Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:27 Ukraine klagt über russische "Eskalation an Ostern" +++
Bei einer russischen Angriffswelle auf die Ukraine sterben am Karfreitag nach ukrainischen Angaben 14 Menschen. Aus mehreren Landesteilen melden die Behörden Drohnen- und Raketeneinschläge. Präsident Selenskyj wirft Russland eine "Eskalation an Ostern" vor.
+++ 13:02 Präsidialamt: Selenskyj zu Gesprächen mit Erdogan in Istanbul +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben seines Präsidialamts zu Gesprächen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Istanbul eingetroffen. Zudem sei eine Begegnung Selenskyjs mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus, dem geistlichen Ehrenoberhaupt der orthodoxen Kirche, geplant.
+++ 12:20 Ukraine: Fünf Tote bei russischem Angriff auf Markt in Frontstadt +++
Aus der ukrainischen Frontstadt Nikopol wird ein russischer Angriff mit zahlreichen Opfern gemeldet. Fünf Personen seien getötet und 19 weitere verletzt worden, teilt die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft mit. Die Drohnenattacke habe einem Markt gegolten. "Das ist ein weiteres Kriegsverbrechen, das von der Russischen Föderation verübt wird", erklärt die Behörde auf Telegram. Nikopol liegt nur wenige Kilometer von russisch besetztem Gebiet am anderen Ufer des Flusses Dnipro entfernt. Die Stadt ist regelmäßig Ziel von Angriffen.
+++ 11:47 Telegram-Gründer: Russlands Kampf gegen VPN-Netze löste Bezahl-Chaos aus +++
Nach den jüngsten Ausfällen von Bezahlsystemen in Russland erhebt der Gründer des Kurznachrichtendienstes Telegram, Pawel Durow, Vorwürfe gegen die Behörden. Zu den Problemen am Freitag sei es wegen des Versuchs russischer Stellen gekommen, Virtuelle Private Netzwerke (VPN) zu blockieren, erklärt Durow auf seinem Messengerdienst. Mit VPNs können Sperren umgangen werden, die es zuletzt in Russland verstärkt im mobilen Internet gab. Der in St. Petersburg geborene Durow lebt inzwischen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wegen der Störungen am Freitag musste die Moskauer U-Bahn Fahrgäste zeitweise ohne Bezahlung durch die Drehkreuze lassen. In Geschäften, an Tankstellen und auch in einem Zoo wurde von Kunden kurzfristig Bargeld verlangt. Als Grund wurde ein Problem mit den Zahlungssystemen genannt.
+++ 11:17 Zahl der Verletzten nach russischem Angriff in Sumy steigt auf elf +++
Nach russischen Drohnenangriffen in der nordostukrainischen Stadt Sumy ist die Zahl der Verletzten auf mindestens elf gestiegen. Darunter sei auch eine 15-jährige Person, teilt die Polizei mit. In Kramatorsk in der Ostukraine wurden bei einem Angriff mit Gleitbomben am frühen Abend der regionalen Staatsanwaltschaft zufolge vier Menschen getötet, darunter ein 16-Jähriger. Zwei weitere seien verletzt worden.
+++ 10:38 Kriewald: "Von einem Osterfrieden ist nicht die Rede" +++
Die Ukraine muss erneut schwere Angriffe Russlands hinnehmen. Hunderte Drohnen und ballistische Raketen treffen das Land. 14 Menschen sterben am Karfreitag, darunter auch Kinder und ein Neugeborenes.
+++ 09:58 Ukrainischer Generalstab meldet 80 russische Luftangriffe +++
Im Laufe des vergangenen Tages hat es offenbar 157 Zusammenstöße zwischen ukrainischen und russischen Truppen gegeben. Das schreibt Ukrinform mit Verweis auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine. Besonders schwer umkämpft war demnach der Frontabschnitt bei Pokrowsk. Russland habe unter anderem 80 Luftangriffe durchgeführt und 10.491 Kamikaze-Drohnen eingesetzt.
+++ 09:03 Bürgermeister: Drohnentrümmer treffen Bürogebäude in Kiew +++
Herabfallende Trümmer einer russischen Drohne haben offenbar ein Bürogebäude in Kiew im Stadtteil Darnytskyi getroffen und im obersten Stockwerk ein Feuer ausgelöst. Das schreibt die "Kyiv Independent" unter Berufung auf den Bürgermeister Vitali Klitschko. Am Morgen sei in der Hauptstadt Luftalarm ausgelöst worden. Laut dem Bericht wurden bislang keine Opfer gemeldet.
