Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:57 Russland und Ukraine tauschen Kriegsgefangene aus +++
Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Es seien jeweils 270 Soldaten an ihre Heimatländer übergeben worden, berichtet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.
+++ 13:39 Erster russischer Diesel-Tanker auf dem Weg in die USA +++
Ein mit 40.000 Tonnen russischem Diesel beladener Tanker ist auf dem Weg nach New York. Dies geht aus Schifffahrtsdaten des Finanzdienstleisters LSEG hervor. Die Lieferung ist Teil einer Vereinbarung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Trump hofft, mit mehreren Maßnahmen die Dieselpreise vor den US-Zwischenwahlen am 3. November zu senken. Dazu gehört auch die Aussetzung von Teilen eines neuen Sanktionsgesetzes gegen Russland. Der unter maltesischer Flagge fahrende Tanker "Agioi Fanendes" wurde den Schifffahrtsdaten zufolge am 22. Oktober im russischen Ostseehafen Primorsk mit schwefelarmem Diesel beladen. Er soll am 7. November in den USA eintreffen.
+++ 13:26 Nach Festnahme in Brandenburg: Mutmaßlicher Russland-Spion in Untersuchungshaft +++
Der am Donnerstag in Brandenburg gefasste mutmaßliche Russland-Spion sitzt nun in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs habe den Haftbefehl gegen den ukrainischen Staatsangehörigen Vadym Y. in Vollzug gesetzt, teilt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Y. soll für einen russischen Geheimdienst in Deutschland militärisch relevante Informationen gesammelt haben. Er soll Erkenntnisse über die Produktion von Panzerfahrzeugen, Munition und Explosivstoffen zusammengetragen haben, so die Erkenntnisse der Karlsruher Ermittler. Außerdem soll er Informationen über Personal und militärische Anlagen an Standorten zur Sicherung der Nato-Ostflanke gesammelt haben. Einige Informationen waren den Angaben nach öffentlich zugänglich, für andere habe Y. gezielt Menschen aus der europäischen Rüstungsbranche "abgeschöpft". Seit Juli 2025 soll er der Bundesanwaltschaft zufolge über einen Mittelsmann in Kontakt mit einem russischen Nachrichtendienst gestanden haben. Vorgeworfen wird ihm geheimdienstliche Agententätigkeit.
+++ 12:59 Ukraine schießt 140 russische Drohnen binnen einer Nacht ab +++
In der Nacht hat die ukrainische Luftabwehr nach eigenen Angaben 140 russische Drohnen abgeschossen. Das teilt die ukrainische Luftwaffe in den sozialen Medien mit. Demnach hat Russland mindestens 176 Drohnen auf verschiedene Regionen der Ukraine abgefeuert. An 19 Orten verzeichnet die ukrainische Luftwaffe Treffer russischer Drohnen, an 13 unterschiedlichen Orten in der Ukraine schlugen Trümmerteile ein.
+++ 12:43 Munz über Frust in Bevölkerung: Diesel für Trump, nicht für Bürger – Russen sind wütend +++
ntv-Russlandkorrespondent Rainer Munz schätzt trotz der gerade laufenden Gespräche, dass der Kreml so schnell nicht an einem Kriegsende in der Ukraine interessiert ist. Die hohen Energiepreise im Land sorgen derweil für Unmut – nicht zuletzt, weil Moskau gleichzeitig Diesel an die USA verkauft.
+++ 12:22 Russland: Zwei Tote bei Drohnenangriffen in Luhansk +++
Bei ukrainischen Drohnenangriffen in der russisch kontrollierten Region Luhansk im Osten des Landes sind nach Angaben des von Moskau eingesetzten Gouverneurs Leonid Passetschnik zwei Zivilisten getötet und vier verletzt worden. Eine Drohne habe einen Lastwagen getroffen und den Fahrer tödlich verletzt, teilt Passetschnik auf Telegram mit. Bei einem weiteren Angriff auf ein Auto sei ein Insasse ums Leben gekommen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann die Angaben nicht unabhängig überprüfen. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
+++ 12:01 Selenskyj-Berater meldet weitere Störungen von Starshield +++
Das ukrainische Verteidigungsministerium verzeichnet derzeit Störungen im Betrieb von Starshield an der Front in der Ukraine. Das teilt Serhii "Flash" Beskrestnov, der ukrainische Berater für Verteidigungstechnologie von Wolodymyr Selenskyj, in den sozialen Medien mit. "Derzeit können wir keine Aufhebung der Beschränkungen bei Starlink feststellen", schreibt er in einem Post auf Facebook. Es gäbe vereinzelte Fälle, in denen Starlink etwas schneller agierte, doch dies sei wahrscheinlich auf die Funktionsweise des SpaceX-Algorithmus oder besondere Nutzungsbedingungen zurückzuführen und nicht auf eine Aufhebung der Beschränkungen. Auch andere Militär-Experten hatten zuvor geäußert, dass das für die Ukraine wichtige militärische Kommunikationssystem Starshield weiterhin nur eingeschränkt funktioniere.
