Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:18 Ukraine bestätigt Angriff auf Ölraffinerie in Ilsky im Süden Russlands +++
Ukrainische Streitkräfte haben in einem nächtlichen Angriff die Ölraffinerie Ilsky in der südrussischen Region Krasnodar getroffen. Das teilt das Militär in Kiew mit. In einer Erklärung des Generalstab heißt es, dass in der Anlage ein Brand ausgebrochen sei (siehe Eintrag um 06:28 Uhr).
+++ 09:46 ISW: Russland nimmt zunehmend ukrainische Rechenzentren ins Visier +++
Das russische Militär nimmt laut einer US-Denkfabrik verstärkt ukrainische Rechenzentren ins Visier, um die Wirtschaft des Landes zu schwächen. Wie das Institute for the Study of War (ISW) berichtet, will Moskau damit die digitale Infrastruktur in der Ukraine stören, auf die Zivilisten und Unternehmen täglich angewiesen sind.
+++ 09:04 Behörden: Mutter und Großmutter eines Dreijährigen sterben bei russischem Angriff +++
Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Saporischschja sind am Morgen offenbar zwei Frauen getötet worden. Wie die Seite Ukrainska Pravda unter Berufung auf die Militärverwaltung meldet, wurde bei der Attacke ein Haus getroffen. Die beiden Opfer waren demnach die Mutter und Großmutter eines dreijährigen Jungen. Zudem sei ein Markt in Saporischschja angegriffen worden.
+++ 08:13 Bürgermeister meldet Verletzte nach russischem Drohnenangriff auf Kiew +++
Das russische Militär hat die Stadt Kiew in der Nacht offenbar erneut mit Drohnen angegriffen. Wie Ukrainska Pravda mit Verweis auf Bürgermeister Vitali Klitschko berichtet, wurden vier Menschen verletzt. Demnach wurde ein Wohnhaus getroffen und ein Feuer brach aus. Zwanzig Menschen seien aus dem Gebäude geretett worden.
+++ 07:14 Ukraine meldet vier Verletzte bei russischem Angriff auf Charkiw +++
Bei einem russischen Angriff auf Charkiw sind offenbar vier Menschen verletzt worden. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Bürgermeister Ihor Terekhov. Mehrere Autos seien beschädigt worden, einige seien in Brand geraten.
+++ 06:28 Ölraffinerie in Krasnodar brennt nach Drohnenangriff +++
Die Ilsky-Ölraffinerie in der russischen Region Krasnodar ist in der Nacht offenbar mit einer Drohne angegriffen worden. Aufnahmen und lokale Berichte, die online geteilt wurden, deuten auf ein großes Feuer in der Anlage hin, berichtet der "Kyiv Independent". Russische und ukrainische Kanäle meldeten demnach Explosionen im Bereich der Raffinerie. Der Gouverneur der Region Krasnodar, Veniamin Kondratiev, bestätigt, dass Drohnen den Bezirk Seversky, in dem sich die Raffinerie befindet, angegriffen haben.
+++ 05:41 Selenskyj widerspricht: Trump schlug ihm keine Reise nach Moskau vor +++
Das Büro von Präsident Wolodymyr Selenskyj dementiert einen Bloomberg-Bericht, wonach US-Präsident Donald Trump ihn aufgefordert habe, zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Moskau zu reisen. "Das sind Falschinformationen", erklärt Präsidentenberater Dmytro Lytvyn gegenüber dem Kyiv Independent. Trump und Selenskyj hätten tatsächlich die Möglichkeit trilateraler Gespräche zwischen den USA, der Ukraine und Russland erörtert, Trump habe jedoch kein Treffen zwischen Selenskyj und Putin in Moskau vorgeschlagen.
