Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 14:58 Munz: Bei Metro-Zugriff könnte es um Versorgung gehen +++
Der Kreml stellt das Russland-Geschäft des deutschen Großhandelsunternehmens Metro unter staatliche Kontrolle. Für Moskau-Korrespondent Rainer Munz könnte das ein Indiz dafür sein, dass sich Russland auf eine weitere Eskalation im Ukraine-Krieg einstellt - und die eigene Versorgungssicherheit sicherstellen will.
+++ 14:27 Wadephul kritisiert Verhalten der Slowakei im Umgang mit der Ukraine +++
Außenminister Johann Wadephul fordert von der Slowakei mehr Bündnissolidarität in den Maßnahmen gegen Russland. In einer gemeinsamen Erklärung hätten beide Länder ihre "umfassende Unterstützung für die Ukraine" bekräftigt, sagt der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanar in der Hauptstadt Bratislava. Für den deutschen Außenminister gehört dazu auch die Abkoppelung von russischen Energielieferungen. Dafür müssten alle Partner "gemeinsam einstehen", sagt er an Blanar gerichtet. Auf Russland müsse "mehr Druck" ausgeübt werden: "Russland zeigt keine Bereitschaft zu Frieden", die Ukraine dagegen habe "ihre Bereitschaft wiederholt erklärt", betont Wadephul. Ohne die Slowakei direkt beim Namen zu nennen sagt Wadephul, es wäre "nicht nur unsolidarisch, es wäre unverantwortlich", infrage zu stellen, dass die größte Gefahr für Europa "Putins kriegerischer Imperialismus" sei. Die EU könne sich keine Blockaden durch einzelne Mitgliedstaaten etwa bei Sanktionen leisten.
+++ 13:55 Ukraine-Schwarm fliegt vier Tonnen Essen in besetzten Ort +++
Seit über viereinhalb Jahren versucht Russland, die Ukraine einzunehmen. Besonders schlimm ist die Lage in den besetzten Gebieten. Die Ukraine wirft Russland vor, die Versorgung abzuschneiden und die Menschen auszuhungern. Mit einer modernen Luftbrücke schafft die Ukraine jetzt einem Ort ein bisschen Erleichterung.
+++ 13:29 Selenskyj: Haben ballistische Raketen abgewehrt +++
Die Ukraine hat nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei russischen Attacken auch ballistische Raketen abgewehrt. Das schreibt Selenskyj in sozialen Medien. Dabei dankt er amerikanischen und norwegischen Partnern seines Landes für das Flugabwehrsystem vom Typ Nasams. Auch bei Deutschland und Frankreich bedankt er sich für die Unterstützung der Flugabwehr. Es sei wichtig, dass solche Pakete weiterhin geliefert würden, schreibt er.
+++ 13:05 Rutte ruft zu Ruhe auf: Russland "scheitert" mit hybriden Angriffen +++
Die Nato wird sich nach Angaben ihres Generalsekretärs Mark Rutte von Russland nicht davon abbringen lassen, die Ukraine weiter zu unterstützen. "Russland setzt seine rücksichtslose Kampagne feindseliger Handlungen gegen die Nato fort", sagt Rutte in Brüssel. "Es versucht, unsere Entschlossenheit zu schwächen und unsere Unterstützung für die Ukraine zu stoppen. Aber das wird nicht gelingen ... Unsere Botschaft an Moskau ist klar: Wir werden noch mehr für die Ukraine tun, nicht weniger." Rutte ruft die Nato-Staaten zu Ruhe auf und nennt die Kampagne hybrider Angriffe Russlands in Europa "gescheitert".
+++ 12:36 Ukraine zerstört seltenen T-90-Panzer - Brigade feiert "großartigen Fang" +++
Unter einem hölzernen Überbau versteckt die russische Armee einen T-90-Panzer - eine ukrainische Drohne spürt ihn dennoch auf. Die zuständige Brigade bejubelt den Fund des seltenen Kampffahrzeugs, für dessen Zerstörung mehrere Drohnen "geopfert" wurden.
