Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:30 Wie Russlands Führung auf Xis US-Besuch blickt +++

25.09.2026, 00:01 Uhr

Xi Jinping, ein wichtiger Partner für Russland, ist zu Besuch in den USA und wird dort vom US-Präsidenten hofiert. In Russland wird das als ein Ende der US-amerikanischen Vorherrschaft und das Anerkennen einen "neuen Gleichgewichts" interpretiert, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz erklärt. 

+++ 09:48 USA stellen 27 Millionen Dollar für Rückkehr ukrainischer Kinder bereit +++

Die USA stellen 27 Millionen Dollar für die Rückkehr und Wiedereingliederung ukrainischer Kinder bereit, die nach Russland oder in russisch besetzte Gebiete verschleppt wurden. Wie der "Kyiv Independent" unter Berufung auf US-Außenamtsvertreter berichtet, seien 12 Millionen Dollar für ein Programm zur Identifizierung, Rückführung und Wiedereingliederung vorgesehen, weitere 15 Millionen Dollar sollen im Laufe des Jahres an eine Durchführungsorganisation fließen. Nach ukrainischen Angaben wurden seit Beginn der russischen Invasion offiziell 20.610 Fälle verschleppter Kindern erfasst.

+++ 09:07 Kiew warnt vor russischem Angriffsplan auf Energieinfrastruktur +++

Russland hat nach Angaben der ukrainischen Regierung einen detaillierten Plan für Angriffe auf die ukrainische Energie- und Versorgungsinfrastruktur im kommenden Winter ausgearbeitet. "Ukrinform", die nationale Nachrichtenagentur der Ukraine, berichtet unter Berufung auf den ukrainischen Energieminister Denys Schmyhal, dass der Plan Ziele in der Strom- und Wärmeversorgung sowie der Wasser- und Abwasserinfrastruktur umfasse. Die ukrainischen Behörden bereiteten sich anhand der Erkenntnisse ihrer Geheimdienste auf mögliche Angriffe vor. Schmyhal sagt, der Winter werde voraussichtlich schwierig, solle aber nicht härter werden als der vergangene.

+++ 08:30 Ein Toter und zahlreiche Verletzte bei Drohnenangriffen in Russland +++

Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf mehrere russische Regionen sind Behördenangaben zufolge mindestens ein Mensch getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. In der Region Uljanowsk wurden nach Angaben von Gouverneur Alexei Russkich acht Menschen verletzt, darunter ein Kind. In Belgorod kam beim Einschlag einer Drohne in einen Lastwagen ein Zivilist ums Leben, ein weiterer wurde verletzt, wie die dortige Einsatzzentrale mitteilt. Über der Region Woronesch zerstörte die Luftabwehr Gouverneur Alexander Gussew zufolge 88 Drohnen, vier Menschen wurden verletzt. 

+++ 07:44 Sanktionen halbieren offenbar Russlands Schattenflotte +++

Beschlagnahmungen und Sanktionen haben die Zahl der Schiffe in Russlands Schattenflotte auf weniger als die Hälfte reduziert. Das geht aus einem Bericht des finnischen Thinktanks "Center for Research on Energy and Clean Air" (CREA) hervor. Seit Januar 2025 hätten demnach 107 Schiffseigentümer ihre Tanker unter russischer Flagge registrieren lassen. Die Schattenflotte besteht aus alten und teils unzureichend versicherten Tankern, mit denen Russland sein Öl trotz internationaler Sanktionen transportiert.