+++ 04:52 Finnische und schwedische Luftwaffe operieren gemeinsam gegen Russen +++
Die finnischen und schwedischen Luftstreitkräfte haben am Mittwoch ihre erste gemeinsame Operation durchgeführt: Sie ließen finnische F/A-18 Hornets und schwedische JAS 39 Grimness aufsteigen, um eine russische Formation über dem Finnischen Meerbusen abzufangen und zu identifizieren. Laut "Kyiv Independent" umfasste die russische Formation Transportflugzeuge vom Typ Tu-134, Kampfflugzeuge vom Typ MiG-31 und Kampfflugzeuge vom Typ Su-30. Sie hielt sich im internationalen Luftraum über dem Finnischen Meerbusen auf. Die finnische Luftwaffe erklärt, die verstärkte Zusammenarbeit ermögliche es nun gemeinsamen Aufklärungsmissionen und Kampfflugzeugen der Schnellreaktionsbereitschaft (QRA), von den jeweiligen Luftwaffenstützpunkten aus zu operieren.
Der operative Einsatz markiert die konkrete Umsetzung der nordischen Luftstreitkräftekooperation. Gemeinsam mit Norwegen und Dänemark arbeitet das neu erweiterte Bündnis aktiv daran, die Ostseeregion in eine hochgradig synchronisierte Verteidigungsbarriere an der Ostflanke der Nato zu verwandeln.
+++ 03:52 Britische Firmen bekommen ukrainische Schlachtfelddaten für KI-Training +++
Bis zu zwölf britische Unternehmen werden erstmals Zugang zu ukrainischen Schlachtfelddaten erhalten, um neue KI-Modelle für Drohnenschwärme zu entwickeln, teilt das britische Verteidigungsministerium mit. Erst einen Monat zuvor unterzeichneten Großbritannien und die Ukraine ein KI-Partnerschaftsabkommen. Laut dem britischen Verteidigungsministerium sollen bestimmte britische Unternehmen Zugriff auf Daten wie Bilder und Videos vom Schlachtfeld erhalten, die mithilfe von Tageslicht- und Wärmebildsensoren für die Entwicklung von KI-Modellen aufgenommen wurden. Britische Unternehmen sind nun aufgefordert, Vorschläge zur Nutzung dieser "wertvollen Datenquelle vom Schlachtfeld" einzureichen. Die Auswahl soll innerhalb weniger Wochen erfolgen. Großbritannien wäre das erste Land außerhalb der Ukraine, das Zugang zu den Avengers AI Labs erhält, schreibt der "Kyiv Independent". Diese enthalten reale Schlachtfelddaten für das Training von KI-Verteidigungssystemen.
+++ 02:14 Die Ukraine bittet die Partner um weitere 27 Milliarden Dollar für Verteidigung +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die Partner der Ukraine um weitere 27 Milliarden Dollar für die Verteidigung. Die Verteidigungskosten seien gestiegen, sagt Selenskyj Journalisten über WhatsApp. Die Ukraine müsse im Oktober und November Drohnen bestellen, da sie sonst Anfang nächsten Jahres vor Herausforderungen stehen werde. "Jeder versteht, dass die Ukraine nicht allein sein kann und dass mehr in ukrainische Drohnen und Raketen investiert werden muss." Kiew habe die EU gebeten, einen Teil eines Darlehens vorzuziehen. Er habe dazu eine positive Antwort von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhalten.
+++ 01:05 Nach Parlamentswahl: Unabhängiger Politologe in Russland festgenommen +++
Wenige Tage nach der russischen Parlamentswahl ist der unabhängige Politologe Alexander Kynew in Russland festgenommen worden. Sein Anwalt bestätigte mehreren russischen Medien die Festnahme und kündigte an, dagegen vorgehen zu wollen. Kynew bestreitet demnach die Vorwürfe. Einem Eintrag auf der Website eines Moskauer Gerichts zufolge wird ihm vorgeworfen, in großem Umfang illegal Drogen hergestellt, verkauft oder abgesetzt zu haben. Nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. Kynew ist ein bekannter Politologe, der auf Wahlen und Regionalpolitik in Russland spezialisiert ist. Die Duma-Wahl am vergangenen Wochenende kommentierte er intensiv. Wann genau er festgenommen wurde, ist bislang unklar. Der letzte Post in seinem Telegram-Kanal erschien am Mittwoch. Auch darin ging es um die Duma-Wahl. Im Februar wurde Kynew als "ausländischer Agent" eingestuft. Damit brandmarkt die russische Justiz Menschen und Organisationen, die tatsächlich oder angeblich Geld aus dem Ausland bekommen. Wer gelistet ist, muss mit zahlreichen Nachteilen rechnen. Berichten zufolge hatte Kynew auch für die inzwischen in Russland verbotene Wahlrechtsbewegung Golos gearbeitet. Er trat immer wieder in unabhängigen Medien auf.