+++ 08:14 Gouverneur: Ein Toter und vier Verletzte nach Angriff im Süden Russlands +++
Bei einem Angriff mit Drohnen und Raketen ist im Süden Russlands ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff in der Region Rostow schwer verletzt worden, erklärt der Regionalgouverneur Juri Slyusar auf Telegram. Die Verletzten schwebten seinen Angaben zufolge in Lebensgefahr. "Eine Rakete traf eine gewerbliche Einrichtung", erklärte der Gouverneur. Bei dem Angriff in der Hafenstadt Taganrog sei zudem ein Frachtschiff im Asowschen Meer durch herabfallende Trümmerteile beschädigt worden. Die Luftabwehr habe Drohnen über der Bucht von Taganrog und in anderen Gebieten zerstört.
+++ 07:38 Bericht: Baby und sechsjähriger Junge bei russischen Angriffen in Dnipropetrowsk verletzt +++
Bei russischen Angriffen in der Region Dnipropetrowsk wurden offenbar ein fünf Monate altes Baby und ein sechsjähriger Junge verletzt. Insgesamt seien drei Menschen verletzt worden, meldet das Portal Ukrainska Pravda mit Verweis auf Oleksandr Hanzha, Leiter der Militärverwaltung der Region. Mehrere Feuer seien ausgebrochen sowie Infrastruktur und ein Bürogebäude beschädigt worden.
+++ 06:50 Gouverneur: Drei Verletzte bei russischem Drohnenangriff in Sumy +++
Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Sumy sind laut einem Medienbericht mindestens drei Menschen verletzt worden. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf Oleh Hryhorov, Leiter der örtlichen Militärverwaltung. In einem Wohnhaus sei ein Feuer ausgebrochen.
+++ 06:09 Argentiniens Präsident prangert russisches Spionagenetz an +++
Argentiniens Präsident Javier Milei stuft eine mutmaßliche russische Desinformations-Kampagne als schweren Spionagefall ein. "Die bekanntgewordene Spionage ist von einer institutionellen Schwere, wie sie in der Geschichte nur selten zu sehen war", schreibt Milei auf der Plattform X. Die Zeitung "La Nación" und weitere Medien berichteten unter Berufung auf ein internationales Recherchekonsortium, ein Netzwerk habe 2024 zugunsten Russlands versucht, die Unterstützung der argentinischen Regierung für die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland zu schwächen und politische Spannungen im Land zu verschärfen. Nach Angaben der argentinischen Geheimdienstbehörde (SIDE) war das Netzwerk schon länger im Visier. Es handle sich um eine Organisation namens "La Compañía", bestehend aus in Argentinien ansässigen russischen Staatsbürgern mit lokalen Kontakten und externer Finanzierung. Ziel sei es gewesen, "falsche Informationen zu verbreiten und die öffentliche Meinung in Argentinien zugunsten ausländischer geopolitischer Interessen zu beeinflussen".
+++ 05:15 Chemiefabriken in Russland von Drohnen getroffen +++
Drohnen greifen in der Nacht Ziele in der russischen Stadt Togliatti in der Samara Region an. Anwohner berichten von zahlreichen Explosionen. Mehrere Telegram-Kanäle melden, dass zwei Chemiefabriken getroffen worden seien, es soll demnach einen Brand geben.
+++ 04:00 Wadephul will Abschaffung von Einstimmigkeitsprinzip in EU +++
Außenminister Johann Wadephul dringt auf ein rasches Ende des Einstimmigkeitsprinzips in der Europäischen Union. "Ich bin dafür, in der Europäischen Union mit einem System qualifizierter Mehrheiten zu arbeiten. Alle Erfahrungen, die wir in den letzten Wochen mit Hilfen für die Ukraine und Sanktionen gegen Russland gemacht haben, sprechen dafür", sagt der CDU-Politiker der Funke Mediengruppe. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs blockiert Ungarn regelmäßig Hilfsgelder für Kiew sowie Sanktionen gegen Russland - und verzögert so die Maßnahmen. Aktuell blockiert die Orban-Regierung die Auszahlung eines bereits beschlossenen EU-Hilfskredits für die Ukraine über 90 Milliarden Euro. Budapest wirft Kiew vor, die Reparaturarbeiten an der Druschba-Pipeline zu verschleppen, die Ungarn mit russischem Öl versorgt.