+++ 12:04 EU-Sanktionen gegen russische Richter +++
Die EU setzt zehn weitere Personen auf ihre Sanktionsliste. Unter ihnen sind auch laut Radio Svoboda drei Richter des Obersten Gerichtshofs wegen ihrer Rolle beim Ausschluss der liberalen Jabloko-Partei von den sogenannten Dumawahlen. Wie aus der Durchführungsverordnung der EU hervorgeht, werden sie für die Unterdrückung der demokratischen Opposition und die Aushöhlung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Russland verantwortlich gemacht. Auch ein Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft und ein Mitglied der Wahlkommission stehen offenbar auf der Liste, ebenso wie eine Richterin des Stadtgerichts Pskow. Diese verurteilte den Jabloko-Vize Lew Schlosberg zu elf Jahren Gefängnis. Alle sanktionierten Personen dürfen nicht mehr in EU-Länder einreisen, ihre Vermögenswerte in der EU werden eingefroren.
+++ 11:30 Kiew: Russische Verluste überschreiten die 1,5-Millionen-Marke +++
Die genauen Zahlen halten beide Kriegsparteien geheim. Doch der Ukraine zufolge hat Russland seit Beginn der Vollinvasion am 24. Februar 2022 bereits mehr als 1,5 Millionen Soldaten verloren. Wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mitteilte, sollen es nun rund 1.532.500 Soldaten sein, die entweder gestorben oder schwer verletzt worden sind. Allein im Laufe des vergangenen Tages soll Russland 1.440 Soldaten verloren haben. Das unabhängige russische Portal "Mediazona" listete erst vor einer Woche in Zusammenarbeit mit der BBC die Zahl der bestätigten Toten auf russischer Seite auf: 258.989. Allerdings wird nicht jeder Todesfall an der Front öffentlich gemacht. Wie hoch diese russischen Verluste sind, zeigt ein Vergleich zum Afghanistankrieg: In den gut neun Jahren starben rund 14.500 sowjetische Soldaten, 53.800 wurden verwundet.
+++ 11:02 Brand in Rüstungsunternehmen: Estland weist auf Putins Geheimdienste +++
Estland sieht russische Geheimdienste hinter einem Brandanschlag im August auf ein Gebäude des Rüstungsunternehmens Milrem in Tallinn. Die Regierung des baltischen Landes könne "mit Sicherheit" sagen, dass der Anschlag in der Nacht vom 15. August "ein Sabotageakt war, der von den Sonderdiensten der Russischen Föderation angeordnet wurde", erklärt der estnische Außenminister Margus Tsahkna in einer Stellungnahme, die dem "Kyiv Independent" vorliegt. "Unsere Sicherheitsbehörden arbeiten effektiv; mehrere ähnliche Sabotageakte konnten verhindert werden, und die Täter des Brandanschlags auf Milrem Robotics wurden festgenommen und stellen keine Bedrohung mehr für Estland dar", so Tsahkna. Der Brand brach letzten Monat im Gebäude von Milrem Robotics im Tallinner Stadtteil Lasnamae aus. Milrem Robotics ist ein estnisches Rüstungsunternehmen, das sich auf Robotik und automatisierte Systeme spezialisiert hat. Es liefert unbemannte Bodenfahrzeuge an die Ukraine.
+++ 10:35 Der Kreml zieht die Schrauben an: Russland soll immer mehr VPN-Dienste sperren +++
Nach den sogenannten Dumawahlen verschärfen die russischen Behörden die VPN-Sperren offenbar deutlich. Mindestens zehn VPN-Dienste melden laut dem unabhängigen russischen Portal "Verstka" in der vergangenen Woche eine neue Welle von Einschränkungen. Insbesondere informiert einer der größten und bekanntesten VPN-Dienste, dessen Namen "Verstka" aus Sicherheitsgründen nicht nennt, am 25. September seine Nutzer in einem Schreiben über "zunehmende Blockierungen seit Anfang der Woche". Laut dem Projektteam erreichten die Einschränkungen am vergangenen Freitag ihren Höhepunkt. Bei vielen Nutzern begannen demnach die VPNs Fehlfunktionen aufzuweisen oder konnten überhaupt keine Verbindung mehr herstellen. "Wir gehen davon aus, dass die Blockaden damit nicht enden werden und bereiten daher parallel Backup-Lösungen vor, um sicherzustellen, dass zukünftige Wellen so unbemerkt wie möglich vorübergehen. Auch andere VPN-Dienste verzeichnen derzeit ähnliche Ausfälle", heißt es in dem Schreiben des VPN-Anbieters. Acht weitere Anbieter veröffentlichen laut "Verstka" ebenfalls Warnungen vor "neuen Sperrungen" und Ausfällen auf ihren Telegram-Kanälen.