+++ 11:43 Militär-Experten: Starshield funktioniert weiterhin nur eingeschränkt +++
Das für die Ukraine wichtige militärische Kommunikationssystem Starshield soll eigentlich wieder ungedrosselt funktionieren. Nachdem die Ukraine seit Mitte Oktober immer wieder von Einschränkung und Störungen berichtet hatte, gab der US-Präsident Donald Trump am Donnerstag bekannt, der Dienst sei zurück, SpaceX-Chef Elon Musk habe den Starlink-Satelliten-Internetzugang für die Ukraine wiederhergestellt. Entgegen Trumps Behauptung kommen Zweifel bei einigen Militär-Experten Zweifel auf, wie SkyNews berichtet. Die Situation rund um die angebliche Wiederherstellung sei "nach wie vor unklar", sagt Serhii Sternenko, ehemaliger Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums, sagt zu SkyNews. "Einige Einheiten der ukrainischen Streitkräfte haben berichtet, dass der Dienst für Flüge mit Geschwindigkeiten über den zuvor festgelegten Grenzwerten wiederhergestellt wurde", sagt er. "Dies gilt jedoch bei weitem nicht für alle Einsätze. Einige davon wurden unterbrochen, da in bestimmten Fällen die Beschränkungen weiterhin gelten." Dies decke sich mit den Äußerungen von Michael Kofman, Senior Fellow bei der Carnegie Endowment und Experte für die russischen Streitkräfte, so der SkyNews-Bericht.
+++ 11:27 Ukraine: Stromausfall für 500.000 Menschen nach russischen Angriffen +++
Bei russischen Angriffen auf Energieanlagen in sechs ukrainischen Regionen sind in der Nacht für mehr als 500.000 Menschen der Strom ausgefallen. Dies erklärt der stellvertretende Energieminister Artem Nekrassow.
+++ 11:04 ISW: Russen sind auf dem Schlachtfeld in der Ukraine erfolglos +++
Die russischen Streitkräfte sind auf dem Schlachtfeld in der Ukraine nicht erfolgreich. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Sie haben Belege dafür, dass die russischen Streitkräfte seit dem 1. September 2026 in der Ukraine einen Nettoverlust von 241 Quadratkilometern an Territorium erlitten haben. Grundsätzlich sei die durchschnittliche Geschwindigkeit der täglichen russischen Vorstöße seit 2025 deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig hätten die ukrainischen Streitkräfte im Laufe des Jahres 2026 an mehreren Frontabschnitten die operative Initiative erobert und eine geplante russische Offensive zur Eroberung der Donezk-Region vereitelt. Die russischen Streitkräfte verzeichnen zudem monatlich steigende Verluste, während die Rekrutierungsrate weiterhin hinter der Verlustrate zurückbleibt, so die Analysten. Der Kreml könnte in den kommenden Monaten mit zunehmenden Herausforderungen konfrontiert sein. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.
+++ 10:32 Klitschko ruft Luftalarm für Kiew aus +++
Über der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind die Luftabwehrkräfte im Einsatz. Das teilt Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. "Halten Sie sich an sicheren Orten auf!" schreibt der 55-Jährige weiter.
+++ 10:15 Österreich weist vier russische Diplomaten aus +++
Österreich weist vier russische Diplomaten aus. Drei von ihnen seien bei der russischen Botschaft in Wien akkreditiert, ein weiterer gehöre der russischen Delegation bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an, teilt das Außenministerium mit. Die Diplomaten hätten Tätigkeiten ausgeübt, die mit ihrem diplomatischen Status unvereinbar seien. Sie seien daher zu unerwünschten Personen ("personae non gratae") erklärt worden und müssten Österreich verlassen. Grundlage der Maßnahmen seien Erkenntnisse der österreichischen Sicherheitsbehörden, hieß es in der Mitteilung weiter. Weitere Details zu den Gründen der Ausweisung nennt das Ministerium nicht.