+++ 02:34 Russische Angriffe am Karfreitag fordern 14 Todesopfer +++
Bei der russischen Angriffswelle am Karfreitag sind nach jüngsten ukrainischen Behördenangaben 14 Menschen getötet worden. Drei Menschen wurden demnach bei den Attacken am helllichten Tag in der nordukrainischen Region Sumy getötet, insgesamt zwei weitere in der Region Schytomyr im Nordwesten und Dnipropetrowsk im Zentrum der Ukraine, weitere acht in den frontnahen Gebieten Charkiw, Donzek, Cherson und Saporischschja. Ein Mensch kam laut Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk in der Hauptstadtregion Kiew ums Leben. Die ukrainische Luftwaffe erklärt, insgesamt habe die russische Armee das Staatsgebiet der Ukraine mit mehr als 500 Drohnen und dutzenden Raketen unter Beschuss genommen. Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland eine "Eskalation an Ostern" vor.
+++ 00:37 Selenskyj drängt Parlament zu Reformen für Milliardenhilfen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ruft das Parlament zur raschen Verabschiedung wichtiger Gesetze auf, um eine Haushaltskrise abzuwenden. Die Reformen seien entscheidend für den EU-Beitritt und die Freigabe von Hilfsgeldern, erklärt er. Wegen eines langsamen Gesetzgebungsprozesses hat die Ukraine zuletzt Fristen verpasst, um Milliarden von ihren wichtigsten Geldgebern abzurufen. Der externe Finanzierungsbedarf des Landes liegt in diesem Jahr bei 52 Milliarden Dollar.
+++ 23:08 Auto stürzt infolge von Angriff in Fluss – Mann kommt ums Leben +++
Bei russischen Angriffen in der Region Saporischschja ist nach offiziellen Angaben ein Mensch ums Leben gekommen, drei weitere Personen sind verletzt worden. Laut der Militärverwaltung von Saporischschja starb ein 42-jähriger Mann in einem Auto, nachdem es einen Angriff gab und das Auto infolge einer Explosion in einen Fluss stürzte.
+++ 22:08 Bericht: Störungen bei mehreren russischen Banking-Apps gemeldet +++
Bei den Apps mehrerer russischer Banken soll es im Laufe des Tages zu Störungen gekommen sein. Laut dem Online-Medium "Meduza" berichteten Kunden der Sberbank unter anderem von fehlgeschlagenen Überweisungen, sowie von Problemen bei Kartenzahlungen im Handel und beim Abheben von Bargeld am Automaten. Auch Kunden der VTB und der T-Bank hätten ähnliche Probleme gemeldet. Dem Bericht zufolge verzeichneten die Störungs-Websites Downdetector und Sboy.rf entsprechende Störungsmeldungen von Nutzern. Sberbank erklärte am Vormittag bei Telegram, dass alles wieder funktioniere, nicht näher benannte Schwierigkeiten bei der Nutzung der Dienste seien beseitigt worden.
+++ 21:28 Litauen stellt Ermittlungen zu Ostsee-Kabel ein +++
In Litauen stellt die Generalstaatsanwaltschaft ihre Ermittlungen zu der Beschädigung eines Kommunikationskabels in der Ostsee im Jahr 2024 ein. Die Voruntersuchungen hätten ergeben, dass Litauen kein Schaden entstanden sei, da er sich der Vorfall in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Schwedens zugetragen habe, erklärt die Behörde. Zuvor sei die genaue Schadensstelle ermittelt worden. In Schweden und Finnland liefen die Untersuchungen aber weiter, heißt es. In jüngerer Zeit sind immer wieder Schäden an Kabeln und Leitungen in der Ostsee gemeldet worden, bei denen Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte in Verdacht gerieten.
+++ 20:44 Tote bei Angriff auf "Festungsgürtel"-Stadt +++
Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk werden nach Angaben des Gouverneurs der Region vier Menschen getötet und vier weitere verletzt. Unter den Toten ist demnach ein 16-jähriger Junge. Die Angreifer hätten Bomben auf die Stadt abgeworfen, teilt Wadym Filaschkin mit. Kramatorsk gehört zum ukrainischen Festungsgürtel, bestehend aus Städten und sowie Hunderten von Kilometern Gräben und Minenfeldern. Die Stadt ist ein wichtiges Ziel beim langsamen Vormarsch der Invasionstruppen in der Region Donezk.
+++ 19:53 Ägypten gibt laut Selenskyj Getreide-Zusage +++
Von den russisch besetzten Gebieten in der Ukraine sollen künftig keine Getreideexporte mehr nach Ägypten gehen. Diese Zusage macht der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi laut seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj in einem Gespräch. Gleichzeitig sei Ägypten daran interessiert, mehr Getreide aus der Ukraine zu importieren. Laut Selenskyj ging es auch um mögliche Kooperationen im Verteidigungsbereich und die Lage im Nahen Osten.
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