CNN. Sein Treffen mit US-Unterhändler Steve Witkoff in Oslo sei produktiv gewesen, doch sei er nicht von Putins Friedenswillen überzeugt, so Selenskyj weiter. "Putin spielt, wissen Sie, er ist ein Spieler". Es sei bedauerlich, weil Putin mit dem Leben anderer Menschen spiele. "Deshalb erwarten wir von unseren Partnern, dass sie ihm nicht die Möglichkeit geben, stärker zu werden und uns zu brechen."
+++ 01:12 Tote und Verletzte bei russischen Angriffen +++
Bei einem russischen Angriff im Südosten der Ukraine sind drei Menschen getötet worden. Nach Angaben der Militärverwaltung starben ein 37-jähriger Mann und zwei Frauen im Alter von 38 und 69, als ein Wohnhaus in Saporischschja getroffen wurde. Neun Verletzte gab es bei einem Drohnenangriff im westlich von Kiew gelegenen Gebiet Schytomyr. Zwei der Verletzten seien Kinder, teilt der Chef der Militärverwaltung der Region, Witalij Bunetschko, mit. Auch hier wurde demnach ein Wohnhaus getroffen.
+++ 23:58 Putin will reden - aber nicht über Waffenruhe +++
Russlands Präsident Wladimir Putin erklärt sich zu einer Wiederaufnahme von Dreiergesprächen mit der Ukraine und den USA bereit, sofern dabei über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts verhandelt wird. Es müsse um Sicherheitsgarantien im Rahmen einer endgültigen Friedensvereinbarung gehen und nicht um eine "kurzfristige" Waffenruhe, sagt Putin einem Reporter des russischen Staatsfernsehens. "Das Ziel dieser Gespräche wird sein, die Frage der Gewährleistung der Sicherheit sowohl der Ukraine als auch Russlands zu behandeln", sagte Putin. Dies müsse "im Rahmen eines endgültigen Abkommens" geschehen und nicht nach einer "kurzen Unterbrechung der Kampfhandlungen".
+++ 22:58 Trump: Musk hat Starlink-Drosselung aufgehoben +++
Elon Musk hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump den Zugang der Ukraine zum Satellitennetzwerk Starlink wiederhergestellt. Ob er mit Musk über das Thema gesprochen hat, will Trump auf Nachfrage von Journalisten nicht sagen. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" hat Trump mit Musk telefoniert und ihn gebeten, die Einschränkungen für die militärtaugliche Version von Starlink in der Ukraine aufzuheben. Ukrainische und US-Beamte sagten der Zeitung, das System sei zwar noch nicht wieder voll funktionsfähig, arbeite aber wieder mit höheren Geschwindigkeiten als zuvor. Die Ukraine ist für ihre Kommunikation auf dem Schlachtfeld und den Einsatz von Drohnen auf Starlink angewiesen. Eine Drosselung des Dienstes hatte nach ukrainischen Angaben zuletzt die militärischen Aktivitäten im Kampf gegen Russland eingeschränkt. Wer dafür verantwortlich war, ist unklar. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, Musk habe sie angewiesen und sich zuvor mit Trump besprochen. Trump hatte gesagt, weder er noch Musk seien verantwortlich. Musk hatte hingegen betont, die Entscheidung obliege letztlich dem Präsidenten, also Trump.
+++ 22:05 Putin sieht Ostukraine historisch als russisches Territorium +++
Russland hat sich bereit erklärt, die trilateralen Gespräche mit der Ukraine und den USA wieder aufzunehmen. Im Vorfeld stellt Wladimir Putin erneut eine Forderung: Die von Moskau beanspruchten Gebiete in der Ostukraine seien historisch russisches Land. Zugleich betont Putin, dass Moskau sich nicht auf einen Krieg mit Europa vorbereite.
+++ 21:13 Litauen fürchtet Friedensgespräche ohne Kiew +++
Litauens Präsident Gitanas Nauseda hat mit Blick auf ein mögliches Treffen Russlands, Chinas und der USA gemahnt, die Ukraine bei Gesprächen zur Beendigung des russischen Angriffskrieges nicht außen vorzulassen. "Die Ukraine selbst muss unbedingt in die Verhandlungen einbezogen werden. Daher nähren von Russland vorgeschlagene Formate, wie etwa ein China-USA-Russland-Format, den Verdacht, dass sich ein Szenario ähnlich dem des Zweiten Weltkriegs wiederholen und zu einer Aufteilung in Einflusssphären führen könnte", sagt Nauseda in Vilnius.
+++ 20:38 Behörde: Familien mit Kindern müssen Donbass-Städte verlassen +++
Wegen ständiger russischer Angriffe haben die ukrainischen Behörden die Evakuierung von Familien mit Kindern aus den Städten Slowjansk und Kramatorsk im Osten angeordnet. "Die Sicherheitslage wird stetig schlechter", teilt der Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit. "Die Russen greifen Kramatorsk und Slowjansk täglich an und beschießen Wohnviertel, zivile Verkehrsmittel und Orte, an denen sich Menschen aufhalten."
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.