+++ 10:03 "Financial Times": Ukraine will Getreide-Zollkontrollen nach Polen verlegen +++
Die Ukraine verhandelt einem Zeitungsbericht zufolge mit Polen und der Slowakei über die Verlegung von Zollkontrollen für Getreidetransporte ins Landesinnere der beiden EU-Staaten. Damit sollten russische Drohnenangriffe auf Lastwagen an der Grenze verhindert werden, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Das ukrainische Außenministerium erklärt demnach, man habe bereits gemeinsame Grenzkontrollpunkte mit Moldau eingerichtet und wolle diese Initiative nun auf andere Nachbarländer ausweiten. Ministeriumssprecher Heorhij Tychyj sagt der "FT", der Schritt sei durch ein "neues Sicherheitsumfeld" bedingt, in dem Russland gezielt versuche, die ukrainischen Grenzen anzugreifen. Die Regierung in Kiew wolle so schnell wie möglich ein Abkommen mit Polen abschließen. Stellungnahmen aus Warschau und Bratislava sind zunächst nicht bekannt.
+++ 09:29 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++
Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.574.620 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1830. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem drei Panzerfahrzeuge, 54 Artilleriesysteme und 1525 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.439 Panzer, 51.501 Artilleriesysteme, 1720 Flugabwehrsysteme und 449 Flugzeuge, 356 Hubschrauber, 577.209 Drohnen, 35 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen – wobei das auch nur Mindestwerte sind.
+++ 09:00 Bericht: Finnische Tech-Giganten besiegeln Satellitenkommunikationssystems für die Ukraine +++
Die finnischen Technologieunternehmen ICEYE und Nokia haben eine Absichtserklärung mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium unterzeichnet. Das berichtet "The Kyiv Independent". Damit besiegelten sie eine Partnerschaft, die auf die Entwicklung eines eigenen Satellitenkommunikationssystems der Ukraine abziele. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Vereinbarung bereits am Donnerstagvormittag während des Besuchs des finnischen Ministerpräsidenten Petteri Orpo in Kiew angekündigt. Selenskyj bekundete das Satellitenabkommen als "wichtig für unsere Verteidigung und für die Widerstandsfähigkeit der Ukraine". Die Vereinbarung mit Kiew folgt wenige Wochen, nachdem Nokia und ICEYE Pläne für eine Zusammenarbeit beim Aufbau von "Breitband-Satellitenkommunikationssystemen in der niedrigen Erdumlaufbahn (LEO) für Regierungen" angekündigt hatten. Diese Systeme sollen unter anderem die Landesverteidigung, Rettungsdienste und die Grenzsicherheit unterstützen.
+++ 08:45 ISW: Ukrainer erobern Gebiet in Charkiw zurück +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben kürzlich Gebiete in verschiedenen Frontregionen zurückerobert. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Ukrainer haben demnach unter anderem ein Gebiet südlich der Kleinstadt Wowtschansk in der Region Charkiw eingenommen, das zuvor von den Russen besetzt war. Gleichzeitig halten die ukrainischen Streitkräfte trotz massiver russischer Angriffe ihre Stellung im Süden der Stadt Kostjantyniwka in der Region Donezk. Sie ist der südliche Anker des ukrainischen "Festungsgürtels" im Donbass. Zusammen mit Städten Druschkiwka, Kramatorsk und Slowjansk bildet Kostjantyniwka eine ausgebaute Verteidigungslinie, die den ukrainisch gehaltenen Rest des Donbass schützen und russische Vorstöße nach Norden bremsen soll. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.
+++ 08:27 Bericht: Russland meldet Angriff auf ukrainische Hafenstadt Wylkowe +++
Russland hat über Nacht Angriffe auf Ziele in der gesamten Ukraine durchgeführt. Das berichtet SkyNews unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums. Das Ministerium gab demnach auf Telegram bekannt, dass es den Hafen von Wylkowe in der Region Odessa, ein Waggondepot in der Region Poltawa und ein Frachtschiff im Schwarzen Meer getroffen habe.
+++ 07:51 Bericht: Deutscher kämpfte in Freiwilligen-Legion in der Ukraine +++
Der "Spiegel" hat nach eigenen Angaben die Identität des Deutschen verifizieren können, der vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB in einem Video am Mittwoch vorgeführt wurde. Der russische Geheimdienst beschuldigt Michael F. des "Söldnertums", weil er aufseiten der Ukraine gekämpft habe. Mamuka Mamulashvili, Kommandeur der Georgischen Legion in der Ukraine, soll dem "Spiegel" bestätigt haben, dass F. für seine Fremdenlegion 2017 bis 2018 gekämpft hat: "Er war mein Soldat". Mamulashvili teilt zudem ein Foto des Passes des Deutschen, den er bei Vertragsunterzeichnung bei der Legion 2017 vorgelegt hatte, dazu weitere Bilder mit dem "Spiegel". F. sei der erste Deutsche in seiner Freiwilligen-Einheit gewesen. Etwa ein Jahr lang habe er mit seinen Truppen in der Region Luhansk gekämpft, in der Infanterie, so Mamulashvili laut dem Bericht. Damit widerspricht der Damit widerspricht er den Angaben, die F. in dem FSB-Video vortragen musste. Unklar ist bisher, wo und wie der Deutsche in russische Gefangenschaft geraten ist. F. drohen nun bis zu 15 Jahren Haft.