+++ 23:14 WTO prüft Russlands Vorwürfe gegen EU-Handelsregeln +++
Der Streitschlichtungsausschuss der Welthandelsorganisation (WTO) untersucht auf Antrag Russlands, ob die EU gegen Handelsregeln verstößt. Dabei geht es um das CO₂-Grenzausgleichssystem (CBAM) und angebliche Exportsubventionen, wie die WTO in Genf mitteilt. Das CBAM ist ein Mechanismus, der sicherstellen soll, dass für Importe die gleichen CO₂-Kosten gelten wie für in der EU hergestellte Produkte. Das soll faire Wettbewerbsbedingungen schaffen und die Verlagerung von Emissionen ins Ausland verhindern, wie die Deutsche Industrie- und Handelskammer erklärt. Russland wirft der EU zudem Ausfuhrsubventionen im Rahmen des Handelssystems mit Treibhausgasemissionszertifikaten vor, die gegen WTO-Regeln verstoßen sollen. Wenn ein Streitschlichtungsausschuss beantragt wird, kann das betroffene Land - oder hier die EU - widersprechen. Das taten die EU-Vertreter im Juli. Nach einem zweiten Antrag des Beschwerdeführers tritt der Ausschuss aber automatisch zusammen. Eine Untersuchung kann mehrere Monate dauern. Es sei bemerkenswert, dass Russland als Land, das einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, sich nun auf internationales Recht berufen wolle, um Zugang zum europäischen Markt zu erhalten, sagen EU-Vertreter laut WTO bei einer Sitzung in Genf. Die EU sei zuversichtlich, dass sowohl das CBAM als auch der Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten mit den WTO-Regeln vereinbar sind.
+++ 22:00 Von Panzer aus beschossen? Vier italienische Soldaten bei Nato-Übung in Lettland verletzt +++
Bei einem Zwischenfall während einer Nato-Übung in Lettland sind vier italienische Soldaten verletzt worden, einer davon schwer. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Rom wurde ihr Fahrzeug in einem Stützpunkt nahe der Kleinstadt Adazi mit einem Maschinengewehr beschossen, das auf einem italienischen Schützenpanzer vom Typ Dardo befestigt war. Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Italien hat im Rahmen einer internationalen Brigade mehr als 300 Soldaten in Lettland stationiert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden die Verletzten zur Behandlung in die Hauptstadt Riga gebracht, etwa 25 Kilometer entfernt. Keiner der vier sei in Lebensgefahr, hieß es weiter. Das Militär leitete Ermittlungen ein, um den genauen Hergang zu klären. In Azadi, einem Stützpunkt der lettischen Armee, sind Soldaten aus mehr als einem Dutzend Ländern stationiert. Die multinationale Brigade der Nato soll die Nordostflanke des westlichen Militärbündnisses schützen, insbesondere gegen mögliche Angriffe aus Russland auf das Baltikum.
+++ 21:25 Zahl der Verletzten in Kiew steigt auf 57, sieben Menschen bei russischen Angriffen getötet +++
Durch Einschläge russischer Drohnen unter anderem in einem Bürogebäude in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen getötet worden. 57 Personen seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf der Plattform Telegram mit. Demnach sind unter den Verletzten zwei Kinder. Seit Wochen attackiert das russische Militär auch tagsüber Ziele in Kiew mit Drohnen und Raketen. Nach Polizeiangaben wurden durch den Drohneneinschlag in das Bürogebäude im Bezirk Solomjanskyi vier Menschen getötet und zehn weitere verletzt. "In der Nähe und im Bürogebäude selbst wurden die Leichen von vier Personen gefunden. Zwei der Toten befanden sich auf der Straße neben dem Gebäude, eine Leiche im Gebäude selbst und eine weitere tote Person wurde in einem Auto auf dem Parkplatz entdeckt", hieß es.
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