Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:51 Viele Einwände - EU-Staaten kommen mit Sanktionspaket für Russland nicht voran +++
Die Europäische Union sieht sich mit einer deutlich schwächeren Unterstützung für neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland konfrontiert. Der Grund soll laut "Financial Times" sei, dass die Mitgliedstaaten Maßnahmen ablehnen, die ihren Großunternehmen schaden könnten. Das jüngste Sanktionspaket umfasst neue Beschränkungen für russische Exporte und das Finanzsystem sowie einen Mechanismus zur Aufrechterhaltung der Preisobergrenze für russisches Öl, der darauf abzielt, die Einnahmen des Kremls aus dessen Verkauf zu begrenzen. Griechenland etwa weigert sich, solange es nicht weiterhin russisches Flüssigerdgas in Drittländer transportieren darf. Portugal und Deutschland bestehen auf einer Aufhebung des Einfuhrverbots für russischen Fisch und begründen dies mit der Notwendigkeit, ihre eigene fischverarbeitende Industrie zu unterstützen. Frankreich und Italien sprechen sich für eine Lockerung des Visumverbots für russisches Militärpersonal aus, das am Krieg teilgenommen hat. Österreich hat erneut die Frage der Freigabe von 2 Milliarden Euro an russischen Vermögenswerten aufgeworfen, um die Raiffeisenbank für eine von Moskau verhängte Geldstrafe zu entschädigen.
+++ 06:20 Russland schießt 85 von 400 ukrainischen Drohnen ab +++
Die ukrainische Armee soll Russland in der Nacht mit 400 Drohnen angegriffen haben. Das erklärt der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin. Beim Anflug auf die Hauptstadt seien 85 davon abgeschossen worden. Was mit den anderen gut 300 Drohnen passierte, ist ungewiss. Einige scheinen Ziele getroffen zu haben – etwa südlich Moskaus in Podolsk, wo ein Öllager und ein Lagerhaus eines großen Onlinehändlers getroffen worden sein sollen (siehe Eintrag 03:36 Uhr). Wie groß die Schäden sind und ob es Opfer gibt, ist unklar. Die Ukraine hat sich bisher nicht zu den Angriffen geäußert.
+++ 05:44 Bericht: Lagerhaus eines Online-Händlers in Region Moskau brennt +++
In einem Lagerhaus eines großen russischen Online-Händlers ist infolge ukrainischer Angriffe offenbar ein Feuer ausgebrochen. Wie das Medium "Kyiv Independent" berichtet, sei ein Logistikzentrum des Versandhändlers "Wildberries" in Koledino südlich der Großstadt Podolsk in der Region Moskau getroffen worden.
+++ 04:48 Bürgermeister: Ukraine greift Region Moskau mit 400 Drohnen an +++
Zwischen Sonntagabend (20.30 Uhr Ortszeit) und Montagmorgen (5 Uhr Ortszeit) sind nach russischen Angaben insgesamt 400 ukrainische Drohnen in Richtung der Region Moskau geflogen. Das teilt der Bürgermeister der Stadt Moskau, Sergej Sobjanin, bei Telegram mit. Die meisten der Drohnen seien abgeschossen worden. Die Angaben sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.
+++ 03:36 Bericht: Ukrainische Armee trifft Öllager in Region Moskau +++
Die ukrainischen Streitkräfte greifen in der Nacht zum Montag offenbar die Region Moskau mit Drohnen an. Wie das Medium "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle berichtet, wird dabei ein Öllager sowie ein Logistikzentrum getroffen. In sozialen Medien veröffentlichte Fotos und Videos zeigen demnach, wie dichter Rauch über der Stadt Podolsk aufsteigt.