+++ 07:16 Polnische Sicherheitsbehörde ruft im Südosten Luftalarm aus +++
Das nationalen Krisenmanagementzentrum Polens, Rządowe Centrum Bezpieczeństwa (RCB), warnt die Bevölkerung in den Woiwodschaften Lublin und Karpatenvorland im Südosten Polens vor einem russischen Luftangriff auf das Gebiet der Ukraine. Das teilt das RCB unter anderem auf der Plattform X mit. Die polnischen Regionen grenzen an die Ukraine. Nach RCB-Angaben wird die Lage beobachtet, wobei die polnische Luftwaffe im Einsatz sei.
+++ 06:35 Weber: Ukraine-Krieg nähert sich "Kulminationspunkt" +++
Der Sicherheitsexperte Joachim Weber sieht keine Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende in der Ukraine. Trump wolle den Konflikt nur loswerden, um sich auf Iran und China zu konzentrieren. Das sei "das eigentliche Ziel". Die signalisierte Gesprächsbereitschaft von Trump und Putin sei hingegen lediglich "Theater".
+++ 05:53 Hodges: Trumps Friedensbehauptung ist "lächerlich" +++
Der frühere Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges, hat Donald Trumps Hoffnung auf einen baldigen Frieden in der Ukraine eine klare Absage erteilt. "Nein, Frieden ist nicht in Sicht. Es ist lächerlich, dass Trump so etwas behauptet", sagt er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Wie kann irgendjemand glauben, dass der Frieden näher ist als je zuvor? Die russische Seite hat kein einziges Zugeständnis gemacht. Trump hat sie nicht einmal dazu aufgefordert", kritisiert Hodges. Trump habe nur Druck auf die Ukraine ausgeübt. Der ehemalige US-General warnt davor, dass Moskau eine Strategie mit dem in Aussicht gestellten November-Treffen verfolge: "Die Russen versuchen, die Offenheit des US-amerikanischen Präsidenten für Geschäfte mit dem Kreml auszunutzen und ihn auf ihre Seite gegen die Ukraine zu ziehen", sagt er. "Dass kein anderes europäisches Land zu den Verhandlungen eingeladen wurde, zeugt davon, dass Russland Europa in den Verhandlungen kein Mitspracherecht einräumt." Dagegen müssten die europäischen Regierungschefs lautstark protestieren.
+++ 04:40 Deutschland erteilt deutlich weniger Langzeit-Visa für russische Staatsangehörige +++
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist die Zahl der von Deutschland erteilten Langzeit-Visa für russische Staatsangehörige um rund zwei Drittel zurückgegangen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Linken hervor, die den Funke-Zeitungen vorliegt. Demnach haben die deutschen Behörden 2022 noch rund 13.000 Einreisegenehmigungen für Aufenthalte, die länger als 90 Tage dauern, erteilt. Ende 2026 werden es voraussichtlich etwa 4500 sein. Besonders stark sank die Zahl der Langzeit-Visa für Russen, die in Deutschland arbeiten oder zu ihren Familienangehörigen ziehen wollen. Ihre Zahl brach demnach von rund 4.550 im Jahr 2022 um mehr als 90 Prozent ein. Bei den Visa für russische Studenten rechnet die Bundesregierung mit einem Rückgang von rund 40 Prozent.
+++ 02:40 Selenskyj: Nichts Persönliches zwischen Trump und mir +++
Die jüngsten Spannungen zwischen der Ukraine und den USA haben laut Präsident Selenskyj nichts mit seinem Verhältnis zu US-Präsident Trump zu tun. "Es ist nichts Persönliches zwischen mir und Präsident Trump, und natürlich bin ich gegen jede Aufhebung von Sanktionen", sagt er in einem Interview des US-Senders CNN. Sein Treffen mit US-Unterhändler Steve Witkoff in Oslo sei produktiv gewesen, doch sei er nicht von Putins Friedenswillen überzeugt, so Selenskyj weiter. "Putin spielt, wissen Sie, er ist ein Spieler". Es sei bedauerlich, weil Putin mit dem Leben anderer Menschen spiele. "Deshalb erwarten wir von unseren Partnern, dass sie ihm nicht die Möglichkeit geben, stärker zu werden und uns zu brechen."