+++ 07:03 Ukraine greift Ölraffinerie und Elektronikfabrik in Russland an +++

Ukrainische Streitkräfte haben nach Angaben von Überwachungskanälen in der Nacht eine russische Ölraffinerie in Perm rund 1500 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt sowie eine Fabrik für elektronische Bauteile angegriffen. Der "Kyiv Independent" berichtete unter Berufung auf den Telegram-Kanal Exilenova Plus, die Raffinerie sei dabei in Brand geraten. Zudem sei das Elektronikwerk Iskra in Uljanowsk getroffen worden. In Woronesch kam es demnach ebenfalls zu Explosionen, wobei eine Fabrik für synthetischen Kautschuk beschädigt worden sein soll. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 06:22 Trauer nach tödlicher Messerattacke in Polen - Ukrainische Botschaft warnt vor "Gewalt" +++

Nach dem tödlichen Messerangriff in einem Kloster im Südosten Polens stehen die Menschen in dem Land unter Schock. Am Abend wurden Gedenkmessen abgehalten, an denen nach Angaben von AFP-Reportern in der betroffenen Stadt Jaroslaw mehr als hundert Menschen teilnahmen. Polens Staatschef Donald Tusk fordert die "volle Härte des polnischen Gesetzes". Jaroslaws Bürgermeister Marcin Nazarewicz verweist indes auf die möglichen Folgen des Angriffs. Die ukrainische Botschaft in Warschau warnt vor "Gewalt".

+++ 05:41 Eurofighter in Lettland zum Schutz des Luftraums während Wahl +++

In Lettland sind vier Eurofighter der Bundeswehr zur Absicherung des Luftraums während der Parlamentswahl in dem baltischen EU- und Nato-Land Anfang Oktober eingetroffen. Die Kampfjets des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg an der Donau landeten auf dem Militärflugplatz Lielvarde. Sie werden für gut eine Woche in Lettland stationiert sein und Aufgaben zur Unterstützung der integrierten Luft- und Raketenabwehr der Nato übernehmen, wie das Verteidigungsministerium in Riga mitteilt.Lettland wählt am 3. Oktober eine neue Volksvertretung. 

+++ 04:30 Kritik und Skepsis in Europa nach US-Einladung an Putin zu G20-Gipfel +++

Die US-Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel im Dezember stößt in Europa auf erhebliche Skepsis. Die Bundesregierung betont, es dürfe im Umgang mit Russland keine Normalität geben. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk warnte, die Einladung könnte Putin dazu ermutigen, den Angriffskrieg gegen die Ukraine unvermindert fortzusetzen. Polen gehört zwar nicht offiziell zur Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer, ist aber zu dem Gipfel in Miami als Gast eingeladen.

+++ 03:07 Macron hält neue russische Mobilmachung für Ukraine-Krieg für "glaubwürdig" +++

Der französische Präsident Emmanuel Macron hält eine neue russische Mobilmachung für den Krieg in der Ukraine für "glaubwürdig". "Das heute glaubwürdige Szenario, das häufig geteilt wird, ist eines mit rund 300.000 Mann", sagt Macron den französischen Sendern TF1 und France 2. Moskau sende ein Signal: "Wir sind bereit, noch größere Opfer zu bringen, um den gesamten Donbass einzunehmen", fügt Frankreichs Staatschef hinzu.Russland hatte zuletzt 2022 eine "Teilmobilmachung" von Reservisten angeordnet, nachdem die russische Armee in der Ukraine militärische Rückschläge erlitten hatte. 

+++ 01:59 Gericht in Kroatien genehmigt Auslieferung von ukrainischem Nord-Stream-Verdächtigen +++

Ein Gericht in Kroatien hat die Auslieferung eines Ukrainers genehmigt, dem in Deutschland eine Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee vorgeworfen wird. Wie der Anwalt von Wolodymyr Z., Ljubo Pavasovic Viskovic, mitteilt, erging der Gerichtsbeschluss bereits am 18. September. Der Anwalt kündigt an, Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts der Adriastadt Pula einzulegen. Z. soll nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft vor vier Jahren zusammen mit anderen Tauchern die Sprengsätze an den Gasleitungen angebracht haben. Er wird von der Bundesanwaltschaft des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der Zerstörung von Bauwerken dringend verdächtigt. 