+++ 09:59 Ukrainischer Verteidigungsminister sagt für heute geplanten Deutschland-Besuch ab +++
Der ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara sagt seinen für heute geplanten Antrittsbesuch bei seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius in Berlin kurzfristig ab. Grund sei die aktuelle Lageentwicklung in der Ukraine, teilt das Verteidigungsministerium mit. Beide Seiten bemühen sich demnach um einen baldigen Ersatztermin. Bei dem Treffen sollte es um die weitere militärische Unterstützung des Landes gehen, das sich für einen weiteren Kriegswinter mit russischen Angriffen auf die Energie-Infrastruktur rüstet.
+++ 09:33 Krim hat zu wenig Strom +++
Auf der russisch besetzten Krim wird offenbar die Stromversorgung eingeschränkt. Dies berichtet der staatliche Sender Suspilne. Die Abschaltungen erfolgten je nach Lage in den einzelnen Energiebezirken. In Sewastopol wird dem Bericht zufolge der Stromverbrauch für juristische Personen bis 18 Uhr begrenzt, die Bewohner werden dringend gebeten, keine energieintensiven Elektrogeräte einzuschalten. Die Stadt führte offenbar außerdem einen Stromplan ein: zwei Stunden mit Strom, sechs Stunden ohne. Die russischen Besatzer bezeichneten die Störungen als "äußere Einflüsse" auf das Stromnetz.
+++ 09:09 Brennende Akademie der Wissenschaften empört Macron +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron verurteilt den jüngsten russischen Beschuss der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Kiew. "Das Regime von Wladimir Putin hat die größte wissenschaftliche Forschungseinrichtung der Ukraine angegriffen: die Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine. Diese Angriffe sind ein weiterer Beweis für die feindselige Missachtung von Wissenschaft und Wahrheit durch das russische Regime", so Macron auf X. "Sie fügen sich in die Barbarei der täglichen Angriffe ein, die ukrainische Zivilisten ins Visier nehmen."
+++ 08:40 Ukrainer sorgen sich am meisten wegen der Korruption +++
Was sind die größten Sorgen der Ukrainer nach viereinhalb Jahren Vollinvasion? Eine Umfrage des Kyiv International Institute of Sociology zeigt: 50 Prozent der Befragten sorgen sich am meisten wegen der Korruption in der Regierung. Für 40 Prozent sind die massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffe ein Grund zur Sorge. Zu den weiteren Problemen, die am meisten Sorgen bereiten, gehören: Unprofessionalität und Inkompetenz der Behörden (30 Prozent) sowie niedrige Löhne und Renten (28 Prozent), die Aktivitäten der Rekrutierungszentren (24 Prozent), steigende Preise (23 Prozent) und die Lage an der Front (21 Prozent). Die Befragten konnten insgesamt drei von zwölf vorgegebenen Antwortmöglichkeiten angeben.
+++ 08:07 Kiew: Russland unterstützt den Iran bei Angriffen auf US-Streitkräfte +++
Die ukrainischen Geheimdienste wollen Informationen über die Zusammenarbeit Russlands mit dem Iran veröffentlichen. Dies kündigt Präsident Wolodymyr Selenskyj an, der von einem "hochgradig koordinierten militärischen Aufklärungskreislauf" spricht. Den Geheimdienstinformationen zufolge soll Moskau sein Netzwerk von Spionagesatelliten genutzt haben, um die Golfstaaten und wichtige US-Militäranlagen im Nahen Osten zu überwachen. Diese Umlaufbahnpassagen stünden in direktem Zusammenhang mit dem Zeitpunkt iranischer Drohnen- und Raketenangriffe. "Seit Anfang Juli haben wir eine aktive russische Satellitenüberwachung der Golfstaaten und der dort befindlichen US-Militäreinrichtungen festgestellt. Diese Bilder tauchen anschließend im Iran auf", so Selenskyj. "Gleichzeitig besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen den russischen Satellitenbildern dieser Standorte und den iranischen Angriffen – sowohl vor den Angriffen, zur Vorbereitung derselben, als auch danach, um den verursachten Schaden zu begutachten."