+++ 02:14 Immer mehr Kriegsdienstverweigerer machen Entscheidung rückgängig +++
Zunehmend mehr Kriegsdienstverweigerer in Deutschland entscheiden sich dazu, ihre Verweigerung zu wiederrufen. Das berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" unter Berufung auf eine Sprecherin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Demnach gingen 2023 beim Bundesamt 536 entsprechende Verzichtserklärungen ein. 2024 waren es 626, 2025 dann 781 und im ersten Halbjahr 2026 schließlich 402. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr würde das einen neuen Rekord bedeuten. Nach Angaben des Bundesamtes steigt neben der Zahl der Wiederrufe allerdings auch die Zahl der Kriegsdienstverweigerer. Waren es 2023 noch 1079, so wuchs sie 2024 bereits auf 2249 und 2025 auf 3879. Bis zum 30. Juni dieses Jahres seien bereits 5862 Anträge eingegangen.
+++ 01:21 Kommandeur: Heimatschutzdivision soll bis 2035 deutlich wachsen +++
Die Heimatschutzdivision der Bundeswehr soll ihrem Kommandeur zufolge bis 2035 deutlich größer werden. "Wir haben ja im Moment eine avisierte Stärke von 6500 Soldatinnen und Soldaten. Wir werden aber bis 2035 auf weit über 10.000 Soldaten wachsen", sagt Generalmajor Andreas Henne dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Wir werden Heimatschutzbataillone aufstellen. Wir werden Unterstützungsbataillone aufstellen. Und wir werden eine signifikant höhere Zahl an Soldatinnen und Soldaten haben", sagt er. Henne betont: Die bisherige Zahl reiche aus, um eine Anfangsbefähigung herzustellen. "Wir können schon jetzt Infrastruktur sichern, wir können schon jetzt Freedom of movement machen." Aber sie reiche noch nicht für einen längeren Konflikt."
+++ 00:12 Ukraine: Zahl der Toten nach Angriff auf türkisches Frachtschiff steigt +++
Nach einem russischen Raketenangriff auf ein türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer nahe Odessa steigt die Anzahl der Todesopfer nach ukrainischen Angaben auf mindestens sechs. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärt zudem, unter den Toten sei ein ukrainischer Lotse. Nach Angaben des ukrainischen Infrastruktur- und Verkehrsministers Mykola Kalaschny werden vier Seeleute noch vermisst. Acht Besatzungsmitglieder seien gerettet worden, zwei von ihnen seien verletzt.
+++ 23:01 Kommandeure unterrichten Selenskyj über die Lage auf dem Schlachtfeld +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erörtert mit hochrangigen Militärkommandeuren die Lage auf dem Schlachtfeld und den Bedarf der Verteidigungskräfte. Selenskyj spricht bei einem Treffen mit Generalmajor Mychajlo Drapatij, dem Kommandeur der Vereinigten Streitkräfte der ukrainischen Streitkräfte; Wolodymyr Horbatjuk, dem stellvertretenden Chef des Generalstabs; und Oleh Apostol, dem Kommandeur der Luftlandetruppen. Der stellvertretende Leiter des Präsidialamtes, Pavlo Palisa, nimmt ebenfalls teil. Drapatyi unterrichtet ihn über die Lage in den Sektoren der Gebiete Sumy, Charkiw, Luhansk und Donezk. "Ich bin all unseren Einheiten dankbar, die die Besatzer wirksam vernichten und die russische Armee daran hindern, ihre zugewiesenen Aufgaben zu erfüllen", sagt Selenskyj.
+++ 21:51 Russische Fliegerbomben töten in Saporischschja mindestens drei Menschen +++
Bei einem russischen Angriff mit gelenkten Fliegerbomben auf Saporischschja wurden drei Menschen getötet und 33 weitere verletzt, darunter fünf Kinder. Das teilt Ivan Fedorow , Leiter der Militärverwaltung des Oblast Saporischschja, mit. Ein Wohngebiet wurde durch den Angriff erheblich zerstört. Ein fünfstöckiges Gebäude wurde schwer beschädigt, und in der Nähe eines neunstöckigen Gebäudes wurde ein Treffer registriert. Russische Lenkbomben zerstörten zwei Stockwerke des fünfstöckigen Gebäudes und beschädigten Fenster und Balkone des neunstöckigen Gebäudes. Im Wohngebiet entstanden Zerstörungen, und das Terminal eines Logistikunternehmens steht in Flammen.
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