+++ 00:49 Finnland bittet Musk um Starlink-Freischaltung für Ukraine-Angriffe in Russland +++

Der finnische Präsident Alexander Stubb hat den US-Unternehmer Elon Musk gebeten, das Satelliten-Internet Starlink für die Ukraine zu erweitern. Damit solle es der Ukraine ermöglicht werden, russische Raketenabschussrampen auf russischem Gebiet anzugreifen. "Deshalb (...) bitte ich Elon Musk, den Ukrainern die Möglichkeit zu geben, Starlink in Gebieten zu nutzen, in denen sich ballistische Raketenabschussrampen befinden", sagt Stubb am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Dies gelte für die besetzten Gebiete der Ukraine sowie für Russland und würde Leben retten.

+++ 23:40 Rutte sieht Nato "bereit" für Abwehr hybrider Angriffe Russlands +++

Die Nato ist nach Einschätzung ihres Generalsekretärs Mark Rutte "bereit" für die Abwehr russischer Cyberangriffe und andere Arten der hybriden Kriegsführung. "Wir haben all' diese Reaktionsmöglichkeiten parat,(...) wenn es um hybride Bedrohungen geht", sagt Rutte bei einer Veranstaltung in New York. Er rief die Staaten zu "mehr Unterstützung" für die von Russland angegriffene Ukraine auf, wenn sie "bei jedem hybriden Vorfall (...) wirklich ein Signal geben wollen". 

+++ 22:23 Frankreich: Keine Warnung der CIA vor russischen Angriffen aus dem Mittelmeerraum +++

Der französische Staatschef Emmanuel Macron warnt in einem Fernsehinterview vor möglichen russischen Angriffen auf französischem Boden. Russland verstärke seine feindseligen Akte gegen europäische Länder, um den Kontinent einzuschüchtern und die Entschlossenheit bei der Unterstützung der Ukraine zu brechen. Frankreich könnte mit ähnlichen Angriffen konfrontiert werden wie beim vereitelten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig im August, für den Deutschland Russland verantwortlich macht. Einen Bericht der spanischen Zeitung "El Mundo", wonach der US-Geheimdienst CIA europäische Regierungen vor möglichen Drohnenangriffen aus dem Mittelmeerraum gewarnt habe, weist Macron zurück. Die CIA habe die französischen Dienste nicht informiert.

+++ 21:39 AfD-Abgeordneter Frohnmaier bezeichnet Putins Unterhändler Kirill Dmitrijew als seinen Freund +++

Kirill Dmitrijew wurde in der Ukraine geboren, ist aber als Putin-Vertrauter voll auf Kreml-Linie und unterstützt den Krieg gegen sein Geburtsland in seiner Funktion als Unterhändler. Osteuropa-Experte Alexander Friedman nannte Dmitrijew im Gespräch mit ntv.de einst "prinzipienlos und unmoralisch". Er beschrieb ihn als einen Technokraten: jemanden, der genau wisse, welche Vorgaben die russische Führung setzt, und der sich strikt daran halte. Dmitrijew habe keine eigene politische Agenda. Er bekomme eine Aufgabe - und betrachte es als seine Mission, diese Aufgabe zu erfüllen. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier bezeichnet Dmitrijew auf X dennoch als seinen Freund. Der Putin-Vertraute hatte einem Beitrag Frohnmaiers über die Gasversorgung zugestimmt. Die beiden haben sich in der Vergangenheit bereits persönlich getroffen.

+++ 21:08 Mehr Informationsaustausch: Nato reagiert auf russische Sabotage +++

Als Reaktion auf eine Welle von Sabotageakten verstärkt die Nato den Austausch von Geheimdienstinformationen. Das Bündnis müsse angesichts der Bedrohung durch Moskau "besonnen und zuversichtlich" bleiben, sagt der Nato-Oberbefehlshaber in Europa, US-General Alexus Grynkewich, der Nachrichtenagentur Reuters. Grynkewich bezeichnet jüngste Vorfälle wie einen versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle als besorgniserregend. Der dänische Militärgeheimdienst hat gewarnt, dass Russland seine hybride Kriegsführung gegen den Westen in den kommenden Monaten wahrscheinlich intensivieren werde. Die Regierung in Moskau weist eine Verwicklung in Sabotageakte in Nato-Ländern nach offiziellen Angaben zurück.

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