+++ 07:38 Ukrainischer Regierungschef: Lage der öffentlichen Finanzen schwierig +++
Wegen Verzögerungen beim Erhalt von Hilfen verschiebt die Ukraine einige Ausgaben, darunter Wiederaufbauarbeiten. Die Regierung werde diese Projekte zwar letztendlich umsetzen, "aber vorerst müssen alle Ressourcen in wichtige Bereiche fließen", erklärt Regierungschef Serhij Korezky bei Telegram. Priorität seien die Verteidigung und das Sozialwesen. Korezky bezeichnet die Lage der öffentlichen Finanzen als schwierig. "Ein Teil der geplanten internationalen Finanzmittel ist noch nicht eingegangen, was zum Teil daran liegt, dass es der Ukraine nicht gelungen ist, bestimmte gegenüber internationalen Partnern eingegangene Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen", fügt er hinzu. Ausgaben, die keine Priorität hätten, würden nun zurückgestellt. Das gelte für Neubau, Wiederaufbau oder größere Reparaturen, die nicht von entscheidender Bedeutung seien, sowie für Verbesserungen im öffentlichen Raum wie Parks und öffentliche Plätze.
+++ 07:09 Russische Soldaten fliehen offenbar mit perfider Taktik +++
Alte und Kranke mit weißer Fahne wirken wie Flüchtende - doch eine ukrainische Drohne zeigt auch junge Männer in Zivil. Kiew hält sie für russische Soldaten auf der Flucht, die die alten Leute verschleppen, um selbst weniger aufzufallen. Als Fluchtroute aus dem Kampfgebiet dient eine stillgelegte Gas-Pipeline.
+++ 06:40 Putin-Dekret: Daten zu Ölraffinerien sollen geheim bleiben +++
Kremlchef Wladimir Putin hat ein Dekret unterzeichnet, das den Zugang zu Daten über die Ölraffinerien des Landes und die Energieexporte einschränkt. Dies schreibt die Agentur Reuters. Dazu gehören Informationen über die Produktpalette der Raffinerieerzeugnisse, Exportmengen, Preisgestaltung und die Lieferkette von Verkäufern, Käufern und Zwischenhändlern sowie Transportwege, Terminals und Lagerstandorte. Der Erlass verbietet die Verbreitung der vertraulichen Informationen über die Medien oder im Internet, sofern diese nicht von dem betreffenden Unternehmen selbst veröffentlicht werden. Auch relevante Zolldaten unterliegen der Geheimhaltung. Putin setzte der russischen Regierung eine Frist von zehn Tagen, um festzulegen, welche konkreten Produkte von den Beschränkungen betroffen sein werden. Mit dem Dekret reagiert Putin offenbar auf die verschärften ukrainischen Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur.
+++ 06:13 Angriffe auf Kiew: Angehörige der deutschen Botschaft "alle unversehrt" +++
Bei einer Serie russischer Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew wird nach offiziellen Angaben auch eine Klinik getroffen. "Derzeit versuchen die Rettungskräfte, den Brand schnellstmöglich zu löschen", schreibt Präsident Wolodymyr Selenskyj noch am Abend auf Telegram. Zu möglichen Opfern dieses Angriffs werden keine Angaben gemacht. Kurz zuvor war das Gebäude der Akademie der Wissenschaften in Kiew getroffen worden. Das in der Nähe gelegene Gebäude der deutschen Botschaft bleibt unbeschädigt. "Die Angehörigen der Botschaft sind alle unversehrt geblieben", teilte die Vertretung der Bundesrepublik mit. Die Sicherheitsmaßnahmen würden jedoch insbesondere nach derartigen Treffern überprüft.