+++ 01:12 Tote und Verletzte bei russischen Angriffen +++
Bei einem russischen Angriff im Südosten der Ukraine sind drei Menschen getötet worden. Nach Angaben der Militärverwaltung starben ein 37-jähriger Mann und zwei Frauen im Alter von 38 und 69, als ein Wohnhaus in Saporischschja getroffen wurde. Neun Verletzte gab es bei einem Drohnenangriff im westlich von Kiew gelegenen Gebiet Schytomyr. Zwei der Verletzten seien Kinder, teilt der Chef der Militärverwaltung der Region, Witalij Bunetschko, mit. Auch hier wurde demnach ein Wohnhaus getroffen.
+++ 23:58 Putin will reden - aber nicht über Waffenruhe +++
Russlands Präsident Wladimir Putin erklärt sich zu einer Wiederaufnahme von Dreiergesprächen mit der Ukraine und den USA bereit, sofern dabei über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts verhandelt wird. Es müsse um Sicherheitsgarantien im Rahmen einer endgültigen Friedensvereinbarung gehen und nicht um eine "kurzfristige" Waffenruhe, sagt Putin einem Reporter des russischen Staatsfernsehens. "Das Ziel dieser Gespräche wird sein, die Frage der Gewährleistung der Sicherheit sowohl der Ukraine als auch Russlands zu behandeln", sagte Putin. Dies müsse "im Rahmen eines endgültigen Abkommens" geschehen und nicht nach einer "kurzen Unterbrechung der Kampfhandlungen".
+++ 22:58 Trump: Musk hat Starlink-Drosselung aufgehoben +++
Elon Musk hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump den Zugang der Ukraine zum Satellitennetzwerk Starlink wiederhergestellt. Ob er mit Musk über das Thema gesprochen hat, will Trump auf Nachfrage von Journalisten nicht sagen. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" hat Trump mit Musk telefoniert und ihn gebeten, die Einschränkungen für die militärtaugliche Version von Starlink in der Ukraine aufzuheben. Ukrainische und US-Beamte sagten der Zeitung, das System sei zwar noch nicht wieder voll funktionsfähig, arbeite aber wieder mit höheren Geschwindigkeiten als zuvor. Die Ukraine ist für ihre Kommunikation auf dem Schlachtfeld und den Einsatz von Drohnen auf Starlink angewiesen. Eine Drosselung des Dienstes hatte nach ukrainischen Angaben zuletzt die militärischen Aktivitäten im Kampf gegen Russland eingeschränkt. Wer dafür verantwortlich war, ist unklar. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, Musk habe sie angewiesen und sich zuvor mit Trump besprochen. Trump hatte gesagt, weder er noch Musk seien verantwortlich. Musk hatte hingegen betont, die Entscheidung obliege letztlich dem Präsidenten, also Trump.
+++ 22:05 Putin sieht Ostukraine historisch als russisches Territorium +++
Russland hat sich bereit erklärt, die trilateralen Gespräche mit der Ukraine und den USA wieder aufzunehmen. Im Vorfeld stellt Wladimir Putin erneut eine Forderung: Die von Moskau beanspruchten Gebiete in der Ostukraine seien historisch russisches Land. Zugleich betont Putin, dass Moskau sich nicht auf einen Krieg mit Europa vorbereite.
+++ 21:13 Litauen fürchtet Friedensgespräche ohne Kiew +++
Litauens Präsident Gitanas Nauseda hat mit Blick auf ein mögliches Treffen Russlands, Chinas und der USA gemahnt, die Ukraine bei Gesprächen zur Beendigung des russischen Angriffskrieges nicht außen vorzulassen. "Die Ukraine selbst muss unbedingt in die Verhandlungen einbezogen werden. Daher nähren von Russland vorgeschlagene Formate, wie etwa ein China-USA-Russland-Format, den Verdacht, dass sich ein Szenario ähnlich dem des Zweiten Weltkriegs wiederholen und zu einer Aufteilung in Einflusssphären führen könnte", sagt Nauseda in Vilnius.
+++ 20:38 Behörde: Familien mit Kindern müssen Donbass-Städte verlassen +++
Wegen ständiger russischer Angriffe haben die ukrainischen Behörden die Evakuierung von Familien mit Kindern aus den Städten Slowjansk und Kramatorsk im Osten angeordnet. "Die Sicherheitslage wird stetig schlechter", teilt der Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit. "Die Russen greifen Kramatorsk und Slowjansk täglich an und beschießen Wohnviertel, zivile Verkehrsmittel und Orte, an denen sich Menschen aufhalten."
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