+++ 05:44 Pentagon lobt Deutschland vor US-Kongress +++
Das US-Verteidigungsministerium würdigt explizit Deutschlands Anstrengung zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben vor dem US-Kongress. Nato-Verbündete wie Deutschland hätten glaubwürdige Schritte unternommen, um ihre Zusagen vom Gipfel des Verteidigungsbündnisses in Den Haag weit vor der Frist im Jahr 2035 zu erfüllen, heißt es in einem Statement von Elbridge Colby, Unterstaatssekretär im Pentagon, an den Streitkräfteausschuss des US-Senats.
+++ 04:47 Selenskyj: Nordkorea will 10.000 weitere Soldaten nach Russland schicken +++
Nordkorea bereitet nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Entsendung von weiteren 10.000 Soldaten nach Russland vor. Auf russischem Territorium befänden sich zudem bereits mehr als 8000 Soldaten aus Nordkorea, schreibt Selenskyj auf der Plattform X. Eine russische oder nordkoreanische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
+++ 03:49 Papst fordert Gespräche über Kriegsende in Ukraine +++
Papst Leo XIV. fordert neue internationale Anstrengungen für Gespräche über ein Ende des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine. "Wir müssen die Staats- und Regierungschefs Russlands, der Ukraine und anderer Länder auffordern, sich zu treffen, sich an einen Tisch zu setzen, miteinander zu sprechen", sagt das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Heimflug von seiner Frankreich-Reise. Als Ziel nennt er es, "Lösungen für diese Probleme zu finden - anstatt auf Kriegen zu bestehen, die keinen Sinn mehr haben". In den vergangenen viereinhalb Jahren der Vollinvasion brachten die Vermittlungsbemühungen des Vatikans bislang keine Fortschritte.
+++ 02:42 Explosionen in Kiew: Klitschko berichtet von Schäden +++
Das russische Militär setzt seine heftigen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew fort. Nach mehreren Explosionen am frühen Morgen berichtet der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram von Schäden in mehreren Teilen der Hauptstadt. Im Stadtteil Solomjanka sei ein Verwaltungsgebäude getroffen worden, zudem seien Raketentrümmer in den Hof eines Wohnhauses gefallen, teilt Klitschko mit. Auch ein Gebäude einer Bildungseinrichtung wurde demnach getroffen, es gebe einen Brand. Im zentralen Stadtteil Petschersk sei es in einem dreistöckigen Nichtwohngebäude zu einem Brand gekommen.
+++ 01:49 Mehrere Explosionen in Kiew - Ukrainische Luftwaffe warnt vor ballistischen Raketen +++
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist erneut Ziel russischer Raketenangriffe geworden. In Kiew sind mehrere laute Explosionen zu hören. Zuvor waren während eines Luftalarms die Luftabwehrsysteme aktiviert worden. "Neue ballistische Raketen steuern auf Kiew zu", warnt die ukrainische Luftwaffe bei Telegram. Journalisten in der ukrainischen Hauptstadt berichteten von einem Angriff mit Drohnen und Raketen.
+++ 00:44 Bericht: Russland plant mit Rekord-Militärausgaben +++
Russland will seine Militärausgaben 2027 auf einen neuen Höchststand seit Beginn des Krieges in der Ukraine anheben. Geplant seien Ausgaben von 17,1 Billionen Rubel (rund 178 Milliarden Euro), wie aus Regierungsdokumenten hervorgeht. Dies entspricht einer Steigerung von rund 27 Prozent gegenüber dem ursprünglich veranschlagten Budget von 13,5 Billionen Rubel. Insgesamt sollen sich die Rüstungsausgaben in den kommenden drei Jahren auf 50 Billionen Rubel belaufen. Für 2026 waren ursprünglich 12,1 Billionen Rubel für die Verteidigung vorgesehen, die tatsächliche Summe ist jedoch als geheim eingestuft. Zudem können Teile der Militärausgaben in anderen Bereichen des Haushalts verbucht werden. Die hohen Militärausgaben belasten den Haushalt. Den Dokumenten zufolge verdoppelt die Regierung ihre Prognose für das Haushaltsdefizit im Jahr 2026 auf 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der Haushaltsentwurf soll dem Parlament bis zum 1. Oktober vorgelegt werden.
+++ 23:22 Nato-Kommandeur: Russlands Sabotage "immer dreister", doch sie funktioniert nicht +++
Nach den Worten des Oberbefehlshabers der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, hat die "russische Sabotagekampagne" in Europa für den Kreml keinen Erfolg. Die "staatlich gesteuerte Sabotage" werde zwar "immer dreister", sagt Grynkewich vor EU-Abgeordneten. Dennoch halte das die europäischen Länder nicht davon ab, die Ukraine weiter zu unterstützen. Konkret verweist Grynkewich auf den Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne auf dem Flughafen in Leipzig und den Abschuss von Leuchtraketen durch ein russisches Kriegsschiff auf einen dänischen Hubschrauber. Dies seien klare Versuche, "unsere geschlossene Unterstützung der Ukraine zu untergraben", sagt der General. Dänemark habe wenig später dennoch neue Ukraine-Hilfen auf den Weg gebracht. Eine solche Reaktion empfehle er auch anderen Regierungen.
+++ 22:15 Polen erleichtert Kampfpiloten Abschüsse +++
Die polnische Regierung lockert die Regeln für den Abschuss fremder Fluggeräte wie etwa Drohnen im polnischen Luftraum. Von nun an sei es Kampfpiloten erlaubt, "auf Grundlage von Radardaten oder anderen Informationen, die in das System eingespeist werden, die Entscheidung zu treffen, ein fremdes Fluggerät abzuschießen", sagt Verteidigungsminister Tomczyk. Bislang sei dafür eine visuelle Identifizierung erforderlich gewesen. Der Abschuss auf der Grundlage von Radardaten sei "in der Regel einem Kriegszustand oder dem Kriegsrecht vorbehalten", erklärt Tomczyk. Die Änderung sei unter anderem vorgenommen worden, weil Polen "täglich mit der Möglichkeit konfrontiert ist, dass Drohnen in sein Hoheitsgebiet eindringen". Anfang des Monats erklärte Polens Premier Tusk, "der russische Plan" umfasse nach Geheimdienstinformationen "hybride Angriffe" mit Drohnen und Raketen auf Länder, welche die Ukraine unterstützen. Zudem gibt es seit Monaten wiederholt Drohnenvorfälle in osteuropäischen Nato-Ländern, darunter Polen.
+++ 21:38 Selenskyj: Russland hat mit Mobilmachung begonnen +++
Russland hat laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit einer zusätzlichen Mobilmachung begonnen. Die Zahl der Rekruten werde auf verschiedene Weisen erhöht. "Sie (die Russen) planen auch, verstärkt Ausländer einzubeziehen", fährt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache fort und beruft sich auf Erkenntnisse der ukrainischen Geheimdienste. Seit Monaten wird über eine neue Mobilmachung in Russland spekuliert, um die zuletzt starken Verlusten an den Frontlinien in der Ukraine auszugleichen. Kremlchef Wladimir Putin hat solche Befürchtungen bisher kategorisch zurückgewiesen. Russland hatte zuletzt 2022 eine "Teilmobilmachung" von Reservisten angeordnet, nachdem die russische Armee in der Ukraine militärische Rückschläge erlitten hatte. Die damalige Anordnung bezog sich laut Kreml auf rund 300.000 von insgesamt rund 140 Millionen Russen. Sie führte dazu, dass zahlreiche Männer im wehrpflichtigen Alter Russland verließen.
+++ 21:08 Berichte: Putin vergrößert Armee das vierte Mal seit Jahresbeginn +++
Russland vergrößert seine Armee um 15.500 Soldaten. Dies gehe aus einem veröffentlichten Dekret von Präsident Putin hervor, melden russische Medien, darunter die staatliche Nachrichtenagentur Tass und die unabhängige "Moscow Times". Dem Dekret zufolge beträgt die neue Personalstärke der Streitkräfte 2.441.630 Einheiten, darunter 1.550.500 Soldaten im aktiven Dienst. Den Berichten zufolge ist es die vierte Truppenaufstockung per Dekret in diesem Jahr. Demnach legte Putin die Personalstärke Ende Juli auf 2.426.130 Einheiten fest, darunter 1.535.000 Soldaten. Seit der ersten Erhöhung im März sei die Stärke um knapp 50.000 Personen erhöht worden, heißt es.
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